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Ukraine-Hilfe
Zwischenquartier in Erndtebrück

Die ehemalige Hauptschule der Gemeinde Erndtebrück wird nun zeitnah ausgestattet, um Geflüchtete aus der Ukraine aufzunehmen.
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vc Erndtebrück. Die Vorbereitungen zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine laufen in der Edergemeinde auf Hochtouren. Stand Donnerstag sind 20 private Immobilienangebote seitens der Verwaltung bekannt. In Erndtebrück tüftelt der breit aufgestellte Stab für besondere Ereignisse aber bereits an einem Plan B – im Fokus ist das Gebäude der ehemaligen Hauptschule Erndtebrück. 
Die ehemalige Hauptschule wird ausgestattet
Wie die Siegener Zeitung erfuhr, tagte erstmals der Stab für besondere Ereignisse aufgrund der zu erwartenden Flüchtlinge aus der Ukraine. Auf Anfrage gab die Gemeinde bekannt, dass die Koordination der angebotenen, privaten Unterkünfte Thema war.

vc Erndtebrück. Die Vorbereitungen zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine laufen in der Edergemeinde auf Hochtouren. Stand Donnerstag sind 20 private Immobilienangebote seitens der Verwaltung bekannt. In Erndtebrück tüftelt der breit aufgestellte Stab für besondere Ereignisse aber bereits an einem Plan B – im Fokus ist das Gebäude der ehemaligen Hauptschule Erndtebrück. 

Die ehemalige Hauptschule wird ausgestattet

Wie die Siegener Zeitung erfuhr, tagte erstmals der Stab für besondere Ereignisse aufgrund der zu erwartenden Flüchtlinge aus der Ukraine. Auf Anfrage gab die Gemeinde bekannt, dass die Koordination der angebotenen, privaten Unterkünfte Thema war. Und: Es ist auch darüber geredet worden, wie eine weitere kommunale Einrichtung in Erndtebrück dazu beitragen kann, eine größere Anzahl von Personen vorübergehend aufzunehmen. Dieser Plan B soll dann greifen, wenn privater Wohnraum nicht ausreicht oder noch nicht verfügbar ist. „Da ist es uns wichtig, dass die Menschen sofort ein Dach über dem Kopf haben“, erläuterte Bürgermeister Henning Gronau die Hintergründe der Entscheidung. Die Pläne seien unabhängig von den geplanten Unterkünften des Kreises in Kredenbach und Bad Laasphe zu sehen. 

Pfarrerin Kerstin Grünert ist Mitglied im Stab für besondere Ereignisse. Sie und ihr Kollege Jaime Jung unterstützen die politische Gemeinde bei der Flüchtlingsarbeit.
  • Pfarrerin Kerstin Grünert ist Mitglied im Stab für besondere Ereignisse. Sie und ihr Kollege Jaime Jung unterstützen die politische Gemeinde bei der Flüchtlingsarbeit.
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Das Gebäude der ehemaligen Hauptschule ist aktuell noch nicht in einem Zustand, der die sofortige Aufnahme ermöglichen würde. „Bedarfe für die Ausstattung und die Vorbereitung des Gebäudes werden derzeit definiert“, heißt es seitens der Verwaltung.  Die daraus resultierenden Aufgaben sollen dann vom Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) abgearbeitet werden. Der SAE passt sich in seiner Zusammensetzung dem Ereignis an. 
In diesem Fall umfasst der Stab die verschiedenen fachlichen Schwerpunkte der Gemeinde Erndtebrück. Die Themenkomplexe Soziales und Asyl, Bauverwaltung und Bauhof sowie Finanzen und Liegenschaften sind durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses abgedeckt. Mit im Boot sind aber auch Feuerwehr und Kirche. „Es ist klasse, dass wir uns auf alle Akteure vor Ort verlassen können und alle unterstützen“, freut sich Bürgermeister Henning Gronau.

Es wird immer noch privater Wohnraum gesucht

Aufgabe der Feuerwehr ist es in diesem Fall, mit dem Fachwissen und tatkräftiger Hilfe den Aufbau der Unterbringungskapazitäten zu unterstützen. Die Aufgabe der Kirche, so untermauert Pfarrerin Kerstin Grünert, sei vielfältig. „Wir werden Kümmerer oder Paten für die Menschen organisieren. Hier soll Hilfe im Organisatorischen geleistet und auch mal ein Behördengang begleitet werden.“ Seelsorge und die Koordination der Traumaarbeit gehören auch zu den Aufgaben von Kerstin Grünert und ihres Kollegen Jaime Jung. „Wir wollen Ansprechpartner für Erndtebrücker und Ukrainer finden – beide müssen betreut werden“, betonte Kerstin Grünert. In Gottesdiensten und über andere Kirchen-Kanäle wolle man auch stets aktuell informieren.

Eine Bitte hatte die engagierte Pfarrerin noch: Wenn jemand Möbel, einen Herd, eine Waschmaschine, einen Kühlschrank oder Ausrüstung für Kleinkinder parat habe, sei es besser, sich bei der Kirche oder der Gemeinde zu melden. Bei Bedarf könne das Benötigte dann abgeholt werden. Kerstin Grünert: „Wir müssen das als Gemeinde und Dorf stemmen!“ 
Laut Angaben der Gemeindeverwaltung wird übrigens immer noch privater Wohnraum gesucht. Wer hier helfen kann, melde sich bitte an per Mail an info@erndtebrueck.de oder auch telefonisch unter Tel. (02753)605138.

Die ehemalige Hauptschule der Gemeinde Erndtebrück wird nun zeitnah ausgestattet, um Geflüchtete aus der Ukraine aufzunehmen.
Pfarrerin Kerstin Grünert ist Mitglied im Stab für besondere Ereignisse. Sie und ihr Kollege Jaime Jung unterstützen die politische Gemeinde bei der Flüchtlingsarbeit.
Autor:

Christian Völkel

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