Erster Neuzugang ist fix
TuS Erndtebrück: Sehnsucht nach ruhigem Fahrwasser

TuS Erndtebrücks Trainer Stefan Trevisi (im Hintergrund links) freut sich über den ersten Neuzugang für die Saison 2021/22. Keleb Osinachi Nwubani (Bildmitte) wechselte aus der U 19 des FC Brentford ins Pulverwaldstadion.
  • TuS Erndtebrücks Trainer Stefan Trevisi (im Hintergrund links) freut sich über den ersten Neuzugang für die Saison 2021/22. Keleb Osinachi Nwubani (Bildmitte) wechselte aus der U 19 des FC Brentford ins Pulverwaldstadion.
  • Foto: sta
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sta Erndtebrück. Seit dieser Woche befindet sich auch der TuS Erndtebrück in der Vorbereitung auf die neue Saison. Die Wittgensteiner gehen in ihr viertes Jahr in der Fußball-Oberliga Westfalen, wünschen sich aber nach drei Spielzeiten im Tabellenkeller endlich wieder ruhigeres Fahrwasser, was allerdings schon allein angesichts des neuen Spielmodus eine sehr schwere Aufgabe werden dürfte.

Schließlich spielen die 21 Teams der Oberliga Westfalen eine einfache Hinserie, danach wird die Staffel aufgeteilt: Die ersten zehn Mannschaften der Tabelle qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde, die restlichen Teams müssen in die Abstiegsrunde. „Total“, antwortet Stefan Trevisi auf die Frage, ob es ein Erfolg für seine Mannschaft wäre, die Abstiegsrunde zu verhindern. Der Trainer weiß aber auch: „Das ist schon schwer zu erreichen.“

Von der Insel in den Pulverwald

Denn personell haben sich die Erndtebrücker auf den ersten Blick nicht zwingend verbessert. Daran ändert auch die erste Neuverpflichtung nichts: Mit Keleb Osinachi Nwubani wurde ein Innenverteidiger aus der U 19 des FC Brentford (England) verpflichtet, der auch schon zweimal für die U 17 Nigerias auflaufen durfte. „Er will sich bei uns für höhere Aufgaben präsentieren“, sagt Trevisi über den 18-Jährigen, der in der Edergemeinde bereits eine Wohnung bezogen hat. Dem gegenüber stehen mit Alex Taach (FSV Gerlingen), Ahmad Ibrahim (FC Ederbergland) sowie Din Alajbegovic, Ardian Kameraj und Erlon Salauka (alle Ziel unbekannt) fünf Abgänge, die schon länger bekannt waren.

Auch Mats Birkelbach und Maximilian Schneider stehen nicht zur Verfügung

Und, damit hatte man bei der Personalplanung überhaupt nicht gerechnet: Auch die beiden Abwehrspieler Mats Birkelbach und Maximilian Schneider stehen dem TuS Erndtebrück nicht zur Verfügung. „Das trifft uns hart, es hat bei beiden berufliche Gründe. Mats hat sich vom TuS abgemeldet, während wir bei Maxi hoffen, dass er vielleicht demnächst dann doch wieder trainieren kann“, erläutert Holger Lerch. Der Sportliche Leiter hatte eine Kaderverschlankung im Gegensatz zur Vorsaison zwar anvisiert, doch mehr als 19 Spieler sollen es dann bitte schon sein. „Zwei, drei Akteure werden wir noch verpflichten“, sagt Lerch, während Trevisi seinen Wunschzettel nachschiebt: „Ein qualitativ guter Sechser oder Achter sowie ein Flügelstürmer wären toll.“

Trevisi: "Sind nicht mehr der FC Bayern, sondern eher der FC Augsburg"

Gerade der kurzfristige Verlust von Maximilian Schneider tue richtig weh, findet A-Lizenzinhaber Trevisi, „weil er ein Eigengewächs ist und genau das unser Weg sein soll. Wir haben auch keine andere Möglichkeit. Vor vier, fünf Jahren waren wir vielleicht noch der FC Bayern der Oberliga, jetzt sind wir eher der FC Augsburg“, erwähnt Trevisi am Rande die inzwischen nicht mehr so rosige finanzielle Situation, die es schwer macht, Spieler nach Erndtebrück zu locken: „Da sind die Sportfreunde Siegen und der 1. FC Kaan-Marienborn besser aufgestellt. Diese beiden Vereine haben alleine schon durch die Autobahnanbindung Vorteile.“

Und so werden sich in den nächsten Wochen einige Testspieler die Klinke im Pulverwaldstadion in die Hand geben. Die Verpflichtung von Nwubani könnte ein Fingerzeig gewesen sein, welche „Sorte“ Fußballer den Weg zum TuS Erndtebrück finden könnten: nämlich eher weniger Spieler, die eine langfristige Zukunft bei den Wittgensteinern suchen, sondern den TuS vielmehr als Sprungbrett sehen, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Wenn dann am Ende dabei der Klassenerhalt herausspringt, kann man von einer Win-Win-Situation sprechen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, das ist bereits nach wenigen Tagen der Vorbereitung klar.

Autor:

Stefan Stark aus Wilnsdorf

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