Kommunen testen die Sirenen
Wittgensteiner machen wieder beim Warntag mit

Im vergangenen Jahr testete die Erndtebrücker Feuerwehr auch die mobile Sirene. Im Gemeindegebiet Erndtebrück wurden alle stationären Sirenenanlagen in Erndtebrück, Birkefehl, Birkelbach, Schameder und Womelsdorf digital nachgerüstet. Archivfoto: Björn Weyand
  • Im vergangenen Jahr testete die Erndtebrücker Feuerwehr auch die mobile Sirene. Im Gemeindegebiet Erndtebrück wurden alle stationären Sirenenanlagen in Erndtebrück, Birkefehl, Birkelbach, Schameder und Womelsdorf digital nachgerüstet. Archivfoto: Björn Weyand
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sz Wittgenstein. Die kommunalen Warnkonzepte gebündelt testen, um Schwachstellen zu erkennen und gleichzeitig den Bürgern die Bedeutung von Warnsignalen noch einmal nahe zu bringen – das ist die Idee des Warntags NRW, der im vergangenen Jahr landesweit eine gelungene Premiere feierte – auch in den drei Wittgensteiner Kommunen. In Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück erfolgte eine detaillierte Überprüfung der Infrastruktur. Und was ist draus geworden?

Seit 2018 ist der erste Donnerstag im September als „Warntag“ landesweit etabliert. Bei der zweiten Auflage am kommenden Donnerstag, 5. September, sind auch die Feuerwehren von Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück wieder mit von der Partie. Gegen 10 Uhr werden in den Kommunen die vorhandenen Warnmittel getestet – als Probelauf für den Ernstfall. Das bedeutet, dass in Wittgenstein dann auch noch mal Sirenen zu hören sein werden. Ihr Einsatz ist eher selten geworden, denn seit über zehn Jahren werden die Feuerwehren im Kreisgebiet über digitale Meldeempfänger alarmiert. Dabei gibt es durchaus Einsatzlagen, bei denen es wichtig ist, dass auch die Bürger rasch informiert werden und wissen, wie sie sich am besten verhalten, beispielsweise Großbrände mit starker Rauchentwicklung, Unwetter oder Gasunfälle.

Basierend auf den Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr haben die Feuerwehren und Verwaltungen der einzelnen Kommunen deshalb wieder gemeinsam individuelle und auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmte Warnkonzepte für den Aktionstag ausgearbeitet.

In Bad Berleburg wird dieses Mal über mobile Sirenen zentral in der Kernstadt gewarnt, die geübte örtliche Lage wird hier ein Unfall sein – unter Beteiligung eines Lkw mit Gefahrgut. In Bad Laasphe werden die Sirenen, die bereits digital über die Kreisleitstelle angesteuert werden, in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen Banfe, Feudingen, Rückershausen, Rüppershausen, Puderbach und Niederlaasphe ertönen. Im Gemeindegebiet Erndtebrück wurden zwischenzeitlich alle vorhandenen stationären Sirenenanlagen im Ortskern von Erndtebrück sowie in den Ortsteilen Birkefehl, Birkelbach, Schameder und Womelsdorf digital nachgerüstet, so dass diese am landesweiten Warntag ebenfalls direkt von der Leitstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein ausgelöst werden.

Neben den ortsfesten Sirenenanlagen sollen auch hier wieder die beiden mobilen Sirenenanlagen getestet werden, dieses Mal in den Bereichen Bärenbach/Schürmannshof/Ludwigseck bzw. Elberndorftal/Zinse. Tatsächlich werden also nicht alle Wittgensteiner Bürger an diesem Tag eine Sirene hören. Dies ist aber kein Anlass zur Beunruhigung, denn bei einer realen Gefahrensituation würden die betroffenen Ortschaften, die nicht über eine stationäre Warnanlage verfügen, über mobile Sirenen gewarnt.

Ein auf- und abschwellender Heulton ist stets der warnende Hinweis auf eine Gefahrenlage. Hört man dieses Signal, sollte man einen Radiosender einschalten und auf Durchsagen achten. Ein Dauerton hingegen signalisiert Entwarnung. Die Kombination aus auf- und abschwellenden Heultönen und Dauertönen weist auf eine Übung hin. Und ein zweimal unterbrochener Dauerton zeigt einen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr an, dieses Signal hat jedoch nur Bedeutung für die Einsatzkräfte.

Neben den Sirenen werden auch die Warn-Apps „NINA“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und „Katwarn“ des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) an diesem Tag Warnmeldungen per Push-Benachrichtigung auslösen. Das Smartphone hat sich als Medium zur Verbreitung von Warnungen inzwischen etabliert. Doch auch die klassischen Medien, wie etwa der öffentlich-rechtliche Rundfunk, spielen beim Thema Warnung eine wichtige Rolle. Ebenso ist der Deutsche Wetterdienst (DWD) involviert.

Bei Gefahrensituationen arbeiten diese Institutionen mit den Feuerwehren und Kommunalverwaltungen Hand in Hand, um die Menschen rechtzeitig zu informieren. Der zweite „Warntag“ in Nordrhein-Westfalen soll auch dazu dienen, über das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Akteure und deren Aufgaben bzw. Funktionen aufzuklären. Er steht deshalb unter dem Motto „Zusammen warnen“.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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