TuS Erndtebrück darf sein Baum-Problem selbst lösen

Böschung unterhalb des Sportplatzes wird aufgeräumt

Erndtebrück. Der TuS Erndtebrück hat sein Baum-Problem gelöst: Der Verein darf den Baum- und Strauchbestand unterhalb des Sportplatzes an der steilen Böschung entlang des Waldlehrpfades Pulverwald entfernen, der dem Kunstrasen des Vereins in den vergangenen Jahren zugesetzt hatte. Zu dieser Übereinkunft kamen Verantwortliche des Vereins bei einer Ortsbesichtigung des Erndtebrücker Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Naturschutz.

Während des Besichtigungstermins untermauerten TuS-Vorsitzender Fred Rasack und der dritte Vorsitzende Rolf-Arno Reichmann die Position des Vereins. Um Schäden an dem neuen Kunstrasenplatz durch Laubfall des Baumbewuchses zu vermeiden, sei eine Entfernung der Bäume notwendig. Der Ausschussvorsitzende Willi Flender (FDP) unterbreitete den Vorschlag, der Entfernung des Baumbewuchses grundsätzlich zuzustimmen. Allerdings sollten die großstämmigen Bäume am Fuß der Böschung unbedingt erhalten werden. Die frei geräumte Fläche eigne sich sehr gut für eine Naturverjüngung, argumentierte Willi Flender. Durch die anschließende Bewirtschaftung als Niederwald werde der Bereich unter ökologischen und touristischen Gesichtspunkten sogar aufgewertet.

Annegret Grund (SPD) war es wichtig, über den Erhalt der Bäume am Fuß der Böschung eine schriftliche Vereinbarung zwischen Gemeinde und Verein zu treffen. Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel erklärte, dass der TuS Interesse am Erwerb der Böschungsflächen bekundet habe. Da die unter dem Böschungsfuß stehenden alten Bäume aber eindeutig zum Pulverwaldweg gehörten, würden diese auch nicht mit veräußert.

Nach einem Beschluss des Ausschusses darf der TuS Erndtebrück nun mit der Umgestaltung der Böschung beginnen – allerdings unter Einhaltung folgender Regelungen: Der TuS führt die Beseitigung der Bäume kostenneutral durch. Die alten Bäume am Böschungsfuß dürfen nicht beschädigt werden. Die Unfallverhütungsvorschriften sind zu beachten. Das gehäckselte Reisigmaterial darf nicht auf die Böschung verbracht werden. Der Gemeinde wird das Recht auf die kostenfreie Verwendung des Holzes nach dem ersten Schnitt eingeräumt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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