Musikalischer Abend mit dem Jugendsinfonieorchester der Musikschule Lennetal

10. November 2019
17:00 Uhr
Festsaal Riesei, Stadionstraße 50, 58791, Werdohl

Werdohl. Zu einem festlichen musikalischen Abend lädt das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Lennetal am Sonntag, dem 10. November, um 17 Uhr in den Festsaal Riesei Werdohl ein. Auf dem Programm stehen die Klassiker Beethoven, Grieg, Schubert und Tschaikowsky. Aber auch modernere Klänge wie etwa Musik der schwedischen Popgruppe ABBA, aus dem Hippiemusical "Hair" oder das Klassikrockprojekt "Quadrophenia" der britischen Kultgruppe "The Who" haben die jungen Musikerinnen und Musiker erarbeitet.
Dazu zog sich das Orchester in der ersten Woche der Herbstferien zu einer intensiven Arbeitsphase in die Jugendherberge Detmold zurück - in der entspannenden Atmosphäre der Musikhochschulstadt wurde der letzte musikalische Schliff an die gespielten Werke gelegt.
Mit der "Egmont"-Ouvertüre schafft Ludwig van Beethoven ein echtes Stück Revolutionsmusik - aus dem Zusammenbruch und dem scheinbaren tragischen Ende erwächst ein jubelnder und triumphal mitreißender Schluss.
Edvard Griegs "Peer Gynt"- Suite gehört heute zu den bekanntesten Werken des norwegischen Nationalkomponisten - das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Lennetal spielt mit der "Morgenstimmung" und dem "Tanz in der Höhle des Bergkönigs" die zwei populärsten Stücke der eigentlichen viersätzigen ersten Orchestersuite.
Rätselhaft bleibt die Entstehungsgeschichte der sogenannten "Unvollendeten" von Franz Schubert; ob die nur zweisätzige Komposition so geplant war, oder der Komponist die Arbeit daran warum auch immer aufgab, wird wohl nicht mehr zu klären sein. Das Orchester spielt den bekannteren ersten Satz.
Der russische Komponist Peter Tschaikowsky schrieb nur ein Violinkonzert - dieses gehört jedoch zu den anspruchsvollsten Geigenkompositionen und ist ein Muss für jeden Virtuosen. Gemeinsam mit Konzertmeisterin Katharina Witt als Solistin spielt das Orchester den zweiten Satz dieses Jahrhundertwerks.
Nach der Auflösung der Beatles zu Beginn der 70er eroberte sich eine schwedische Gruppe deren Platz im Musikleben - die Gruppe ABBA verkaufte annähernd so viele Schallplatten wie 10 Jahre zuvor die "Pilzköpfe." Das Jugendsinfonieorchester lässt am 10. November ein paar ABBA-Hits noch einmal anklingen - "Money, Money, Money" oder auch das bekannte "Thank you for the music" werden bei den Zuhörern sicher Erinnerungen wecken.
Die 60er standen für den gesellschaftspolitischen Aufbruch in eine neue Zeit - überall auf der Welt rebellierten Jugendliche gegen die erstarrte Welt der Erwachsenen: es entstand die sogenannte "Hippie-Bewegung". Musikalischer Ausdruck dieses neuen Lebensgefühls war das Musical "Hair", das auch erfolgreich verfilmt wurde. Die Musik der "Blumenkinder" macht den Jugendlichen von heute auf jeden Fall immer noch Spaß.
Ein sogenanntes Crossover-Projekt ging die britische Band "The Who" mit ihrem Album "Quadrophenia" an - sie spielten es gemeinsam mit einem Sinfonieorchester ein. Klassik und Rock treffen sich hier in einer faszinierenden Kombination, die ganz neue Klangerlebnisse bietet. Sinfonisches kann rockig, Rockmusik sinfonisch klingen.
Die jungen Musikerinnen und Musiker freuen sich nun auf möglichst zahlreichen Besuch der Veranstaltung; wer keine Karten mehr für die am 23. November stattfindende Tafelmusik ergattern konnte (Veranstaltung ist ausverkauft), hat am 10. November die Möglichkeit, das Jugendorchester der Musikschule Lennetal doch noch in konzertanter Aktion zu erleben.
Die Gesamtleitung liegt wie immer in den bewährten Händen von Chefdirigenten Andreas Regeling; der Eintritt beträgt 7 Euro (ermäßigt 5)

Autor:

Dr. Friedrich Weber aus Siegen

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