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Fußball-Oberliga Westfalen
TuS Erndtebrück: Brammen, Schardt und Glück

Angreifer Lars Schardt (Bildmitte) erzielte das goldene Tor. In dieser Szene vernascht der Angreifer die ehemaligen Siegener Til Baumann (l.) und Julian Jakobs (r.).
  • Angreifer Lars Schardt (Bildmitte) erzielte das goldene Tor. In dieser Szene vernascht der Angreifer die ehemaligen Siegener Til Baumann (l.) und Julian Jakobs (r.).
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sta Erndtebrück. „Das war hinten nix, in der Mitte nix und vorne nix. Ein insgesamt katastrophales Spiel von uns. Von alledem, was wir uns vorgenommen haben, hat man nichts gesehen.“ Jemand, der nach Spielschluss den Worten von Trainer Stefan Trevisi bei der Pressekonferenz lauschte und die zuvor 94 Minuten nicht gesehen hatte, wäre wohl kaum

sta Erndtebrück. „Das war hinten nix, in der Mitte nix und vorne nix. Ein insgesamt katastrophales Spiel von uns. Von alledem, was wir uns vorgenommen haben, hat man nichts gesehen.“ Jemand, der nach Spielschluss den Worten von Trainer Stefan Trevisi bei der Pressekonferenz lauschte und die zuvor 94 Minuten nicht gesehen hatte, wäre wohl kaum auf die Idee gekommen, dass der Oberligist TuS Erndtebrück so eben einen 1:0-Erfolg über den RSV Meinerzhagen bejubelt hatte.

Es war der dritte Heimsieg in Folge – und es war fraglos die schlechteste Leistung der Erndtebrücker in den vergangenen Wochen auf heimischem Geläuf. „Es ist ein sehr glücklicher Sieg für uns. Meinerzhagen hatte viele Chancen, aus denen sie sehr wenig gemacht haben“, resümierte auch Lars Schardt. Der Angreifer des TuS war der Mann des Tages: Zwei Minuten nach Wiederbeginn bediente Abbas Attiee den Sturmführer, der sich aus recht spitzem Winkel die Chance nicht entgehen ließ und zum 1:0 einstielte. Dass es der einzige Treffer an diesem Nachmittag vor 222 Zuschauern im Pulverwald-Stadion blieb, hatte drei Gründe.

Einerseits die von Schardt angesprochene Harmlosigkeit der Meinerzhagener, denen im gegnerischen Strafraum eine Portion Zielstrebigkeit, aber auch die nötige Qualität fehlte. Andererseits war TuS-Keeper Jonas Brammen ein enorm starker Rückhalt und wehrte alles ab, was auf seinen Kasten kam. Und Glück hatte die Trevisi-Elf dann in der letzten Minute der Nachspielzeit auch noch, als Murat-Kaan Yazar die Kugel eindeutig an den Arm sprang, der Elfmeterpfiff aber ausblieb.

„Das war ein klarer Elfmeter“, gab Stefan Trevisi zu. Sein Kollege Mutlu Demir war natürlich alles andere als erfreut über die äußerst zweifelhafte Entscheidung von Schiedsrichter Jörn Schäfer, der ansonsten aber sehr gut leitete. „Ich habe eine sehr starke Leistung von meiner Mannschaft gesehen. Daher bin ich auch sehr enttäuscht“, resümierte Demir, dessen Truppe tatsächlich über weite Strecken der unterdurchschnittlichen Partie alles im Griff hatte.

Insbesondere im ersten Durchgang spielte sich das Geschehen fast ausschließlich zwischen den Strafräumen ab, lediglich eine Torchance war zu verbuchen: Der Ex-Siegener Julian Jakobs scheiterte aus spitzem Winkel an Jonas Brammen (42.). Den besseren Start in den zweiten Durchgang hatten dann die Wittgensteiner durch die „Schardt-Bude“, aber zu mehr Sicherheit führte das 1:0 nicht, ganz im Gegenteil. „Wir haben nach dem Tor nachgelassen, den Gegner ins Spiel geholt. Jonas hat überragend gehalten“, wusste auch Fuad Dodic, bei wem er und seine Mannschaftskameraden sich zu bedanken hatten.

Zwar besaßen Schardt (54.) und Chihiro Inada (83./Latte) noch zwei Hochkaräter für den TuS, doch den zweiten Abschnitt bestimmten die Gäste, die aber entweder zu ungenau zielten oder in Brammen ihren Meister fanden. „Es sind unglaublich wichtige drei Punkte für uns. Meinerzhagen ist ein Konkurrent von uns, den du gerade zu Hause besiegen musst“, freute sich Schardt – trotz der wenig erbaulichen Leistung des TuS – über den vierten Saisonsieg. Und Stefan Trevisi schickte in Richtung der unterlegenen Meinerzhagener noch eine Aufmunterung, als er bei der Pressekonferenz zu Trainerkollege Demir sagte: „Ich weiß nicht, warum ihr da unten steht. Das kannst du besser beurteilen. Aber wenn ihr so weiterspielt, dann wird es nicht mehr lange dauern und ihr seid wieder dran.“

Dran ist seine Elf aber auch, und zwar am so wichtigen Rang 10. Und das ohne den eigentlich als unverzichtbar geltenden Kapitän Admir Terzic, der passen musste. Bei Schlusslicht Westfalia Herne kann am kommenden Sonntag ein weiterer Schritt in Richtung Aufstiegsrunde gemacht werden. „Aber nicht so wie heute“, mahnte Trevisi abschließend.

Autor:

Stefan Stark aus Wilnsdorf

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