Leader-Programm noch bis 2023
Wittgenstein bewirbt sich erneut

Mehrere Handlungsfelder sollen für die kommende Förderperiode des Leader-Programms neu definiert werden.
2Bilder
  • Mehrere Handlungsfelder sollen für die kommende Förderperiode des Leader-Programms neu definiert werden.
  • Foto: schn
  • hochgeladen von Praktikant Online

schn Erndtebrück. Die interkommunale Zusammenarbeit funktioniert nicht immer ganz reibungslos in Wittgenstein. Das Leader-Programm aber ist ein Paradebeispiel dafür, wie es auch gehen kann. Die aktuelle Förderperiode neigt sich dem Ende zu, am Montagabend wurde in der Erndtebrücker Edermühle eine erste Bilanz gezogen und gleich schon ein Blick auf die kommenden vier Jahre geworfen.
In der noch laufenden Förderperiode fließen knapp 3 Millionen Euro nach Wittgenstein, um Projekte anzuschieben, die ohne Fördermittel so nicht umgesetzt werden könnten. Das Geld wird von der Europäischen Union bereitgestellt und soll als Hebel dienen, um den ländlichen Raum aufzuwerten.

Projekte bringen viel für ehrenamtliches Engagement

Alle drei Wittgensteiner Bürgermeister waren sich einig, dass die vierjährige Projektphase schon jetzt ein großer Erfolg ist. Nicht nur das Geld habe etwas bewegt, die Projekte haben aus Sicht der Bürgermeister viel für das ehrenamtliche Engagement in der Region gebracht. Und die Projekte waren der Grundstein dafür, dass zusätzliche Mittel und Ideen generiert worden sind. Diesen Punkt unterstrich auch Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann deutlich, der auf die aktuelle Nachhaltigkeitsstrategie in der Odebornstadt verwies. Auch Erndtebrücks Gemeindeoberhaupt Henning Gronau verwies auf ein ganz aktuelle Projekt: Der neue Park in den Ederauen ist mit Leader-Mitteln und dem massiven Engagement eines Investors umgesetzt worden (SZ berichtete mehrfach).

Das neue Herz beginnt zu schlagen

Regionalmanagerin Stefanie August wiederum vermeldete rund 80.000 Euro freier Mittel, die noch für Projekte abgerufen werden können. Die Finanzierung läuft bis 2023, also ein Jahr über das Programmende hinaus. “Diese Übergangsphase haben wir und die werden wir auch nutzen, um alle Projekte umsetzen zu können”, verriet August.

Bewerbung für nächste Förderperiode

Und damit geht der Blick auch schon auf die kommenden Förderperiode. Die ist allerdings nicht selbstverständlich. Auch die Leader-Region Wittgenstein muss sich erneut bewerben, um wieder mehr als zwei Millionen Euro nach Wittgenstein zu holen. “Wir arbeiten aktuell an der Bewerbung für die nächste Förderperiode”, sagte Jens Steinhoff vom heimischen Regionalmanagement. Die soll natürlich wieder erfolgreich werden und deshalb ist man sportlich unterwegs. Die Schwerpunkte werden neu ausgerichtet und demnach muss sich dann auch Wittgenstein mit seinen Projekten neu orientieren. Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Klimawandel, das werden große Themen werden. Auch wenn schon jetzt viele Projekte in der Region in diese Richtung gehen, muss man die Ideen neu formulieren. Damit das auch wirklich klappt, hat man sich professionelle Hilfe ins Haus geholt.

Mehrere Handlungsfelder sollen für die kommende Förderperiode des Leader-Programms neu definiert werden.
  • Mehrere Handlungsfelder sollen für die kommende Förderperiode des Leader-Programms neu definiert werden.
  • Foto: schn
  • hochgeladen von Praktikant Online

Anwesende setzen Schwerpunkte

Die “ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH” aus Köln übernimmt die Voruntersuchungen und die Bewerbung für die kommende Leader-Runde. Alicia Storch stellte ihre bisherige Arbeit vor und machte gleich noch deutlich, dass es nicht ohne die Unterstützung der Wittgensteiner gehen wird. Am Montagabend gab es gleich die erste Arbeitsrunde. Die Anwesenden, die zahlreich erschienen waren, sollten bewerten, welche Themen aus ihrer Sicht besonders wichtig sind. Dazu hatte Storch mehrere Stellwände vorbereitet, auf denen die bisherigen Themen zu finden waren. Mit gelben Klebepunkten konnten Schwerpunkte gesetzt werden. „Wir werden die Ergebnisse mitnehmen und auswerten. Aber wir können schon jetzt einige deutliche Aussagen sehen”, so Storch nach der rund 30-minütigen Arbeitsphase.

„Es ist wichtig, dass wir den Leader-Prozess am Leben erhalten. Wir brauchen eine aussagekräftige Bewerbung für die nächste Phase. In Wittgenstein haben wir sehr viel erreicht, ich denke alle wollen, dass es so weitergeht”, sagte Holger Saßmannshausen als Vorsitzender des Trägervereins.

Mehrere Handlungsfelder sollen für die kommende Förderperiode des Leader-Programms neu definiert werden.
Klebepunkte kleben um Schwerpunkte zu setzen: Am Montag machten die Wittgensteiner den Auftakt für die nächste Leader-Runde. Für die muss eine Bewerbung geschrieben werden.
Autor:

Guido Schneider aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen