Flecker Wintertheater spielt Agatha Christies "Scherz beiseite"
Ein "Mord im Sängerheim" sorgte für Spannung!

Patrick Simons (Jens Clewig), Julia Simons (Fenja Leiendecker), Philippa Haymes (Stephanie Decker-Pieck), Edmund Swettenham (Jens Benner), Letitia Blacklock (Andrea Quarg), Inspector Craddock (Patrick Kruse), Dora Bunner (Simone Siebel), Mitzi (Ingrid Bradu), Miss Marple (Christine Scholtz, v. i.) rätseln über den Mord, der angekündigt wurde!
  • Patrick Simons (Jens Clewig), Julia Simons (Fenja Leiendecker), Philippa Haymes (Stephanie Decker-Pieck), Edmund Swettenham (Jens Benner), Letitia Blacklock (Andrea Quarg), Inspector Craddock (Patrick Kruse), Dora Bunner (Simone Siebel), Mitzi (Ingrid Bradu), Miss Marple (Christine Scholtz, v. i.) rätseln über den Mord, der angekündigt wurde!
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

gum Freudenberg. Das hat schon Tradition. Vor der Aufführung des Theaterstücks „Scherz beiseite“, dem Krimi-Klassiker von Agatha Christie, begrüßten die Sänger des MGV Liedertafel 1842 das Publikum im ausverkauften Sängerheim in Freudenberg mit drei schönen Liedvorträgen. Zur Einstimmung auf die britische Krimi-Atmosphäre waren, gekonnt verpackt, auf der Leinwand die Namen der Darsteller zu lesen, bevor in der Kulisse eines typisch britischen Wohnzimmers, dazu u. a. dekoriert mit dem ungewöhnlich geschmackvollen Porträt eines unbekannten Herrn, das Rätselraten begann, an dem sich natürlich auch die Zuschauer beteiligten.

Tolle Leistung der Laientruppe

Regisseur Jens Benner und seine Laiendarsteller hatten in bewährter Weise wieder alle Register ihres Könnens gezogen. Hut ab vor dem Kunststück, solch eine Unmenge an Text zu lernen! Souffleuse Kristina Benner musste kaum einmal aushelfen, was für die intensive Probenarbeit und auch eine gewisse Souveränität spricht, wenngleich dem Team das Lampenfieber doch deutlich anzumerken war. „Animateur“ Stephan Bäumer lockte mit einer Pfeife die Zuschauer nach den Pausen wieder auf ihre Plätze und befahl streng, nichts anzurühren und den Tatort nicht zu betreten …
Zum Stück: Die resolute Letitia Blacklock (wunderbar: Andrea Quarg), genannt Letti, und ihre langjährige, leicht tüttelige Freundin Dora Bunner (Simone Siebel) lesen zu ihrem Entsetzen im Kurier von Chipping Cleghorn, dass um 18.30 Uhr des gleichen Tages in ihrem Haus ein Mord geschehen soll, zu dem auch Freunde und Bekannte herzlich eingeladen werden. Seit einigen Wochen sind die alleinerziehende Philippa Haymes (Stephanie Decker-Pieck) sowie die Geschwister Julia Simons (Fenja Leiendecker) und Patrick (Jens Clewing) in Lettis Haus zu Gast. Auch Miss Marple weilt in dem kleinen Ort, um ihr Rheuma zu kurieren.

Ein Mord zum Sherry ...

Weder Julia noch Patrick nehmen die Ankündigung ernst. Das Knoblauch liebende, temperamentvolle ungarische Dienstmädchen Mitzi (Ingrid Bradu) äußert seine Angst lautstark: „Ich soll gemördert werden, mitten in mein Bett“, und avanciert schnell zum Liebling der Zuschauer. Der unbedarfte Schriftsteller Edmund Swettenham (Jens Benner) ist nur auf Bitten seiner Mutter der Einladung zum angedrohten Mordevent gefolgt.
Es wird Abend, Sherry wird gereicht, und zunehmende Nervosität macht sich breit. Plötzlich geht das Licht aus, nur noch eine Taschenlampe leuchtet in Richtung Zuschauer. Schüsse, Geschrei, Poltern, das Licht geht an, ein Mann liegt mausetot auf dem Boden.
Jetzt hat Inspektor Craddock (Patrick Kruse), nicht gerade eine Leuchte seines Berufsstandes, seinen großen Auftritt. Bei dem Toten handelt es sich um den Gauner Rudi Scherz. Als auch noch Dora Bunner das Zeitliche segnet, wird der Fall völlig undurchsichtig. Hat Rudi Scherz die Anzeige aufgegeben, und warum wurde er erschossen? Da kann nur noch Miss Marple helfen (Christine Scholtz), die es schafft, quasi im Vorübergehen, die Ermittlungen und den Inspektor in die richtige Bahn zu lenken und eine äußerst komplizierte Erbschaftsangelegenheit aufzuklären.

Weitere Aufführungen schon ausverkauft

Mehr sei nicht verraten, schließlich sollen auch die Zuschauer der nächsten Aufführungen ihr kriminalistisches Talent beweisen. Auf jeden Fall ist das Experiment, ein Kriminalstück mit einer völlig anderen Art von Humor als vom Flecker Wintertheater gewohnt aufzuführen, bestens gelungen, wie der Reaktion des Publikums, das tosend applaudierte, zu entnehmen war. Die weiteren Aufführungen (alle ausverkauft) finden statt: 3. November (17 Uhr), 9. November (20 Uhr) und am 10. November (17 Uhr).

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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