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Derby-Doppel-Interview vor Bezirksliga-4-Derby
"Wir dürfen die Nerven nicht verlieren"

Birkelbachs Coach Carsten Roth.
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sta Birkelbach/Erndtebrück. Mächtig Dampf unterm Kessel dürfte am Sonntagnachmittag sein, wenn Schiedsrichter Tim Daniel Künstler um 15 Uhr das Bezirksliga-Derby zwischen den Sportfreunden Birkelbach und der Reserve des TuS Erndtebrück anpfeift. Dabei sind die Rollen klar verteilt: Hier die heimstarken Sportfreunde (zuletzt drei Siege zu Hause, nur eine Niederlage), die im Tabellenmittelfeld rangieren (8. Platz/14 Punkte), dort die auswärtsschwache Elf vom Pulverwald (vier Spiele, vier Niederlagen, 1:23 Tore), die auf Platz 13, dem ersten Abstiegsrang, platziert ist (sechs Zähler). Vor dem Gemeindeduell – die beiden Sportanlagen trennen nur etwas mehr als vier Auto-Kilometer – sprach die Siegener Zeitung mit den beiden Trainern.

sta Birkelbach/Erndtebrück. Mächtig Dampf unterm Kessel dürfte am Sonntagnachmittag sein, wenn Schiedsrichter Tim Daniel Künstler um 15 Uhr das Bezirksliga-Derby zwischen den Sportfreunden Birkelbach und der Reserve des TuS Erndtebrück anpfeift. Dabei sind die Rollen klar verteilt: Hier die heimstarken Sportfreunde (zuletzt drei Siege zu Hause, nur eine Niederlage), die im Tabellenmittelfeld rangieren (8. Platz/14 Punkte), dort die auswärtsschwache Elf vom Pulverwald (vier Spiele, vier Niederlagen, 1:23 Tore), die auf Platz 13, dem ersten Abstiegsrang, platziert ist (sechs Zähler). Vor dem Gemeindeduell – die beiden Sportanlagen trennen nur etwas mehr als vier Auto-Kilometer – sprach die Siegener Zeitung mit den beiden Trainern.

Herr Roth, Herr Schniegeler: Das letzte Duell der beiden Teams liegt zehn Jahre zurück. Am 5. Mai 2011 gewann die Erndtebrücker Reserve in der damaligen Bezirksliga 6 in Birkelbach glatt mit 3:0. In der letzten Spielzeit kam es nicht zum Derby, wenige vor der Ansetzung brach Corona aus. Wie groß ist die Vorfreude daher auf diese Partie?
Carsten Roth (Trainer Sportfreunde Birkelbach): Die Freude auf dieses Spiel ist groß, da so ein Derby in der Bezirksliga 4 für uns nicht üblich ist. Das ist für beide Vereine sehr angenehm, auch für die Zuschauer.
Timm Schniegeler (Trainer TuS Erndtebrück 2.): Das stimmt. Derbys sind in dieser Liga etwas Seltenes. Ich sehe es aber nicht als das Spiel schlechthin. Das wäre es vielleicht, wenn wir tabellarisch enger beieinander liegen würden. Für uns ist es eine Partie wie jede andere, weil wir punkten müssen, um unten herauszukommen.

Glauben Sie, dass Ihre Spieler, Herr Schniegeler, dies auch so sehen?
Schniegeler: Wir werden es im Training jedenfalls so vermitteln. Es bringt nichts, in dieser einen Partie heiß wie Frittenfett zu sein und schlimmstenfalls eine Rote Karte zu bekommen, die uns dann noch länger schwächt.

Die Generalproben verliefen unterschiedlich. Das 1:1 in Serkenrode haben sie als gefühlte Niederlage bezeichnet, Herr Roth. Was muss denn nun besser werden?
Roth: Unsere Offensive muss wieder ins Rollen kommen und darf die Chancen nicht so kläglich liegenlassen.

Die 2. Mannschaft des TuS hat hingegen den zweiten Saisondreier eingefahren und 3:1 gegen Allagen gewonnen. Können Sie demnach mit breiter Brust nach Birkelbach fahren?
Schniegeler: Das glaube ich so nicht. Ich weiß nicht, welches Personal ich zur Verfügung haben werde. Natürlich haben wir nach dem Sieg aber ein besseres Gefühl. Es ist wieder mehr Freude zu spüren im Training, das ist gut nach so einer Durststrecke.

Sie beide kennen die Kader des Gegners mit Sicherheit am besten. Welchen Spieler der anderen Mannschaft hätten Sie gern in ihrem Team?
Schniegeler: Über einen Are Wolzenburg würden wir uns mit Sicherheit freuen. Daraus brauche ich keinen Hehl zu machen.
Roth: Wir sind mit unserem Kader sehr zufrieden und gucken überwiegend auf uns. Im Moment wüsste ich auf Anhieb keinen Spieler, den ich bei uns als Wunschkandidaten sehen würde. Die Erndtebrücker können alle kicken, keine Frage. Und der ein oder andere würde uns gewiss auch helfen. Aber ich kenne die Spieler persönlich nicht und kann daher keine Charaktereinschätzung vornehmen. Und die ist genauso wichtig wie das fußballerische Potenzial.

Wie viele Zuschauer erwarten die Sportfreunde Birkelbach und kann diese Unterstützung ein Pluspunkt sein?
Roth: Aufgrund der Wettervorhersage rechnen unsere Verantwortlichen nicht mit wesentlich mehr als 200 Zuschauern. Ich hoffe, dass die vielen Besucher, die sowieso immer da sind, noch einen mitbringen. Die Zuschauer haben uns die letzten Male auch gepusht, daraus mache ich keinen Hehl. Ich kann mir zudem vorstellen, dass die Partie auch interessant für neutrale Fans wird.
Schniegeler: Wir werden unsere Jungs auf das vorbereiten, was von außen kommt. Wir dürfen die Nerven nicht verlieren.

Wie sieht es personell aus? Dürfen die Zuschauer das Duell des Birkelbacher Verteidigers Dennis Althaus gegen Erndtebrücks Angreifer Dennis Althaus erwarten?
Schniegeler: Das muss ich leider verneinen. „Unser“ Dennis Althaus fehlt schon einige Wochen und wird auch in dieser Woche aufgrund der Schienbeinprobleme nicht dabei sein. Ansonsten kann ich heute noch nicht abschätzen, wer vielleicht von „oben“ zu uns stößt.
Roth: Der Einsatz Fabian Treudes ist fraglich, er ist diese Woche krankgeschrieben. Außer Hanno Schäfer sind ansonsten alle anderen Spieler wieder im Training. Auch Jonas Wetter hat letzte Woche ein paar Minuten in der Zweiten gespielt. Mal schauen, ob er im Kader steht.

Abschließend: Wie endet das Derby?
Roth: Ich möchte mich nicht aus dem Fenster lehnen. Eben weil es ein Derby ist und die Tabellensituation egal ist. Und ich erwarte Erndtebrück sehr einsatzfreudig und gallig. Vom Papier her sind wir der Favorit, das lohnt es sich nicht zu leugnen. Und ich wünsche mir natürlich einen Sieg.
Schniegeler: Aktuell wäre ich mit einem Punkt zufrieden. Birkelbach ist top gestartet, davor ziehe ich meinen Hut. Damit hätten nicht viele gerechnet. Auswärts ist es zudem eine ganz andere Nummer als zu Hause. Wir möchten nicht verlieren.

Birkelbachs Coach Carsten Roth.
Timm Schniegeler, Trainer des TuS Erndtebrück 2.
Autor:

Stefan Stark aus Wilnsdorf

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