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Wasserpreis in Erndtebrück steigt
Wasserverband sucht neuen Quellen für Zinse

Der Wasserpreis in der Gemeinde Erndtebrück steigt.

tika Erndtebrück. Die Wasserversorgung in Zinse soll auf breitere Basis gestellt sein, der Hochbehälter in dem Dorf steht vor einer Reparatur – und die Gemeinde Erndtebrück legt diverse Gebühren fest. Darüber diskutierten am Mittwoch der Betriebsausschuss und der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Erndtebrück in der Aula der Realschule in Erndtebrück.
Bohrungen gestartet
Die vergangenen Sommer waren von Trockenheit geprägt – Zinse benötigte daher immer wieder Lieferungen per Lkw, um den Trinkwasser-Bedarf der Ortschaft zu decken – im Jahresdurchschnitt täglich 13 Kubikmeter, wie Thomas Müsse im Betriebsausschuss berichtete. „Der Wasserverband hat damit begonnen, an verschiedenen Stellen im Einzugsgebiet Bohrungen vorzunehmen.

tika Erndtebrück. Die Wasserversorgung in Zinse soll auf breitere Basis gestellt sein, der Hochbehälter in dem Dorf steht vor einer Reparatur – und die Gemeinde Erndtebrück legt diverse Gebühren fest. Darüber diskutierten am Mittwoch der Betriebsausschuss und der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Erndtebrück in der Aula der Realschule in Erndtebrück.

Bohrungen gestartet

Die vergangenen Sommer waren von Trockenheit geprägt – Zinse benötigte daher immer wieder Lieferungen per Lkw, um den Trinkwasser-Bedarf der Ortschaft zu decken – im Jahresdurchschnitt täglich 13 Kubikmeter, wie Thomas Müsse im Betriebsausschuss berichtete. „Der Wasserverband hat damit begonnen, an verschiedenen Stellen im Einzugsgebiet Bohrungen vorzunehmen. Es geht darum, die Wasserqualität und -quantität zu prüfen“, erklärte der Beigeordnete der Gemeinde Erndtebrück. Mit einem grundsätzlichen Ergebnis zu möglichen neuen Wasserquellen für das Dorf sei aber nicht vor Mitte 2021 zu rechnen.

Hochbehälter ist undicht

Eine Kammer des Hochbehälters in Zinse – sie fasst 20 Kubikmeter Wasser – steht derzeit leer. Der Grund ist eine Undichtigkeit im Eingangsbereich, wie Thomas Müsse im Betriebsausschuss erklärte. Dennoch stehe weiterhin genügend Wasser zur Verfügung, um den Bedarf zu decken, erklärte der Beigeordnete. Am Dienstag und Mittwoch, 15. und 16. Dezember, soll ein Fachunternehmen die Reparaturen vornehmen – die Kosten dafür würden im vierstelligen Bereich liegen. Zu tragen hat sie die Gemeinde Erndtebrück – der Gewährleistungszeitraum von fünf Jahren ist für den 2007 errichteten Behälter abgelaufen.

Wasserpreis steigt

Der Wasserpreis in der Gemeinde Erndtebrück steigt – von 1,54 auf 1,64 Euro pro Kubikmeter. Kostendeckend wäre ein Wasserpreis von 1,78 Euro pro Kubikmeter, Überdeckungen aus den Vorjahren führen aber zu einer Verbesserung um 14 Cent. Die Grundgebühren bleiben unverändert. „Wir hätten den Preis konstant halten können, wenn wir einen für 2022 eingeplanten Überschuss bereits jetzt eingeplant hätten. Wir kalkulieren aber jedes Jahr kostendeckend und müssen erwirtschaftete Überschüsse und Fehlbeträge binnen vier Jahren ausgleichen. So gesehen kalkulieren wir immer mit einer schwarzen Null“, erläuterte Thomas Müsse, der damit einer Frage von Guido Schneider (FDP) entgegnete. Mit Blick auf die Kalkulation für das kommende Jahr erläuterte der Beigeordnete im Haupt- und Finanzausschuss, dass die Corona-Pandemie nicht zu einer Mehrabnahme von Wasser geführt habe. Insofern kalkuliere die Edergemeinde auch weiterhin mit einem gewöhnlichen Verbrauch.

Mehr Müll produziert

Die Gebühren für die Müllabfuhr steigen deutlich. Ein Grund dafür sind Kostensteigerungen bei der Entsorgung – die Menge des eingesammelten Restmülls ist um 66 Tonnen gestiegen, also um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies führt zu einem Mehraufwand von 22.000 Euro. Hinzu kommen Mehrkosten für Sperrmüll in Höhe von 12.500 Euro, der mit 39 Tonnen um 14 Prozent zugenommen hat. „Man geht Branchen-weit davon aus, dass die Menschen Corona-bedingt mehr ins eigene Haus investiert haben. Dadurch hat es wohl mehr Sperrmüll gegeben“, erklärte Erndtebrücks Bürgermeister Henning Gronau. Die Vergütung für das Altpapier verringerte sich indes weiter und schwankt wegen der Entwicklung des Altpapiermarktes stark. Dadurch werden die Kosten des Einsammelns weniger durch Erträge refinanziert und belasten die Restabfallgebühr, teilte die Verwaltung mit. „Wir haben dennoch sparend kalkuliert“, erklärte Bürgermeister Henning Gronau im Haupt- und Finanzausschuss. Markus Killer appellierte, Bürger sollten aktiv an den Gebühren mitwirken, um sie nicht steigern zu müssen. „Vielleicht ist es durch die Abschaffung der Papiertonne bedingt, dass mehr Altpapier im Restmüll landet“, mutmaßte der Christdemokrat.

Weiter investieren

Die Friedhofsgebühren in der Gemeinde Erndtebrück sinken durch Überschüsse aus vergangenen Jahren. So können die Gebühren für die Grabnutzung und für die Grabherrichtung reduziert werden – im Durchschnitt um knapp 10 Prozent für die Grabstätten selbst und um mehr als 5 Prozent für die Herrichtung von Grabstätten. „Wir sind froh, dass es keine Erhöhung gibt. Das war das Ziel“, erklärte Heinz Georg Grebe (FDP). „Man darf sich fast freuen, den Friedhof zu nutzen, weil es günstiger wird – aber das will man natürlich nicht. Die Entwicklung ist aber positiv“, erklärte Markus Killer (CDU). Sein Parteikollege Lorenz Benfer mahnte aber: „Wir sollten nicht vergessen, in die Infrastruktur der Friedhöfe zu investieren.“

Klarer Appell Einen klaren Appell richtete Heinz Georg Grebe (FDP) am Mittwoch im Erndtebrücker Haupt- und Finanzausschuss an die Fraktionen: „Wir sollten den sogenannten Corona-Haushalt geschlossen verabschieden und in schweren Zeiten zusammenstehen. Das ist eine außergewöhnliche Zeit.“ Der Ältestenrat solle besprechen, wie dies zu realisieren sei. Dem Vorschlag schlossen sich letztlich alle Parteien geschlossen an.
Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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