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Ex-Trainer des TuS Erndtebrück
Markow über den „Bullen“-Nachwuchs an die Saale

Ivan Markow, auf diesem Bild noch in Diensten des TuS Erndtebrück, sammelte als Video-Analyst im Nachwuchsbereich von RB Leipzig Erfahrungen. Aktuell ist er Co-Trainer des Oberligisten VfL Halle 96.
  • Ivan Markow, auf diesem Bild noch in Diensten des TuS Erndtebrück, sammelte als Video-Analyst im Nachwuchsbereich von RB Leipzig Erfahrungen. Aktuell ist er Co-Trainer des Oberligisten VfL Halle 96.
  • Foto: Archivfoto: Hirnschal
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

ubau Halle. Zufälle gibt’s! Jahrelang waren Florian Schnorrenberg und Ivan Markow gemeinsam beim TuS Erndtebrück tätig. Jetzt, einige Jahre später, sind sie geographisch wieder ganz nah beisammen – und das weitab vom Pulverwald. Während Schnorrenberg den Fußball-Drittligisten Hallescher FC coacht, fungiert Markow seit Juli 2020 als Co-Trainer des Oberligisten VfL Halle 96. Die Stadien beider Klubs liegen gerade mal 6,9 Kilometer auseinander. Zu einem Treffen der beiden Coaches ist es bislang aber noch nicht gekommen, zu voll sind ihre Terminkalender – und das vermaledeite Coronavirus tat sein Übriges.
Vor seinem Engagement beim ältesten Sportverein der Stadt Halle war Markow ein halbes Jahr lang als Video-Analyst der U-16-Mannschaft von RB Leipzig tätig.

ubau Halle. Zufälle gibt’s! Jahrelang waren Florian Schnorrenberg und Ivan Markow gemeinsam beim TuS Erndtebrück tätig. Jetzt, einige Jahre später, sind sie geographisch wieder ganz nah beisammen – und das weitab vom Pulverwald. Während Schnorrenberg den Fußball-Drittligisten Hallescher FC coacht, fungiert Markow seit Juli 2020 als Co-Trainer des Oberligisten VfL Halle 96. Die Stadien beider Klubs liegen gerade mal 6,9 Kilometer auseinander. Zu einem Treffen der beiden Coaches ist es bislang aber noch nicht gekommen, zu voll sind ihre Terminkalender – und das vermaledeite Coronavirus tat sein Übriges.
Vor seinem Engagement beim ältesten Sportverein der Stadt Halle war Markow ein halbes Jahr lang als Video-Analyst der U-16-Mannschaft von RB Leipzig tätig. „Das war eine ganz tolle Erfahrung für mich, ein ganz neues Feld. Ein Bereich, den ich bis dato noch gar nicht kannte“, sagt Markow rückblickend.
Nachdem der heute 35-Jährige im April 2019 als Trainer des Oberligisten TuS Erndtebrück von seinen Aufgaben entbunden worden war, heuerte er im Nachwuchsbereich des Champions-League-Halbfinalisten von 2020 an. Der Kontakt kam über seinen Kumpel Robin Peter zustande, der die U 16 der „Roten Bullen“ trainiert. Zunächst hospitierte Markow im Nachwuchsleistungszentrum. Da dort zu diesem Zeitpunkt kein Trainerposten frei war, bot ihm RB einen Job als Video-Analyst der U 16 an.
Für ihn war es gleichsam eine Reise in die Vergangenheit. Denn in Leipzig wuchs der im russischen Tomsk geborene Markow auf. Bis zu seinem 19. Lebensjahr lebte er in der Messestadt, ehe er durch Fußball-Deutschland „tingelte“. Anfang 2020 kehrte er nach Leipzig zurück – zu RB, dem Königsklassen-Klub, der speziell im Nachwuchsbereich einen ausgezeichneten Ruf hat.

