Kurt Weill - Jazz aus Frankfurt - Inszenierung zum 75. Jahrestag der Befreiung aus Auschwitz

30. Januar 2020
20:00 Uhr
Stadthalle Olpe, Pannenklöpperstraße 4, 57462, Olpe
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Kurt Weill – Jazz aus Frankfurt

Kurt Weill, einer der bedeutendsten Gegenwartskomponisten („We will never die“, „Dreigroschenoper“, „Aufstieg und Fall des Stadt Mahagony“), musste - als Sohn eines jüdischen Kantors und wie viele andere Intellektuelle - während der Nazi-Diktatur aus Deutschland emigrieren. Er kam über London in die USA und wirkte dort u.a. mit Berthold Brecht bis zu seinem Tod im Jahr 1950 als einer der wichtigsten Komponisten des Landes. Mit Stücken wie „Lost in the stars“, „Speak low“ ,“Mack the knife“, „My ship“ und „September song“ ist Weill außerdem zu einem wichtigen Impulsgeber für die Kompositionsvielfalt der Jazz-Szene geworden. „Diese Veranstaltung führen wir im Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung aus Auschwitz durch“, stellte Klarissa Hoffmann, Leiterin der Kulturabteilung der Kreisstadt Olpe, noch einmal die Bedeutung dieser Kurt-Weill-Inszenierung heraus.
Das Trio Sasse/Gjakonovski/Cremer interpretiert mit der Sängerin Eva Mayerhofer, die sich bereits intensiv mit Kurt Weill und den dazu gehörenden Song-Texten auseinandergesetzt hat, am Donnerstag, 30. Januar 2020, in der Olper Stadthalle Kompositionen Weill’s, die auch für das „American Songbook“ wichtig wurden. Das Trio tut dies auf seine ganz persönliche Art und Weise. Flankiert wird diese Auswahl von weiteren amerikanischen Jazz-Standards und von einigen, moderierten Anmerkungen zum Leben und Werk Kurt Weills.
Eva Mayerhofer studierte Jazz-Gesang an der Swiss Jazz School in Bern und an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Sie war mit unterschiedlichen Bands und Projekten in ganz Deutschland zu hören (u. a. mit der New Yorker Pianistin Saraha Jane Cion und dem Herve´Jeanne Trio, dem Pianisten Rolf Zielke und der hr-Big Band). Konzertreisen führten die Sängerin
nach Frankreich, Italien, Österreich, Luxemburg, Belgien, Holland, Rumänien und Südafrika. Mayerhofer wirkte bei unterschiedlichen Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit (SWR, Radio Bremen, hr, NDR) und hat mehrere CD´s veröffentlicht, u.a. mit ihrem eigenen Jazz-Quartett mit Kölner Musikern. Mayerhofer ist Dozentin an der Musikhochschule Köln und am Konservatorium in Frankfurt am Main.
Martin Sasse, geboren 1968, studierte klassisches Klavier in Essen und Jazzpiano an der Musikhochschule in Köln und war Mitglied im Bundesjugendjazzorchester. Sasse war 10 Jahre Lehrbeauftragter für Jazzpiano an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, zurzeit lehrt er an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Sasse tourte mit zahlreichen, renommierten Jazz-Größen, u. a. mit dem Al Foster Quartett, den New York Voices, Peter Bernstein, Vincent Herring und Jimmy Cobb. Seine CD-Veröffentlichung „Good Times“ bekam den „Preis der deutschen Schallplattenkritik 4/2010“. 2011 war Sasse auf dem renommiertesten Klavierfestival der Welt, dem „Klavierfestival Ruhr“, zu hören und tourt im Frühsommer mit Sting und den Bochumer Symphonikern (u. a. auf dem Jazzfestival Montreux).
Martin Gjakonovski, geb 1970 in Skopje, übersiedelte 1991 nach Köln, um an der renommierten Kölner Musikhochschule Jazz-Bass zu studieren. Darüber hinaus besuchte er Meisterkurse bei Reggie Workman, Arild Andersen, John Clayton, Mike Richmond und Eddie Gomez. Seit 23 Jahren in Deutschland, hat er mehr als 90 CD-Produktionen mit unterschiedlichen Formationen aufgenommen,
u. a. mit erstklassigen Jazzmusikern aus Deutschland, USA und Europa wie z. B. Dusko Goykovich, Bob Berg, Antonio Farao, Lynne Arriale, Adam Nussbaum, Bob Franceschini und vielen anderen. Martin Gjakonovski war die letzten 7 Jahre festes Mitglied im Trio der deutschen Jazzlegende Paul Kuhn und gehört zu den gefragtesten Bassisten Deutschlands.

Thomas Cremer spielte u. a. mit Hans Koller, Bob Degen, Heinz Sauer, Uli Beckerhoff, Benny Bailey, Randy Brecker und Ack van Rooyen, leitete zudem diverse eigene Formationen und ist Mitgründer und Schlagzeuger der seit 1986 bestehenden FRANKFURT JAZZ BIG BAND. Cremer war auf zahlreichen Festivals und bei vielen Rundfunk- und Fernsehproduktionen zu Gast, im Auftrag des
Goethe-Instituts in Afrika und Osteuropa auf Tour, gründete 1994 die Gruppe AXIS, 1998 das FRANKFURT JAZZ TRIO, produzierte zudem für das Label FJP die CD’s „Live im Titania“ und „Tribute To Duke Ellington“ (Frankfurt Jazz Big Band), sowie die CD‘s „No.1“, „No.2“ und „No.3“ (Frankfurt Jazz Trio). 2012 erhält Cremer den Hessischen Jazzpreis.
Foto Trio: Berthold Schinke

Termin: Donnerstag, 30. Januar 2020
Ort: Stadthalle Olpe
Beginn: 20.00 Uhr / Einlass ab 19.00 Uhr
Eintritt: 12,00 € / Schüler & Studenten: 50 % Ermäßigung
Veranstalter: Kulturabteilung der Kreisstadt Olpe
Karten: 02761-830 / Rathaus Olpe (Foyer) / Reisebüro Harnischmacher

Autor:

Dr. Friedrich Weber aus Siegen

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