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Unmut ist verständlich

SZ-Redakteur Björn Weyand.
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Es war nicht das erste Mal, dass die Politik in Erndtebrück deutliche Worte in Richtung Landesbetrieb Straßenbau geäußert hat. Der Unmut ist freilich auch verständlich: Seit Jahrzehnten gilt das Versprechen, dass eine Ortsumgehung gebaut werden soll, die von der Kurve im Bereich Grünewald im Süden vorbei am Fuchsrain über das Dille und hinauf zur Leimstruth führt. Genau diese Variante stellt der Landesbetrieb selbst in seinen Grafiken immer wieder dar. Und für diese Trasse besteht eine breite politische Mehrheit.

Dass jetzt auch eine Variante im Norden zumindest nochmals geprüft werden soll, ist völlig unsinnig.

Es war nicht das erste Mal, dass die Politik in Erndtebrück deutliche Worte in Richtung Landesbetrieb Straßenbau geäußert hat. Der Unmut ist freilich auch verständlich: Seit Jahrzehnten gilt das Versprechen, dass eine Ortsumgehung gebaut werden soll, die von der Kurve im Bereich Grünewald im Süden vorbei am Fuchsrain über das Dille und hinauf zur Leimstruth führt. Genau diese Variante stellt der Landesbetrieb selbst in seinen Grafiken immer wieder dar. Und für diese Trasse besteht eine breite politische Mehrheit.

Dass jetzt auch eine Variante im Norden zumindest nochmals geprüft werden soll, ist völlig unsinnig. Daran ändert auch die sicherlich nachvollziehbare Erläuterung von Bauamtsleiter Björn Fuhrmann, dass solch eine Prüfung notwendig sei, damit sich die Planer nicht vorwerfen lassen müssten, eine Variante von vorneherein ausgeschlossen zu haben, gar nichts. Hier genügt ein Blick auf die Gegebenheiten vor Ort, um zu erkennen, dass die Nordumgehung gar nicht machbar wäre.

Massive Kritik an Straßen NRW

Dass die Kommunalpolitiker längst eine Verhinderungsplanung wittern, ist auch nachvollziehbar: Die „Fortschritte“ sind einfach nicht messbar. Liegt es aber an den Planern oder liegt es nicht vielmehr an den gesetzlichen Rahmenbedingungen? Die Plan- und Genehmigungsverfahren sind schlicht viel zu langwierig, über allen Bemühungen schwebt zudem die Frage, ob eine Planung am Ende gerichtsfest ist.

Denn eines sollte uns klar sein: Wenn es irgendwann in ferner Zukunft dazu kommen sollte, dass tatsächlich eine baureife Planung mit sämtlichem Pipapo vorliegt, wird eine Klagewelle folgen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, denn obwohl es für die „Route 57“ eine breite politische und gesellschaftliche Mehrheit gibt, werden die Gegner alles tun, um das Bauprojekt weiter zu blockieren. Dann werden weitere Jahre vergehen.

Kurzum: Man muss schon ein glühender Optimist, kerngesund und noch jung sein, um daran zu glauben, selbst noch über diese Straße fahren zu können.

b.weyand@siegener-zeitung.de

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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