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Fußball-Oberliga Westfalen
TuS Erndtebrück überrollt Holzwickede

Abbas Attiee (r.) brachte den TuS Erndtebrück mit seinem Doppelpack in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße.
  • Abbas Attiee (r.) brachte den TuS Erndtebrück mit seinem Doppelpack in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sta Holzwickede. Pustekuchen! Wer gedacht hatte, dass der TuS Erndtebrück nach der 1:4-Niederlage daheim gegen Rhynern nun in eine Abwärtsspirale gerät, der dürfte sich am Sonntagnachmittag verwundert die Augen gerieben haben!  Natürlich hatte der Holzwickeder SC bis dahin im he

sta Holzwickede. Pustekuchen! Wer gedacht hatte, dass der TuS Erndtebrück nach der 1:4-Niederlage daheim gegen Rhynern nun in eine Abwärtsspirale gerät, der dürfte sich am Sonntagnachmittag verwundert die Augen gerieben haben!  Natürlich hatte der Holzwickeder SC bis dahin im heimischen Stadion noch überhaupt keinen Punkt geholt (dafür aber auswärts zugeschlagen) – aber das 6:0 (3:0)-Schützenfest der Pulverwald-Elf ist ein riesiges Ausrufezeichen an die Konkurrenz! Denn: Die Erndtebrücker sind tabellarisch derzeit nicht nur die Nummer 2 im Kreis Siegen-Wittgenstein, sondern haben sich auch einen Drei-Punkte-Vorsprung auf den 11. Rang erspielt. Und das ist der Platz, ab dem eben nicht die Aufstiegs- sondern die Abstiegsrunde gespielt wird!

„Wir sind mental gut drauf. Wir machen weiter, egal wie das letzte Spiel war“, jubilierte Kapitän Admir Terzic, der zudem erklärte: „Das waren schöne Angriffe und man hat gesehen, dass wir nicht nur kämpfen können, sondern auch fußballerisch richtig gut sind.“

Das wurde in den ersten 20 Minuten allerdings noch nicht offensichtlich, denn zunächst trafen sich beide Teams zu einem „Mittelfeldgeplänkel“ (Terzic). Abbas Attiee lockerte dann nach 29 Minuten mit dem 1:0 die Fesseln deutlich. Und nur sieben Minuten später ließ der Offensivspieler der Wittgensteiner auch den zweiten Treffer folgen. Der allerdings dürfte Holzwickede wie eine Doppelbestrafung vorgekommen sein, denn neben dem Treffer vom Elfmeterpunkt sah Jonathan Kyeremateng auch noch die Rote Karte. Und das zu Recht: „Er hat Fuad Dodic vor der Ausführung am Hals gepackt und gewürgt“, berichtete Co-Trainer Lars Birlenbach, der, gemeinsam mit der Bank, fast mit dem Halbzeitpfiff abermals jubeln durfte: Paolo Okoye versenkte einen Konter zum 3:0. Das war natürlich, insbesondere in Überzahl, bereits die Vorentscheidung.

Und nach dem Seitenwechsel kamen die „Blauen“ dann so richtig ins Rollen. „Vielleicht war es ein Fehler von Holzwickede, uns in Unterzahl anzulaufen“, warf Birlenbach in den Raum. Denn es ergaben sich für die Erndtebrücker nun riesige Räume und Torchancen en masse. „Das kann am Ende sogar 8:0 oder 9:0 ausgehen“, meinte Spielführer Terzic und ergänzte: „Der Keeper von Holzwickede hat aber überragend gehalten. Wir waren insgesamt heute sehr mutig und das sollten wir uns auch beibehalten.“
Erndtebrück zerlegte die Hausherren nun in ihre Einzelteile: Okoye traf zum zweiten Mal (56.), Louis Ngalia (73.) legte den fünften Treffer nach. Birlenbach: „Das war ein sattes Pfund mit seinem schwachem Fuß. Für ihn freut es mich besonders, da er die letzten Wochen in der Reserve gespielt hat.“ Den Endstand stellte Murat-Kaan Yazar her (83.). „Letzte Woche haben wir ihn zur Pause ausgewechselt. Schön, dass er die richtige Reaktion gezeigt hat“, freute sich Birlenbach.

Welch eine Genugtuung für die Erndtebrücker, wie Birlenbach hernach erzählte: „Letztes Jahr haben wir 0:4 verloren. Davor sogar 1:7, da habe ich noch selber gespielt. Klar, dass die Freude heute sehr groß ist“, erklärte der Assistent von Stefan Trevisi, während im Hintergrund ein paar Tröten zu hören waren. Karneval im TuS-Bus? „Wir haben nicht extrem gefeiert. Denn nächste Woche geht es weiter gegen den ASC Dortmund. Da ist auch etwas drin für uns. Aber wir haben ein wenig die Musik angemacht und auch ein Bier getrunken“, sagte Admir Terzic, während Birlenbach resümierte: „Wenn wir als Einheit agieren, dann haben wir gegen jeden Gegner die Chance, zu gewinnen. Machen wir weniger, wie letzte Woche, dann wird es schwer.“

Autor:

Stefan Stark aus Wilnsdorf

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