»Werkbank für Mittelstand«

Werkstatt Schameder öffnet Türen / Interessante Einblicke

sz Schameder. 7.30 Uhr im Industriegebiet Jägersgrund. Die Türen eines Busses öffnen sich und 40 behinderte Menschen gehen zielstrebig auf das weiß gestrichene Firmengebäude am Wendeplatz zu. Geschäftiges Treiben herrscht noch weit vor dem offiziellen Beginn um 8 Uhr in den einzelnen Gruppen der Wittgensteiner Werkstatt der Arbeiterwohlfahrt in Schameder. Ausnahmsweise wird dort auch am Samstag, 18. November, die Arbeitskluft angelegt. Von 10.30 bis 17 Uhr sind Interessierte eingeladen, den Beschäftigten über die Schulter schauen.

Dieter Feige, Mitglied des Werkstattrates der Beschäftigten, freut sich wie viele seiner Kollegen, den Menschen in Wittgenstein seinen Wirkungsbereich vorzustellen: »Ich komme gerne in die Werkstatt. Die Arbeit an der Telefon- und Empfangszentrale sowie in der Produktion machen mir sehr viel Spaß.« Überhaupt gibt es einiges zu zeigen. Schließlich ist die Werkstatt der größte Arbeitgeber für Menschen mit Behinderung. Zur Zeit sind 17 behinderte Menschen im Berufsbildungsbereich und 163 im Arbeitsbereich tätig. Ein Rundgang durch die unterschiedlichen Produktionsbereiche und Fördereinrichtungen der AWo-Einrichtung eröffnen dem Besucher eine beachtliche Vielfalt: von mechanischen Bearbeitungen über versandfertige Komplettierungen bis zur Produktion von Artikelgruppen.

Auch außerhalb der Einrichtung sind zwei Landschaftspflegegruppen erfolgreich tätig, wie die vollen Auftragsbücher belegen. Ein weiterer innovativer Bereich der Werkstattentwicklung sind Außenarbeitsplätze in Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen. Drei Arbeitsplätze wurden in beispielsweise ein Unternehmen für Brandschutztechnik in der Nachbarschaft der Werkstatt ausgelagert »Nur die Wenigsten wissen, dass wir auch angepasste Lösungen bieten«, sagt Einrichtungsleiter Jörg-Michael Bald zu diesem Erfolgsrezept, das jetzt schon ein Jahr gewinnbringend für beide Unternehmenspartner umgesetzt wird.

Neben diesen und weiteren interessanten Einblicken in Alltag und Entwicklung wird den Besuchern im Rahmen der Veranstaltung wieder ein abwechselungsreiches Rahmenprogramm geboten. Während Kinder sich am Bastelstand kreativ austoben dürfen, haben Erwachsene Gelegenheit, die zahlreichen handgefertigten Angebote des Eltern-Basars näher zu betrachten. Auch der Werkstattladen hat – zur Feier des Tages – geöffnet. Hier werden in den Werkstätten gefertigtes Holzspielzeug und pfiffige Geschenkartikel angeboten. Auch Adventsgestecke, Türkränze, Grabauflagen, Nistkästen und Vogelfutterhäuser, die in Schameder gefertigt werden, zeigen das kreative und handwerkliche Können der behinderten Mitarbeiter der AWo-Einrichtung.

Für besondere Aufregung sorgt schließlich das beliebte Werkstattspiel, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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