Trevisi: »Abstieg kein Thema mehr«

Verbandsliga Westfalen:

TuS Erndtebrück gewann hitziges Duell gegen Oestrich mit 2:1 / Tumulte nach Spielende

JoWe Erndtebrück. Kaum zeigt das Thermometer wieder sommerliche Temperaturen an, geht es auch auf und neben den heimischen Fußballplätzen wieder recht hitzig zur Sache. So geschehen in der gestrigen Partie der Verbandsliga Westfalen zwischen dem TuS Erndtebrück und den Sportfr. Oestrich-Iserlohn. Mit zwei Platzverweisen, unzähligen »Nickeligkeiten« und handgreiflichen Tumulten nach Spielende war für die »Unterhaltung« der rund 200 Zuschauer in der Erndtebrücker Pulverwald-Kampfbahn bestens gesorgt. Da wurde der wichtige 2:1 (1:0)-Sieg der Wittgensteiner fast zu Nebensache degradiert.

Im Gegensatz zu den Spielern und Fans der »Ruhrpötter« blieb TuS-Spielertrainer Stefan Trevisi nach Spielende gewohnt sachlich: »Der Abstieg ist dank der drei Punkte eigentlich kein Thema mehr. Allerdings kann man im Moment spielerisch auch nicht mehr viel von uns erwarten, wir müssen uns über den Kampf und die Kraft im Spiel halten. Anders geht es eben nicht«, analysierte der Interims-Coach die derzeitige Lage.

Neben den Mängeln im spielerisch-technischen Bereich waren am gestrigen Nachmittag auch die Konzentrationsschwächen in der Anfangsviertelstunde offensichtlich. Nur Keeper Tobias Haardt behielt im »Hühnerhaufen« der Erndtebrücker Hintermannschaft den Überblick und vereitelte Großchancen von Edin Terzic (6. und 8.) und Tobias Lenz (9.) im Minutentakt.

Folglich gingen die Pulverwald-Kicker in der 17. Minute mit der ersten Torraumszene glücklich in Führung: Nach einem Abspielfehler im Mittelfeld wurde Andreas Wieczorek steil angespielt, der antrittsschnelle Stürmer traf von der Strafraumgrenze zum 1:0-Pausenstand . Erst nach dem Treffer bekamen die Blau-Weißen Oberwasser, ließen ihrerseits dann aber gute Möglichkeiten durch Rainer Willmann (24.) und René Neuser aus.

Nach dem Pausentee dann aber wieder gleiche Bild wie zu Beginn des Matches: Oestrich stürmte, und der TuS beschränkte sich weitgehend auf die Verteidigung des eigenen Strafraums. Prompt fiel in der 50. Minute der verdiente 1:1-Ausgleichstreffer durch Sahin Murat. Nun schienen die Hausherren auf die Verliererstraße zu geraten, doch ein mehr als schmeichelhafter Handelfmeter in der 65. Minute brachte die Trevisi-Elf ins Spiel zurück: Den von Wieczorek getretenen Strafstoß konnte SF-Keeper Michael Klose noch klären. Den anschließenden Eckball von Trevisi köpfte dann aber Rainer Willmann mitten hinein ins Erndtebrücker Fußball-Glück.

Für sein brutales Einsteigen gegen René Röthig, der anschließend verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, sah Torschütze Murat in der 70. Minute die Gelb-Rote Karte. Nur zehn Minuten später langte auch TuS-Abwehrspezialist Reiner Willmann kräftig hin und wurde ebenfalls mit einer »Ampelkarte« vorzeitig zum Duschen geschickt. Mit wütenden Sturmläufen drängten die Gäste in der Schlussphase auf den Ausgleich, doch am famos parierenden Tobias Haardt führte kein Weg mehr vorbei.

Als »schlechte Verlierer« offenbarten sich Spieler und Fans aus Oestrich, die nach dem Schlusspfiff mit Handgreiflichkeiten und wüsten Beschimpfungen für Tumulte sorgten. Es kam jedoch glücklicherweise nicht zu schweren Auseinandersetzungen.

TuS Erndtebrück: Haardt; Missango, Rath, Willmann; Breuer, Skoumal, Köhler (55. Seelbach), Trevisi, Röthig (70. Müller); Neuser, Wieczorek.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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