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Fußball-Oberliga, Rück- und Ausblick
TuS Erndtebrück: Starkes Halbjahr! Weiter so?

Häufig Grund zum Jubeln hatten die Kicker des TuS Erndtebrück im zweiten Halbjahr 2021. Die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Holger Lerch und Trainer Stefan Trevisi (im Vordergrund) sehen aber noch einen weiten Weg, bis das Ziel „Aufstiegsrunde“ auch tatsächlich erreicht ist.
  • Häufig Grund zum Jubeln hatten die Kicker des TuS Erndtebrück im zweiten Halbjahr 2021. Die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Holger Lerch und Trainer Stefan Trevisi (im Vordergrund) sehen aber noch einen weiten Weg, bis das Ziel „Aufstiegsrunde“ auch tatsächlich erreicht ist.
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sta Erndtebrück. Einfach so weitermachen – das hört sich leichter an, als es oftmals ist. Kein Wunder also, dass Holger Lerch mahnend den Zeigefinger hebt: „Wir dürfen uns nicht ausruhen. Wir haben noch nichts erreicht.“ Der Sportliche Leiter des TuS Erndtebrück will dabei keineswegs auf die Euphorie-Bremse treten, wohl aber die Sinne schärfen. Denn hinter den Pulverwald-Kickern liegt ein halbes Jahr in der Oberliga Westfalen, das ihnen wohl selbst die kühnsten Optimisten nicht zugetraut hätten – und das sich auch die Wittgensteiner selbst wohl kaum hätten träumen lassen.

Die Elf von Trainer Stefan Trevisi ist als Tabellensiebter mit 25 Punkten in die Winterpause gegangen und hat schon elf Zähler Vorsprung auf den ersten der (Stand heute) fünf Abstiegsplätze.

sta Erndtebrück. Einfach so weitermachen – das hört sich leichter an, als es oftmals ist. Kein Wunder also, dass Holger Lerch mahnend den Zeigefinger hebt: „Wir dürfen uns nicht ausruhen. Wir haben noch nichts erreicht.“ Der Sportliche Leiter des TuS Erndtebrück will dabei keineswegs auf die Euphorie-Bremse treten, wohl aber die Sinne schärfen. Denn hinter den Pulverwald-Kickern liegt ein halbes Jahr in der Oberliga Westfalen, das ihnen wohl selbst die kühnsten Optimisten nicht zugetraut hätten – und das sich auch die Wittgensteiner selbst wohl kaum hätten träumen lassen.

Die Elf von Trainer Stefan Trevisi ist als Tabellensiebter mit 25 Punkten in die Winterpause gegangen und hat schon elf Zähler Vorsprung auf den ersten der (Stand heute) fünf Abstiegsplätze. Und was noch viel besser klingt: Auf Rang 11 und die TSG Sprockhövel sind es auch schon fünf Punkte Vorsprung. Das wiederum ist so bedeutend, da die Liga bekanntlich nach der Hinrunde geteilt wird. Die ersten Zehn spielen um den Aufstieg, die anderen Elf um den Klassenerhalt.

„Das ist eine Monsterrunde. Jedes Spiel ist wie ein Endspiel“, betont Lerch heute wie auch im Sommer, als der TuS als maximales Ziel eben diese Aufstiegsrunde ausgerufen hatte, jedoch kaum davon ausgehen konnte, dass zum Jahreswechsel eine derart starke Platzierung zu Buche steht. „Die Mannschaft, das Trainerteam und alle drumherum leisten hervorragende Arbeit“, betont Lerch, der immer wieder von einer „Entwicklung“ spricht, die zu sehen ist. Und wenn man sich die eher unbefriedigende Vorbereitung und den mit dem 0:4 in Hamm völlig missratenen Saisonstart anschaut, dann ist es fraglos bemerkenswert, was der TuS in den folgenden Wochen und Monaten bis zur Winterpause abgerissen hat.

Sieben Siege, darunter der prestigeträchtige Heimerfolg über den als Spitzenreiter angereisten 1. FC Kaan-Marienborn (2:1) Anfang Dezember, vier Remis (unter anderem das 3:3 am 2. Spieltag gegen die Sportfreunde Siegen, die man zur Winterpause hinter sich lässt) und nur vier Niederlagen sprechen eine deutliche Sprache: Dieser TuS Erndtebrück hat das Zeug, sich schon am 27. März – dann steigt der letzte Spieltag der Hinrunde – den Klassenerhalt zu sichern, in dem er sich für die Aufstiegsrunde qualifiziert.
Fünf Begegnungen sind bis dahin noch zu absolvieren, womöglich reichen schon zwei „Dreier“ in den verbleibenden Partien gegen Ennepetal (14. Platz), in Schermbeck (8.), gegen Wattenscheid (3.), in Rheine (10.) und gegen Sprockhövel (11.) aus, um danach eine ganz entspannte und zugleich äußerst attraktive Rückserie im Konzert der „Großen“ zu spielen.

Und auch wenn der Kader mit zwei Abgängen (Linus Stahl und Jordi Ndombaxi/beide zählten nicht zum Stammpersonal) und nur einem Neuzugang auf den ersten Blick bislang ein wenig an Substanz verloren hat, blickt Lerch optimistisch nach vorne: „Mit Okay Yildirim haben wir einen Oberliga-erfahrenen Akteur hinzugeholt. Wir haben uns verstärkt.“ Und wenn es nach dem Inhaber einer Versicherungsagentur geht, dann könnte auch noch ein weiterer „Neuer“ hinzustoßen, denn auf der offensiven Außenbahn fahnden die Erndtebrücker Verantwortlichen noch nach einer Verstärkung.

Existenziell bedeutend erscheint es indes nicht, ob Lerch hier noch einen Erfolg verbuchen kann – schließlich haben Trevisi & Co. eine echte Einheit geformt, die sich auch außerhalb des Platzes sehr gut versteht. „Das ist auch kein Gequatsche, sondern die Mannschaft lebt das. Da gehört auch einmal ein Bier dazu, natürlich in Maßen“, so Lerch. Eine Mannschaft, die sich im Laufe der Hinrunde physisch auf ein hohes Level gebracht hat und jeden Gegner zusammen bekämpft. Eine Truppe, die einen erfrischenden Offensivfußball bietet und einen ausbalancierten Mix aus erfahrenen und talentierten Fußballern in sich vereint.

Es scheint, als könnten nur noch Verletzungen oder Sperren das große Ziel gefährden. Aber selbst die personellen Probleme in Folge der Corona-Beschränkungen zum Ende des Jahres hin, als einige Akteure aufgrund ihres Impfstatus kurzzeitig nicht zur Verfügung standen, konnten den TuS Erndtebrück nicht stoppen. Einem „weiter so“ steht also kaum etwas im Wege!

Autor:

Stefan Stark aus Wilnsdorf

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