Fußball-Bezirksliga 4
SF Birkelbach: Sehnsucht nach dem Niemandsland

Sollen den Birkelbacher Kader aufwerten (v.l.): Nico Müller, Jonas Wetter und Danny Klein.
  • Sollen den Birkelbacher Kader aufwerten (v.l.): Nico Müller, Jonas Wetter und Danny Klein.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sta Birkelbach. Wer sich hier einmal eingefunden hat, für den geht es um nichts mehr. Weder nach oben noch nach unten. Das tabellarische Niemandsland steht fast immer für Langeweile, wird abschätzig betrachtet: Da will man eigentlich nicht hin. Aber genau dieses Ziel verfolgen die Sportfr. Birkelbach in der kommenden Saison. Die Sportfreunde wären mit dem Erreichen eines unspektakulären Mittelfeldranges in der Fußball-Bezirksliga mehr als glücklich und zufrieden.

„Wir wollen uns wieder etablieren“, lautet das Credo. Ausgerufen vom Sportlichen Leiter Christof Hoffmann, zustimmend abgenickt von Trainer Carsten Roth. 10, 11, 15 und somit Letzter, zuletzt 11: So lauten die Platzierungen der Wittgensteiner in den vergangenen vier Spielzeiten – die „fetten“ Jahre, als man um die Meisterschaft mitspielte (zwei 3. Plätze 2015 und 2017) sind gefühlt eine Ewigkeit her.

Glück im Unglück

Stattdessen musste zuletzt immer der Blick nach unten gerichtet werden. Die Pandemie erwies sich dabei für die Birkelbacher paradoxerweise gleichzeitig als Fluch und Segen, denn ohne den Abbruch im letzten Sommer wären die Sportfreunde wohl ziemlich sang- und klanglos in die Kreisliga A abgestiegen. Stattdessen gab es keine Absteiger, und die Formkurve der Gelb-Blauen zeigte in der letzten Saison nach einem eher mauen Saisonstart bis zum abermaligen Abbruch nach oben. Der abermalige Abbruch kam zur Unzeit. „Das ist absolut richtig“, bestätigt Carsten Roth, „zum Ende hin hatten wir richtig Rückenwind. Wir waren ganz gut drauf“, erinnert sich der A-Lizenzinhaber zum Trainingsauftakt am Mittwoch, zu dem er 17 Akteure begrüßen durfte.

„Am Anfang hat uns die defensive Kompaktheit gefehlt. Die hat in den Partien danach zugenommen. Da sollten wir in jedem Fall wieder ansetzen“, wirft Christof Hoffmann ein auf die Frage, was die Birkelbacher aus der abgelaufenen Spielzeit für die neue mitnehmen können. Man merkt: Sowohl der Sportliche Leiter als auch der Coach gehen mit einem guten Gefühl und einer Portion Optimismus in die neue Runde.

Dazu trägt sicherlich auch bei, dass Roth nicht gänzlich neu ansetzen muss, denn lediglich Dominik Damian Szczurek (zu den Spfr. Edertal) und Albert Schneider (SG Betzdorf), der allerdings aufgrund eines Kreuzbandrisses eh zuletzt nicht mitwirkte, sind weg.

Drei Neuzugänge

Demgegenüber stehen drei Neuzugänge: Jonas Wetter (25) kehrt nach seinem dreijährigen Gastspiel in Feudingen wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück, laboriert allerdings noch an einer Fußverletzung. Er drehte beim Aufgalopp nur seine Runden um das kickende Personal, hat allerdings auch noch bis Ende August Zeit, sich fitzumachen.

Gänzlich neu sind hingegen Danny Klein (27) vom SV Brachthausen-Wirme, der vor seiner Zeit im Sauerland beim FC Hilchenbach auch Bezirksliga-Luft geschnuppert hat und Nico Müller. Der 22-Jährige, wie Wetter und Klein im offensiven Bereich beheimatet, wechselt vom FV Breidenbach über die Grenze nach Wittgenstein und kommt mit der Empfehlung von drei Toren aus acht Kurzeinsätzen vom Verbandsliga-Tabellenführer. „Das sind Neuzugänge, die teils über höherklassige Erfahrung verfügen, was uns mit Sicherheit guttun wird. Ich habe ein sehr gutes Gefühl“, erklärt Roth. Hoffmann merkt auch noch an: „Wir haben vier Jungs aus der A-Jugend, die wir zum Senior erklären werden. Sie können sich beweisen, wir wollen sie frühzeitig einbauen, auch mal in Testspiele reinpacken.“ Namentlich sind das: Fabian Hansmann, Till Büdenbender, Moritz Kuhli und Torwart Max Langenbach.

Sie sollen in jedem Fall parat stehen, wenn es im mit 19 Spielern (inklusive zweier Keeper) doch recht dünnen Kader einmal eng wird. Und bestenfalls jederzeit Druck auf die Etablierten ausüben. Auch dann, wenn das eigens gesteckte Ziel des Mittelfeldplatzes tatsächlich frühzeitig erreicht werden sollte, was angesichts des vorhandenen Personals durchaus machbar erscheint. Denn eines soll es nicht werden: langweilig im Niemandsland.

Autor:

Stefan Stark aus Wilnsdorf

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