Anwohner ärgern sich über Partyvolk
Ufer der Eder voller Müll

SZ-Leserin Nanette Schorge-Brinkman hat die Verschmutzung am Flussufer der Eder mit ihrem Handy bildlich festgehalten.
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ako Erndtebrück. Das Flussufer an der Eder unterhalb des Pulverwaldstadions in Erndtebrück ist besonders bei schönem Wetter zu einem beliebten Treffpunkt und Partyplatz geworden. Die Hinterlassenschaften der Personen, die dort gemeinsam feiern, sorgen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Edergemeinde für großen Unmut. Egal ob Essensreste, Bierflaschen, Getränkedosen, Glasscherben, Plastik oder Verpackungsmüll: Regelmäßig kommt es vor Ort zu Verschmutzungen. Ein Problem, das auch der Gemeindeverwaltung bekannt ist.
„An Wochenenden versammeln sich an der Stelle mehrere Leute, die dann zusammen feiern und ihren Müll einfach liegen lassen“, sagte Nanette Schorge-Brinkman im Gespräch mit der SZ. Vor allem in den vergangenen Wochen sei das der Fall gewesen. Die Erndtebrückerin ist verärgert. Fast täglich geht sie mit ihrem Hund an der Eder spazieren und kommt dabei auch an der Flusskurve Höhe Wendeplatz TuS – unterhalb der alten, abgerissenen Wanderhütte – vorbei.

Gemeinde reagiert schnell

„Als ich vor Kurzem da lang gegangen bin, ist mir aufgefallen, dass da wochenlang etwas lag. Das war an dem Wochenende vom 11. bis zum 13. Juni“, berichtete Nanette Schorge-Brinkman, die sofort eine Freundin – „die sitzt im Rat“ – auf das Problem aufmerksam gemacht hat. Die Gemeinde habe daraufhin schnell reagiert – nur zwei Tage später sei der Müll entsorgt worden. „Zuletzt hat die Gemeinde ein Hinweis zur akuten Verschmutzung erreicht, woraufhin die Beseitigung vorgenommen wurde“, bestätigte Sophie Manche, Pressesprecherin der Gemeinde Erndtebrück, auf Anfrage der SZ.

Erneut Müll hinterlassen

Allerdings war das Wetter am darauffolgenden Wochenende (18. bis 20. Juni) erneut sommerlich warm – was zur Folge hatte, dass es an der Stelle wieder zu einer Verschmutzung kam. Nanette Schorge-Brinkman war darüber so verärgert, dass sie Fotos von dem Unrat gemacht und diese auf Facebook in der Gruppe „Unser Wittgenstein“ geteilt hatte – um öffentlich auf das Problem aufmerksam zu machen. Und die Resonanz war groß. 99 Rückmeldungen (Stand Freitag) hat die Erndtebrückerin zu ihrem Post bekommen. „Ich bin nicht dagegen, dass die Leute dort feiern. Die sollen auch rausgehen. Aber man kann ja seinen Müll mitnehmen“, sagte Nanette Schorge-Brinkman.

Verunreinigung ist verboten

Dass es sich bei der Stelle an der Eder um einen beliebten Treffpunkt handelt, an dem Speisen und Getränke verzehrt werden, ist der Gemeinde längst bekannt: „Dieser Ort an der Eder ist gerade in den warmen Sommermonaten sehr beliebt und belebt. Dass es bei Treffen vor Ort zur Vermüllung der Fläche kommt, ist unschön und außerdem verboten“, so die Verwaltung, die in diesem Zusammenhang auf die geltende Gesetzeslage verweist: „Jede Verunreinigung von Verkehrsflächen und Anlagen im Gebiet der Gemeinde Erndtebrück ist laut Paragraph 4 der ordnungsbehördlichen Verordnung untersagt. Hierzu zählt das Wegwerfen und Zurücklassen von Unrat, Lebensmittelresten, Papier, Glas, Konservendosen oder sonstiger Verpackungsmaterialien.“ Folglich könne jede Zuwiderhandlung nach dem Verwarnungsgeldkatalog mit einem Verwarnungsgeld geahndet werden.

Müll gehört in den Eimer

Im Bereich „des Zuweges vom Pulverwaldstadion aus“ steht ein Müllereimer, in dem der Müll entsorgt werden kann. Die Gemeinde richtet deshalb an die Besucher und Besucherinnen der Stelle den Appell, den Abfalleimer auch zu nutzen – „und den Ort nach der Benutzung sauber zu halten“.
Nach den jüngsten Kontrollen ist der Platz um die Eder gegenwärtig sauber. Allerdings hat es in den vergangenen Tagen viel geregnet. Ob die Stelle am Flussufer dauerhaft sauber bleiben wird, bleibt vorerst abzuwarten. Schließlich ist davon auszugehen, dass sich bei den nächsten
Sonnenstrahlen wieder viele Leute an der beliebten Party- und Badestelle versammeln werden. Um weitere Verschmutzungen zu vermeiden, hat die Gemeinde Erndtebrück deshalb regelmäßige Kontrollen angekündigt.

SZ-Leserin Nanette Schorge-Brinkman hat die Verschmutzung am Flussufer der Eder mit ihrem Handy bildlich festgehalten.
Gegenwärtig ist die beliebte Party- und Badestelle an der Eder – Höhe Wendeplatz TuS – aufgeräumt und sauber. Ob das Flussufer aber auch künftig frei von Müll bleiben wird, dahinter steht ein großes Fragezeichen.
Autor:

Alexander Kollek

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