Transrapid-Fahrt fiel ins Wasser

Enttäuschung beim Arbeitskreis Schienenverkehr in Erndtebrück / ÖPNV-Problem lösen

BW Erndtebrück. Enttäuschung machte sich am Freitag breit. Den Tag werden einige Mitglieder des Arbeitskreises Schienenverkehr Südwestfalen nicht gerade als einen der schönsten des Jahres in Erinnerung behalten. Denn die geplante Fahrt mit dem Transrapid auf der Teststrecke in Lathen fiel ins Wasser. Kurz vor dem Einstieg in die Magnet-Schwebebahn erfuhr man, dass die aufgrund technischer Probleme gar nicht fahren werde. Die Reise von Siegen-Wittgenstein ins Emsland zur Transrapid-Versuchsanlage war somit wertlos, wenn auch als Entschädigung von den Veranstaltern immerhin eine spätere Fahrt in Aussicht gestellt wurde. Indes war das nicht die letzte schlechte Nachricht für die Schienenverkehr-Freunde. Denn später sagte auch noch Manfred Pietschmann, Pressesprecher der Deutschen Bahn AG, sein Kommen zur Jahreshauptversammlung in Erndtebrück ab. Eine geplante Diskussion über den gegenwärtigen Zustand und die Zukunft des Zugverkehrs war also ebenfalls geplatzt. Genauso wie die Transrapid-Fahrt. Dafür hatte der Arbeitskreis jedoch einige Vorschläge für das derzeit ja so heiße Thema des ÖPNV parat, vor allen Dingen für das zusammen geschrumpfte Angebot im Busverkehr. Die Lösung in einem Wort: Linienbündelung. Der Personennahverkehr heiße in erster Linie einmal Schüler- und Berufsverkehr, erklärte der Vorsitzende Otto Wunderlich. »Notwendig ist eine langfristige und bessere Koordination des Busverkehrs.« Bei einer Fahrplanerstellung müsse man Hoch-Zeiten des ÖPNV zu Arbeits- und Schulbeginn sowie zu Schulschluss und Arbeitsende berücksichtigen.

»Für die Siedlungsschwerpunkte im Edertal, im Lahntal, im Odeborntal, im Banfetal sowie im Elsofftal sind Mindestbedienungen anzustreben«, so Otto Wunderlich weiter: zwölf Fahrten an Werktagen, Samstags acht Fahrten und Sonntags nochmals vier. Dies könne durch Zusammenlegungen einiger Buslinien erreicht werden, was auch die Defizite bei den Busunternehmen verringern oder sogar auffangen würde. Weitere schöne, doch wohl nicht durchsetzbare Aussichten: eine bessere Versorgung mit Fahrten der SB 5 zwischen Siegen und Biedenkopf, die Entstehung einer SB 6 von Siegen bis Winterberg sowie eine Verbindung von Bad Berleburg nach Feudingen. Darüber hinaus fordert der Arbeitskreis den Abbau der Defizite beim Umsteigen von Bus und Bahn, für die Bahnstrecke zwischen Bad Laasphe und Erndtebrück sollten die geplanten neuen Haltestelle zügig eingerichtet werden. Die Vorschläge des Arbeitskreises dienten allesamt einer Wiederherstellung der Grundversorgung für die Bürger, so Otto Wunderlich weiter.

Und an die Landratskandidaten richtete der Vorsitzende die Frage, »wo ihr Standort dabei ist«. Die Kandidaten sollen nun zu einer öffentlichen Diskussion des Arbeitskreises eingeladen werden. Zuvor standen jedoch noch die Wahlen zum Vorstand des Arbeitskreises Schienenverkehr an, bei denen der bisherige Vorstand um Otto Wunderlich und dem zweiten Vorsitzenden Horst-Günter Linde wiedergewählt wurde.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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