Weniger Tiere, aber ganz viele Preise

Geflügelzuchtverein Oberndorf prämierte am Wochenende die schönsten Exemplare in Benfe

paku Benfe. Überall kräht, gackert oder gurrt es, imposant große und zierlich kleine Tiere stolzieren oder liegen in Käfigen. Rund 280 dieser Wesen vieler unterschiedlicher Rassen befinden sich in einem Raum. Es geht darum, die Schönsten auszuwählen. Seit rund acht Jahrzehnten stellen die Mitglieder des Geflügelzuchtvereins Oberndorf jährlich ihre prächtigsten Züchtungen aus. Unterbrochen wurde diese Regelmäßigkeit selten, wie beispielsweise in 2005 durch die Vogelgrippe. Viele Beschränkungen wurden inzwischen aufgehoben, strengere Auflagen allerdings sind geblieben.

»Dies könnte auch ein Grund dafür sein, dass wir vor zwei Jahren etwa 200 Tiere mehr da hatten. Vielleicht hat es bei einigen Züchtern etwas an Attraktivität verloren«, sucht Mario Hippenstiel als Mitglied der Ausstellungsleitung nach einer Erklärung. 16 Senioren- und fünf jugendliche Aussteller brachten am Samstag ihr bestes Federvieh in die Benfer Schützenhalle. »Dieses Gebäude gibt uns die optimalen Bedingungen«, ist sich Mario Hippenstiel sicher: »Der Ausstellungsraum ist immer angenehm kühl, hat eine gute Temperatur für die Tiere, und im Nebenraum ist es für die Teilnehmer und Besucher mollig warm.« Worauf bei der Bewertung der Vögel geachtet wird ist klar definiert. Entscheidend für das Abschneiden ist die spezifische Körperform, sprich Schwanz- und Flügelhaltung sowie Farbe und Größe, wobei jede Rasse unterschiedliche Vorgaben hat. Die Beeinflussung einer der drei Faktoren nach der Geburt solch eines Zuchttieres ist kaum mehr möglich. Hier entscheidet die genetische Voraussetzung und die objektive Bewertung des Preisrichters über die Punktzahl. Meist spezialisieren sich Aussteller nur auf eine einzige Rasse, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

110 Mitglieder hat der Oberndorfer Geflügelzuchtverein, 15 davon sind Jugendliche. Rückgang sei eigentlich keiner zu verzeichnen, kann Mario Hippenstiel berichten: »Was ich persönlich faszinierend an diesem Hobby finde ist, mit anzusehen, wie diese Tiere sich entwickeln. Zu schauen, ob etwas daraus wird oder nicht. Man ist ja das ganze Jahr dabei.«

Mit dem Landesverbandsehrenpreis ausgezeichnet wurden Günter Bätzel (Zwerg Australorps, schwarz), Peter Hippenstiel (Zwerg Wyandotten, schwarz), Siegfried Müller (Zwerg New Hampshire, goldbraun) und Arndt Six (Thüringer Schnippe, schwarz). Bei den Jugendlichen wurden Alexander Wunderlich (Brahma, weiß-schwarz columbia und Fränkische Trommeltaube, weiß) sowie Lea Bätzel (Zwerg Dresdner, braun) mit diesem Preis geehrt.

Kreisverbandsehrenpreise gingen an Peter Hippenstiel (Zwerg Wyandotten, schwarz), Gerd Homrighausen (Zwerg Barnevelder, schwarz), Jürgen Hackler (Zwerg Rhodeländer, rot) sowie Manfred Knoche (Zwerg Italiener, schwarz-weiß gescheckt). Den Friedhelm-Bernshausen-Gedächtnispokal holte Manfred Knoche (Zwerg Italiener, schwarz-weiß gescheckt), den August-Hofius-Pokal bekam Kerstin Homrighausen (Zwerg Barnevelder, weiß), den Alfred-Feist-Gedenkpreis erhielt Ulrich Hippenstiel (Zwerg Dresdner, braun), den Heinrich-Heppner-Pokal gewann Wolfgang Wunderlich (Kingtaube, blau).

Sonderehrenpreispokale erhielten Günter Bätzel (Zwerg Australorps, schwarz), Peter Hippenstiel (Zwerg Wyandotten, schwarz), Heinz Glatz (Zwerg Welsumer, rost rebhuhnfarbig) und Mike Dickel (Thüringer Schildtaube, rot). Mit dem Titel Seniorenvereinsmeister durfte sich Günter Bätzel schmücken, Jugendvereinsmeister wurde Lea Bätzel. Den Leistungspreis für große Hühner ergatterte Martin Hackler, für Zwerghühner wurden gleichzeitig Günter Bätzel und Peter Hippenstiel ausgezeichnet. In der Kategorie Tauben setzte sich Mike Dickel durch. Bei den Jugendlichen siegte Lea Bätzel, zwei weitere Preise gingen an Arndt Six (Pokal Erhard Kuhli) und Heinz Glatz (Pokal der Kreissparkasse).

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