„Ich wollte wieder raus auf den Platz"

Seine Hauptaufgabe als Video-Analyst der U 16 war die Spielvorbereitung und die Individualanalyse. Will heißen: Markow arbeitete verschiedene Szenen vom Spiel der eigenen Mannschaft und dem des jeweiligen Gegners auf und präsentierte sie dann, um bestens präpariert zu sein. In der Individualanalyse ging es darum, einzelnen Akteuren spezifische Spielausschnitte zu zeigen, mithilfe derer sie sich verbessern können. So „reizvoll und spannend“ die Aufgabe aber auch war, so sehr sehnte Markow die Rückkehr auf den Platz herbei. „Ich wollte wieder raus auf den Platz und als Trainer mit den Jungs arbeiten.“ Daher trennten sich die Wege von Markow und Rasenballsport Leipzig im Sommer des vergangenen Jahres – „nach einem sehr guten Gespräch mit Sebastian Kegel, dem Leiter Sport Nachwuchs“, wie Markow betont.

Vertrag beim VfL Halle 96 läuft noch bis zum Saisonende

Kurz darauf stieg der Ex-Erndtebrücker beim Oberligisten VfL Halle 96 ein – und zwar als rechte Hand von Chefcoach René Behring. „Anfangs war ich noch ein bisschen skeptisch, on mir diese neue Aufgabe behagt. Aber mittlerweile kann ich sagen: Es macht mir total Spaß. Ich kann mich als Co-Trainer auf das Kerngeschäft, also die Arbeit mit den Spielern, konzentrieren. Mit den ganzen Nebengeräuschen muss ich mich nicht beschäftigen – und das ist auch gut so“, sagt Markow, dessen Vertrag beim VfL Halle 96 noch bis Ende Juni 2021 läuft.
Bis zur Corona-bedingten Unterbrechung der Saison in der NOFV-Oberliga Süd lief es für die Saalestädter sehr gut. Nach neun absolvierten Partien lag der Verein für Leibesübungen von 1896 auf Platz 2, punktgleich mit Spitzenreiter FC Eilenburg (beide 20 Zähler). Derzeit warten Markow und Co. auf eine Entscheidung des Nordostdeutschen Fußballverbandes, ob und wie die Saison fortgeführt bzw. gewertet wird.

Markow macht mittlerweile auch in Immobilien

Da das runde Leder derzeit nicht rollt, kann sich Markow voll und ganz auf seine neue, außersportliche Herausforderung konzentrieren. Denn Anfang des Jahres machte er sich mit einem Freund im Immobiliengeschäft selbstständig. „Das macht mir wahnsinnig viel Spaß. Durch die vielen Termine ist man aber auch sehr ausgelastet“, sagt Markow. „Mal schauen, wie ich das dann organisiert bekomme, wenn es im Fußball wieder weitergeht.“ Und dass es im Fußball weitergehen soll, steht für ihn fest. Sein großer Traum ist und bleibt ein Engagement als hauptberuflicher Chef- oder Co-Trainer bei einem höherklassigen Verein.

Gute Erinnerungen an die Zeit beim TuS Erndtebrück

An seine Zeit beim TuS Erndtebrück denkt er gerne zurück. „Ich war rund zehn Jahre in verschiedenen Funktionen für den Verein tätig. Ich habe den TuS Erndtebrück mit Haut und Haaren gelebt. Daher muss ich auch gestehen, dass mich die Entlassung seinerzeit sehr getroffen hat, weil ich immer mit größter Akribie gearbeitet habe – im Nachhinein vielleicht mit zu großer Akribie. Aber ich bin froh und dankbar, dass ich diese Erfahrungen sammeln durfte, weil sie mich als Mensch haben reifen lassen“, sagt Markow, der nach wie vor Kontakte zu alten Weggefährten aus seiner Erndtebrücker Zeit pflegt.
Eine Rückkehr in die Region steht aktuell nicht zur Debatte. Speziell im Fußball sollte man aber nie etwas ausschließen. Auch das nicht. Zufälle gibt’s schließlich immer wieder.

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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