Wirtschaftsweg bleibt unberührt

Erndtebrück: Anwohner-Antrag auf zusätzliche Zufahrt im Fachausschuss abgelehnt

Erndtebrück. Die Verlängerung des Altenschlager Weges, die bislang als Wirtschaftsweg ausgezeichnet ist, wird nicht in eine zusätzliche Zufahrt in das Neubaugebiet am Brüder-Busch-Weg umfunktioniert. Der Antrag mehrerer Anwohner, zumindest in den Wintermonaten eine neue Zufahrt zum Brüder-Busch-Weg zu schaffen, wurde am Montagabend in der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Touristik, Umwelt und Verkehr einstimmig abgelehnt.

Die Anwohner hatten ihren mit elf Unterschriften bestückten Antrag mit der schwierigen Situation in der kalten Jahreszeit begründet: »Die vergangenen Winter haben gezeigt, dass bei Schneefall der Anstieg in das Wohngebiet Brüder- Busch-Weg mit dem Pkw gar nicht oder nur sehr schwierig zu bewältigen ist. Um in solch einer Situation den Pkw in der Straße zum Dastloch abzustellen, fehlt durch den geräumten Schnee am Straßenrand der Platz. Außerdem kann dies auch nicht die Lösung des Problems sein.« Deshalb fordere man die zusätzliche Zufahrt vom Altenschlager Weg her, so wie es in der ursprünglichen Planung des Neubaugebietes vorgesehen gewesen sei. Hingegen sagten acht Familien deutlich Nein zu einer Durchgangsstraße zwischen Brüder-Busch-Weg und Altenschlager Weg. Durch die auffallend enge Bebauung habe der Anspruch Wohnqualität ohnehin schon sehr gelitten. Die Grundstücksgröße lasse leider nicht zu, dass die Kinder im eigenen Garten spielen könnten »und der einmal vorhandene Bolzplatz ist ihnen schon längst genommen worden«. Die Kinder nutzten nun den Wendehammer und eben den Wirtschaftsweg als Spieldomizil. Zudem habe die Gemeinde den Anrainern des Wirtschaftsweges vor Jahren versichert, dass es auch ein solcher Weg bleiben wird«.

Und weiter formulierten die Antragsgegner: »Vorausschauend gesehen, müsste diese Zuwegung für die Zwecke des Antragstellers weiter ausgebaut werden. Das kostet Geld. Das hat die Gemeinde nicht. Folglich würden die Anlieger, die konsequent dagegen sind, dann auch noch dafür zur Kasse gebeten, dass die Antragsteller die verkehrsberuhigte Zone, den Wanderweg, die Spielstraße für Kinder, den Alleeweg zur unruhigen Durchfahrtstraße machen können.« Diese Auffassung untermauerte Erndtebrücks Beigeordneter Thomas Müsse. Im Bebauungsplan sei nie vorgesehen gewesen, den Wirtschaftsweg zu einer Erschließungsstraße zu machen. Es sei einzig von einer Nutzung als Fußweg die Rede gewesen. Wenn man dem Antrag der Anwohner entspreche, müsste der Bebauungsplan geändert werden – dies gelte auch für eine eingeschränkte Nutzung in den Wintermonaten. Matthias Althaus (UWG) argumentierte, dass man bei einer Befürwortung des Antrages möglicherweise Präzedensfälle für das gesamte Gemeindegebiet schaffe. Antje Laues-Oltersdorf (SPD) erklärte, dass die ohnehin vorhandenen Bedenken der SPD noch einmal verstärkt worden seien: »Das zieht sonst einen Rattenschwanz hinter sich her.« Lorenz Benfer (CDU) gab zu bedenken, dass es in anderen Teilen Erndtebrücks im Winter auch große Schwierigkeiten gebe. Dies müsse einfach in Kauf genommen werden.

Dass der Antrag einstimmig abgelehnt wurde, war nach dem Gehörten nur noch eine Formsache.

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