Feuerwerk nur neben dem Platz
"Pulverwald" fest in Wattenscheider "Fan-Hand"

Der Gästeblock im Erndtebrücker Pulverwaldstadion in "Flammen". Die meisten der etwa 80 Wattenscheider Fans "fackelten" vor Spielbeginn ein gewaltiges Pyro-Feuerwerk ab
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  • Der Gästeblock im Erndtebrücker Pulverwaldstadion in "Flammen". Die meisten der etwa 80 Wattenscheider Fans "fackelten" vor Spielbeginn ein gewaltiges Pyro-Feuerwerk ab
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sta Erndtebrück. Überraschende Arbeitsverteilung: Die SG Wattenscheid brannte ein wahres Feuerwerk ab – naja, zumindest deren etwa 80 mitgereiste Fans vor Spielbeginn, die zwar letztlich mit dem Ergebnis in Erndtebrück (4:0) zufrieden sein konnten, aber nicht unbedingt ein atemberaubendes Spiel ihrer Mannen sahen. „Wir haben Probleme gegen tief stehende Gegner. Uns fällt derzeit im letzten Drittel dann wenig ein“, befand Erndtebrücks Keeper Jonas Brammen, der mit Sicherheit ähnlich überrascht war wie die knapp 300 Zuschauer, dass der Tabellendritte nicht den Weg nach vorne suchte, sondern dem TuS die komplette Spielgestaltung überließ. Die Wittgensteiner wurden für ihr Offensivbemühen hart bestraft. „Wir hatten gute Spielanteile. Daher ist das schon bitter, wenn du am Ende so hoch verlierst und ausgekontert wirst. Daran müssen wir arbeiten“, konstatierte Brammen, der in den letzten zwei Spielen acht Mal hinter sich greifen musste.

