Windkraft nur am Köpfchen

Kritik aus Berleburg: Birkefehler Windräder »verunstalten« Ortsbild von Berghausen

howe Erndtebrück. Die Konzentrationszone für die Nutzung von Windenergie soll nun doch endgültig in der Gemarkung Birkefehl ausgewiesen werden. Das geht aus der Drucksache zur bevorstehenden Sitzung des Erndtebrücker Bau- und Planungsausschusses (morgen, 15. November, ab 17.30 Uhr im Rathaus) hervor. Damit schließt die Verwaltung den Standort »Oberste Henn« in Benfe aus. Am Köpfchen in Birkefehl erfolgt eine Begrenzung der Nabenhöhe von 100 Meter über Grund. Wie die Verwaltung in der Drucksache erläutert, habe die Bezirksregierung in Arnsberg mitgeteilt, dass gegenüber dem Standort »Köpfchen« in Birkefehl keine landesplanerischen Bedenken bestünden.

Mit gleichem Schreiben sei nochmals darauf hingewiesen worden, dass zur Fläche »Oberste Henn« im Ortsteil Benfe weiterhin Bedenken bestünden und eine Anpassug gemäß §32 LPLG nicht in Aussicht gestellt werden könne. Die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange liegen ebenfalls vor. Demnach hat außer der Stadt Bad Berleburg niemand so recht etwas gegen die Konzentrationszone in Birkefehl. Selbst der Nautschutzbund (NABU) begrüßt das Vorhaben und weist lediglich darauf hin, dass die Jagdflüge der Fledermäuse im Bereich der Windräder kontrolliert und der Biologischen Station gemeldet werden sollten. Widerstand kommt ausgerechnet aus dem Nachbarlager des interkommunalen Partners Bad Berleburg. In einem Schreiben teilt Bürgermeister Bernd Fuhrmann den Kollegen in Erndtebrück mit, zur Konzentrationszone in Birkefehl, unmittelbar an der Stadtgrenze zu Bad Berleburg, bestünden »erhebliche Bedenken«.

Die beabsichtigte Planung konterkariere die derzeit anstehenden eigenen Planungen der Stadt »in erheblichem Maße«. Für »gravierend« halte er den Eingriff in Bezug auf die geringe räumliche Entfernung zur Außenbereichsbebauung »In der Forstbach«. Fuhrmann im Klartext: »Durch Ihr Vorhaben kommt es zu einer Störung hinsichtlich der vorhandenen Bebauung, die über das normale Maß hinausgeht.«

Es sei mit Lärmimmissionen zu rechnen, überdies seien Schattenwurf und Diskoeffekt für die Forstbach nicht ausgeschlossen. Und: »Das Orts- und Landschaftsbild insbesondere der Berleburger Ortschaft Berghausen wird verunstaltet.« Raus mit der Sprache – was die eigentlichen Ablehungsgründe betreffen – kommt der Bürgermeister in dem Schreiben wenig später: »Zudem werden meine Absichten, in der vorhandenen Windkonzentrationszone Osterholz eine maximale Anlagenhöhe auf 100 Meter festzusetzen, durch Ihre Planungen obsolet.«

Kritik übt Bernd Fuhrmann überdies an der mangelhaften Kommunikation. Im Hinblick auf die bisherige interkommunale Zusammenarbeit wäre im Vorfeld der Erndtebrücker Planungen eine Abstimmung mit Bad Berleburg sinnvoll gewesen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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