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Um- und Ausbau soll bald starten
Vorfreude auf das neue Feuerwehrhaus

Das Gerätehaus der Löschgruppe wird in Schameder bald umfangreich um- und ausgebaut. Die örtliche Feuerwehr wird auch künftig wichtig bleiben mit Blick auf die B62 und die Betriebe im Industriegebiet.
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  • Das Gerätehaus der Löschgruppe wird in Schameder bald umfangreich um- und ausgebaut. Die örtliche Feuerwehr wird auch künftig wichtig bleiben mit Blick auf die B62 und die Betriebe im Industriegebiet.

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bw Schameder. Es waren Bilder, die in Corona-Zeiten wie aus einer anderen Welt wirken: eine rappelvolle Erndtebrücker Schützenhalle beim Festkommers, Besuchermassen auf dem Flugplatz bei der Sternwanderung und bei den Flugtagen sowie ein stehender Festzug, der zigtausende Menschen in das Jubiläumsdorf lockte.

Keine Frage: Schameder hatte 2019 eine 700-Jahr-Feier, die niemand so schnell vergessen wird und die nur ein Jahr später so nicht hätte stattfinden können. Insofern fühlt Ortsvorsteher Tim Saßmannshausen auch mit allen Dörfern und allen Vereinen, die im vergangenen oder in diesem Jahr ihr Jubiläum nicht so feiern konnten und können: „Da wir in Schameder wissen, wie viel Arbeit die Planung eines Jubiläums ist, ist es für die Dörfer und Vereine eine sehr ärgerliche Situation.

bw Schameder. Es waren Bilder, die in Corona-Zeiten wie aus einer anderen Welt wirken: eine rappelvolle Erndtebrücker Schützenhalle beim Festkommers, Besuchermassen auf dem Flugplatz bei der Sternwanderung und bei den Flugtagen sowie ein stehender Festzug, der zigtausende Menschen in das Jubiläumsdorf lockte.

Keine Frage: Schameder hatte 2019 eine 700-Jahr-Feier, die niemand so schnell vergessen wird und die nur ein Jahr später so nicht hätte stattfinden können. Insofern fühlt Ortsvorsteher Tim Saßmannshausen auch mit allen Dörfern und allen Vereinen, die im vergangenen oder in diesem Jahr ihr Jubiläum nicht so feiern konnten und können: „Da wir in Schameder wissen, wie viel Arbeit die Planung eines Jubiläums ist, ist es für die Dörfer und Vereine eine sehr ärgerliche Situation. Hoffentlich können wir sie bald auf ihren nachgeholten Feiern besuchen.“

Kreative Aktionen während der Pandemie

Corona hat auch in Schameder das soziale Leben, die Gemeinschaft weitgehend lahmgelegt, aber eben nicht ganz. Die Vereine hätten sich immer wieder etwas einfallen lassen, um die Dorfbewohner aufzumuntern, berichtet Tim Saßmannshausen: „Die Vereine waren da sehr kreativ, ob mit dem Nikolaus, der durch das Dorf gezogen ist, oder mit der Verteilung des Seniorenfrühstücks.“ Davor kann der Ortsvorsteher nur den Hut ziehen. Corona-konform haben die Dorfbewohner in Zweier-Gruppen jetzt auch wieder die Aktion Sauberes Dorf durchgeführt, obwohl es mit dem üblichen Beisammensein im Anschluss an das Aufräumen auch nichts wurde.

„Wir haben so das Beste aus der Situation gemacht. Aber man sieht sich leider weniger“, fasst Saßmannshausen zusammen und hofft natürlich, dass sich das bald wieder ändern mag. Dann, so kündigt es der Ortsvorsteher an, soll beispielsweise auch das ausgefallene Helferfest zum Dorfjubiläum nachgeholt werden. Das war 2020 der Pandemie zum Opfer gefallen – das war aber zu verschmerzen.

Es fehlt nur noch die Baugenehmigung

Wohl noch früher wird es in Schameder allerdings etwas anderes zu feiern geben: Nach jahrelangem Hin und Her steht jetzt der Um- und Anbau des Feuerwehrgerätehauses vor dem Startschuss. Die Pläne liegen vor, eine Förderung von 250.000 Euro ist zugesagt, nun fehlt nur noch die Baugenehmigung. Tim Saßmannshausen, selbst Feuerwehrmann, ist froh, dass dieses Vorhaben nun endlich umgesetzt wird, nachdem zwischenzeitlich auch ein Neubau im Industriegebiet thematisiert worden war.

Die Schamederstraße nach Birkefehl ist stark befahren, Tim Saßmannshausen regt einen Zebrastreifen an, damit Schulkinder sicher die Straßenseite wechseln können.
  • Die Schamederstraße nach Birkefehl ist stark befahren, Tim Saßmannshausen regt einen Zebrastreifen an, damit Schulkinder sicher die Straßenseite wechseln können.
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Der Ortsvorsteher weiß um die Wichtigkeit der örtlichen Löschgruppe angesichts der großen Industriegebiete und der stark befahrenen Bundesstraße, die durch den Ort führt. Wegen Letzterer ist immer auch die Verkehrssicherheit ein Thema, daher begrüßt der Ortsvorsteher auch die Pläne der Deutschen Bahn, eine neue Überführung über die B62 bauen zu wollen, da in diesem Zuge auch breitere Gehwege geschaffen werden sollen. Bisher müssen Fußgänger beim Durchqueren des Tunnels schon mal den Atem anhalten, wenn gleichzeitig ein Lkw hindurch rauscht. „Die Breite der Straße verleitet leider viele dazu, schneller als erlaubt zu fahren“, weiß der Ortsvorsteher. Die Ortsdurchfahrt bedeutet viel Verkehr – Abhilfe könnte aus Sicht von Tim Saßmannshausen nur eine Ortsumgehung schaffen, die an Erndtebrück und Schameder vorbei bis Leimstruth führt: „Wir können nur hoffen, dass die doch irgendwann mal gebaut wird.“

Tim Saßmannshausen begrüßt die Pläne der Bahn, eine neue Überführung über die B 62 bauen zu wollen, da in diesem Zuge auch breitere Gehwege geschaffen werden sollen.
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Mehr Verkehrssicherheit und andere Vorhaben

Aber auch abseits der Bundesstraße 62 gibt es Verkehrsprobleme: Dass Lkw in die „Navi-Falle“ tappen und sich auf den Steimel verirren, sei zwar seltener geworden, doch es passiert noch immer. Auf der anderen Seite ist die Kreisstraße nach Birkefehl ebenfalls stark befahren, hierfür regt Tim Saßmannshausen einen Zebrastreifen oder eine andere Querungshilfe an, damit Schulkinder sicher die Straßenseite wechseln können.

Ein weiteres Thema, das für den Ortsvorsteher auf der Agenda steht, sind Bauplätze. Das kleine Baugebiet „An der Lai“ war im vergangenen Jahr gescheitert, immerhin könnten dort aber drei Häuser gebaut werden. Die Gemeinde solle nun weiter am Ball bleiben, findet Tim Saßmannshausen. Es gebe weitere Interessenten, es sind jedoch keine Grundstücke verfügbar. „Wenn junge Leute im Dorf bleiben wollen, musst Du ihnen etwas anbieten können. Und wenn die Leute bauen möchten, wollen sie nicht vier oder fünf Jahre warten, bis sie anfangen können.“

Ein weiteres Vorhaben steht hingegen in Schameder in den Startlöchern: Die Ortschaft erhält eine neue Homepage, auf der sich auch die Vereine präsentieren sollen, so Tim Saßmannshausen.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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