TuS Erndtebrücks Trainer teilt aus
"Immer die gleichen Fehler" nerven Trevisi

Noch viel zu tun: Vor Trainer Stefan Trevisi (l.) und seinem Assistenten Lars Birlenbach (r.) liegt noch eine Menge Arbeit, wenn der gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter Holger Lerch 2. v. r.) zusammengestellte Kader den Oberliga-Klassenerhalt schaffen soll.
  • Noch viel zu tun: Vor Trainer Stefan Trevisi (l.) und seinem Assistenten Lars Birlenbach (r.) liegt noch eine Menge Arbeit, wenn der gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter Holger Lerch 2. v. r.) zusammengestellte Kader den Oberliga-Klassenerhalt schaffen soll.
  • Foto: Pascal Mlyniec
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

pm Erndtebrück. Die Vorbereitungsergebnisse verheißen nichts Gutes: 1:4 beim Lüner SV, 1:3 gegen den FV Breidenbach und beim FC Ederbergland und 0:1 beim TSV Weißtal – der Fußball-Oberligist TuS Erndtebrück verlor in den vergangenen Wochen gleich vier Partien gegen unterklassige Gegner und hinterließ dabei nur ganz selten den Eindruck, für die in zweieinhalb Wochen beginnende Saison 2021/22 gerüstet zu sein. „Definitiv noch nicht“, antwortet deshalb auch Trainer Stefan Trevisi auf die Frage, ob der Auftaktgegner Hammer SpVg schon kommen könne: „Wir sind noch nicht so weit, dass es losgehen könnte.“

Doch wo drückt der Schuh? Da wäre zum einen die Personalsituation, denn mit Kapitän Admir Terzic, Verteidiger Fuad Dodic, Angreifer Lars Schardt sowie Taira Tomita, Benedikt Brusch und den Neuzuggängen Robin Entrup und Jordi Ndombaxi standen und stehen einige wichtige Spieler bislang nicht zur Verfügung. „Ich hoffe, dass der ein oder andere jetzt schnell fit ist und bleibt. Das sind Leute, auf die wir in der Saison nicht verzichten können“, weiß Stefan Trevisi.

Viel Talent und viele Fehler

Daran schließt sich das nächste Problem der Wittgensteiner gleich an. Die zweite Reihe des TuS ist mit viel Talent ausgestattet, in weiten Teilen aber noch zu grün hinter den Ohren und deshalb fehleranfällig. Nach der jüngsten Niederlage bei Landesligist TSV Weißtal hatte Trevisi harsche Kritik geübt, die er im SZ-Gespräch noch einmal erneuert: „Die Jungs wollen alle Oberliga spielen, dafür müssen sie aber noch dazulernen. Es nervt, wenn immer wieder die gleichen Fehler gemacht werden. Wir spielen fünf Minuten hinten rum, verlieren dann die Geduld und leisten uns katastrophale Fehlpässe. Das kann man sich einfach nicht erlauben.“

"Außer Tim Schrage trifft keiner"

Die Fehleranfälligkeit führt zwangsläufig zu einer ganzen Flut an Gegentoren, während Erndtebrück abgesehen vom 5:0 über A-Ligist Sportfreunde Edertal gerade einmal sechs Tore in sechs Spielen gelangen. „Außer Tim Schrage trifft ja im Moment keiner“, beklagt Trevisi, der weiß, wo er im Training anzusetzen hat: „Wir brauchen tiefe Laufwege mit Tempo, müssen schneller spielen. Das wird das Wichtigste in der verbleibenden Zeit.“

Standards? "Die sind einfach schlecht"

Wenn allerdings aus dem Spiel heraus nichts geht, bekommen ruhende Bälle eine noch größere Bedeutung. Ein guter Freistoß oder eine scharf getretene Ecke können das Blatt in einem Sekundenbruchteil wenden – doch auch hier hat der TuS Nachholbedarf. „An den Standards müssen wir arbeiten, die sind einfach schlecht“, so Trevisis vernichtendes Urteil.

Glaube an den Klassenerhalt ist da

Angesichts all dieser Probleme, all dieser Kritik scheint es verwunderlich, dass der TuS-Trainer nach eigener Aussage dennoch „zufrieden“ mit der bisherigen Vorbereitung ist. Doch Trevisi bleibt von der grundsätzlichen Qualität seiner Mannschaft überzeugt. „Wir sind sehr froh über die Leute die wir haben und werden mit denen definitiv die Klasse halten“, so die klare Ansage des Übungsleiters, der zwar gerne noch die ein oder andere Verstärkung präsentiert hätte, sich mit den Gegebenheiten aber mittlerweile abgefunden hat. „Erndtebrück ist eben abgelegen und für 450 Euro plus Fahrtgeld kommt keiner hierher. Unter 1000 läuft nichts und dann muss man noch einen Arbeitsplatz oder eine Wohnung besorgen“, gewährt Trevisi Einblicke in Gespräche mit einigen Kandidaten, die sich letztlich gegen ein Engagement am Pulverwald entschieden.

Also muss es der bestehende Kader richten – und Trevisi versprüht weiter Optimismus: „Ich bin mir sicher, dass wir unsere Fehler und Schwächen noch abstellen werden. Fußball spielen können die Jungs alle, sie müssen es nur auf den Platz bekommen.“ Ein bisschen Zeit bleibt ja noch…

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen