Im Heimatmuseum Erndtebrück wird angepackt
Viele Heimatfreunde spenden Küchengeräte

Während Martin Flender sich um den Einbau der neuen Küche kümmert, ...
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vc Erndtebrück. Wo Anfang Januar noch ein trister, ungenutzter Raum im Alten Rathaus an der Siegener Straße war, steht jetzt schon eine fast fertige Küche. „Jetzt ist es an der Zeit anzupacken“, meint nicht nur Martin Flender, engagiertes Mitglied des Erndtebrücker Heimatvereins. Durch den Lockdown und die damit einhergehende Zwangsschließung gab es keine Einnahmen durch Besucher – doch dafür reichlich Zeit, das Museum zu renovieren.
„Bei geöffneter Bücherei oder einem geöffneten Museum wären diese Arbeiten nicht möglich gewesen“, betont auch Michael Schnell, der ebenfalls zum kleinen Trupp handwerklich versierter Mitglieder gehört, die dem Alten Rathaus und damit auch dem Heimatmuseum baulich einen zweiten Frühling ermöglichen. Der 2. Vorsitzende Rolf Wenzel ist da ganz ehrlich: „Wir sind aktuell gar nicht so böse, dass wir nicht öffnen können. So schaffen wir einiges.“

Heimatfreunde spenden Küchengeräte

Im ganzen Gebäude wird verputzt, gestrichen und gebohrt – natürlich einzeln und mit reichlichen Abstand. Auch darin hat der rüstige Bautrupp des Heimatvereins seit dem Beginn der Pandemie Erfahrung sammeln können.
„Die Küchenzeile hatten wir bereits“, berichtet Michael Schnell aus dem neuesten Bauprojekt, dem Gemeinschaftsraum. Per Spendenaufruf wendete sich der Heimatverein an die Bürger – mit der Bitte, dem Heimatverein Küchengeräte zu überlassen. Dem Aufruf folgten gleich mehrere Heimatfreunde aus dem Gemeindegebiet, die mit ihren Sachspenden die klamme Kasse des Heimatvereins Erndtebrück entlasten.

Gemeindebücherei könnte im Frühjahr öffnen

So fanden ein Herd, eine Waschmaschine und eine Spülmaschine ihren Weg in das Alte Rathaus. „Für diese Spenden sind wir sehr dankbar“, betont dann auch Rainer Lückel, Vorsitzender des Heimatvereins. Die neu eingetroffene Küchentechnik muss aktuell eingepasst und eingebaut werden. Das passiert, wie in so vielen Vereinen, ehrenamtlich. Der Gemeinschaftsraum soll zügig fertig werden, denn eine Öffnung der Gemeindebücherei könnte bereits im Februar oder März – je nach Pandemie-Lage – möglich sein.

Alte Leitungen bergen Risiko

Die Zeit der Museumsschließung wurde auch für andere bauliche Maßnahmen genutzt. Neue Wasserleitungen verlegen die „Freunde“, und die alten Rohre klemmten sie ab. Die teils 70 Jahre alten Leitungen waren noch unter Druck und stellten so ein nicht unerhebliches Risiko für die bauliche Substanz des Gebäudes dar.
„Diese tickenden Zeitbomben haben wir entschärft“, unterstreicht Michael Schnell. Auch die Elektrik brachten die Mitglieder auf den Stand der Zeit.
Schon im Vorfeld wurde ein Leader-Antrag des Vereins bewilligt und die Toilettenanlagen im Sommer sanierte die Truppe grundlegend. Die Gemeinde Erndtebrück setzte, ebenfalls mit einer Leader-Förderung, neue Fenster ein und verpasste dem historischen Gebäude einen neuen Außenanstrich.
Das Alte Rathaus mit Museum und Bücherei wird sich bei der ersten Öffnung in neuem Glanz präsentieren. Dann werden die Besucher definitiv sehen, dass der Heimatverein Erndtebrück die Zeit des Lockdowns gut genutzt hat.

Hygienekonzept wird nicht funktionieren „Die letzte Öffnung? Februar 2020.“ Das sagt Rainer Lückel, Vorsitzender des Heimatvereins Erndtebrück. Das war kurz vor der Pandemie – und seither ist das Erndtebrücker Heimatmuseum eines, das man nur noch von außen anschauen kann. Er freut sich daher mit seinen rund 120 Vereinsmitgliedern auf den Tag, an dem das Museum das erste Mal nach Beginn der Pandemie wieder für Besucher geöffnet werden kann. Die Abstands- und Hygieneregeln müssten dann jedoch weitestgehend aufgehoben worden sein. „Denn für das Museum lässt sich kein Hygienekonzept erarbeiten. Die Gänge sind einfach zu eng und es ist daher zu wenig Abstand möglich“, betont Rainer Lückel im SZ-Gespräch. Man hoffe, so der 2. Vorsitzende Rolf Wenzel, im Frühsommer öffnen zu dürfen – mit einer Sonderöffnung des Museum. „Wir öffnen, sobald es möglich ist. Dann haben wir auch reichlich Grund, etwas zu feiern“, stimmt der Vorsitzende Rainer Lückel optimistisch mit ein.
Während Martin Flender sich um den Einbau der neuen Küche kümmert, ...
... kämpft Michael Schnell mit dem 70 Jahre alten Fliesenboden.
Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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