  • Seit 19 Jahren am Ball: In der Frauen-A-Kreisliga stand am Sonntag das Derby zwischen dem SV Oberes Banfetal und dem TuS Dotzlar an. Das war am Ende eine klare Sache, die Gäste gewannen mit 9:0. „Eingeplant hatte ich die Punkte schon, mit der Höhe aber nicht gerechnet. Und in der ersten Halbzeit sah es auch noch nicht so aus“, erklärte TuS-Coach Thorsten Gans. Celine Christin Wirth (4) schnürte einen Viererpack, Britta Schlapbach, Tanja Weller (jeweils 2) und Katharina Trapp trafen für Dotzlarer Mädels. Und das Besondere: Neben Weller und Trapp standen mit Torhüterin Ivonne Saßmannshausen und Andrea Rath gleich vier Spielerinnen im Kader, die der Mannschaft seit nun 19 Jahren die Treue halten. „Unser großes Plus ist die Gemeinschaft“, betont Gans, der mit Katja Herling, Nicole Stremmel und seiner Ehefrau Nadine Gans noch drei weitere Spielerinnen in seinen Reihen weiß, die genau so lange dabei sind und immer wieder aushelfen. Klar war den Verantwortlichen in Dotzlar aber auch, dass auf Dauer eine andere Lösung her muss, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. „Wir haben dieses Jahr Werbung in den Schulen gemacht. Und das hat gefruchtet“, freut sich Gans, der inzwischen meist 14, 15 Spielerinnen beim Training begrüßen kann. Trotzdem treten die Dotzlarer als 9er Team an, was einen einfachen Grund hat: „Wir haben acht Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren. Sie dürfen allerdings noch nicht bei den Frauen spielen.“ Aber auch hier soll Abhilfe geschaffen werden: Der TuS plant für den Sommer mit einer A-Juniorinnen-Mannschaft und hofft auch, dass die sieben Frauen des „älteren Semesters“ noch eine Saison dran hängen. „Sie sehen natürlich auch, dass sich was tut. Daher hoffe ich, dass sie die 20 Jahre voll machen und wir dann im übernächsten Jahr, durch die unsere Nachwuchsspielerinnen, weitermachen können“, erklärt Gans, der noch ein Kuriosum am Rande zu berichten weiß: Denn wer auf fussball.de nun die Namen der sieben Frauen in den Aufstellungen nachschlagen möchte, wird feststellen, dass auf den ersten Blick nicht alle zu sehen sind. „Einige haben im Laufe der Karriere geheiratet, aber wir haben die Pässe noch nicht geändert“, bringt der Übungsleiter Licht ins Dunkel. Das gilt im Übrigen auch für seine Gattin, die noch als Nadine Braun geführt wird.
Für Tanja Weller (links), Kim Hippenstiel (rechts) und die Frauen-Mannschaft des TuS Dotzlar endete der Auftritt in Hesselbach beim SV Oberes Banfetal höchst erfolgreich.
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  • Die Serie hält: Auch im 13. Anlauf hat es nicht sollen sein: Unsere Freunde der Reserve des SV Oberes Banfetal mussten sich in der „D3“ der Zweitvertretung des SV Schameder doch arg deutlich mit 1:10 geschlagen geben und sind damit weiterhin die einzige Senioren-Mannschaft im gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein, die noch keinen Punkt ergattern konnte.
  • Mit Sicherheit hätte den Jungs aus Hesselbach ein Angreifer mit dem nötigen Killerinstinkt wie Joey Dohle gut getan, der gleich dreimal für die Gäste einnetzte, normalerweise aber auch eher in der Erstvertretung des SVS zu Hause ist. Apropos Dreierpack: Chris Föllmer und David Benner gelang ein solcher für die Auer Reserve in der „C3“ beim 7:5-Erfolg in Allenbach und auch Thorben Kadereit bugsierte für Edertal 2. im Spiel bei der Feudinger Zweitvertetung das Runde gleich drei Mal ins Eckige. Das Wochenende für Benjamin Scholl war hingegen noch torreicher – für die dritte „Welle“ der Sportfreunde Edertal netzte er in der „D3“ innerhalb von drei Tagen fünf Mal ein. Dass das allerdings nur zu drei Punkten reichte, soll nicht unerwähnt bleiben: Denn während die drei „Hütten“ des inzwischen 40-jährigen, Bezirks- und A-Kreisliga erprobten Torjägers am Sonntag bei Feudingens Dritter Welle noch zu einem 7:3-Sieg führten, gab es trotz der zwei „Buden“ am Freitag bei der Reserve des TuS Diedenshausen eine 4:5-Niederlage. Ergebnisse wie beim Eishockey … 
  • Wieder ein Last-Minute-Tor: Vergangene Woche gegen Benfe war es Danny Klein, der in der Nachspielzeit der Reserve der Sportfreunde Birkelbach beim 3:3 noch einen Punkt rettete. Und auch am Sonntag in Eschenbach schlugen die Sportfreunde wieder kurz vor Ende zu, dieses Mal in Person von Jonas Wied, der das eminent wichtige 4:3 erzielte. Der Lohn: Fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, sofern denn nur zwei Teams absteigen. „Nach so einem Sieg schmeckt das Bier besonders“, frohlockte Sonntagabend Max Afflerbach. Der Kapitän sprach von einem riesigen Schritt in einem ganz wichtigen Spiel und nicht unkritisch resümierte: „Wir hätten es aber früher regeln müssen, hätten statt 3:1 auch 5:1 führen können. In der letzten Viertelstunde wurden wir dann aber eingeschnürt. Umso glücklicher sind wir, dass es in der Nachspielzeit noch geklappt hat.“ 
Der Gästeblock im Erndtebrücker Pulverwaldstadion in "Flammen". Die meisten der etwa 80 Wattenscheider Fans "fackelten" vor Spielbeginn ein gewaltiges Pyro-Feuerwerk ab
Für Tanja Weller (links), Kim Hippenstiel (rechts) und die Frauen-Mannschaft des TuS Dotzlar endete der Auftritt in Hesselbach beim SV Oberes Banfetal höchst erfolgreich.
Autor:

Stefan Stark aus Wilnsdorf

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