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Verein Kulturflecken Silberstern will Kulturflecken-Weg erweitern
Erfahrungsfeld im Kurpark soll Sinne schulen

Im Kurpark Freudenberg soll ein „Erfahrungsfeld der Sinne“ entstehen.
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  • Im Kurpark Freudenberg soll ein „Erfahrungsfeld der Sinne“ entstehen.
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pebe/sz Freudenberg. Viel vorgenommen hat sich der Verein Kulturflecken Silberstern in Freudenberg. Nach dem erfolgreichen Mammutprojekt des „Kulturfleckenwegs“, der vor etwas mehr als einem Jahr seiner Bestimmung übergeben wurde, arbeiten die rührigen Aktiven des Vereins bereits an einer Erweiterung dieses „künstlerischen“ Wanderwegs rund um die Kernstadt. Entstehen soll ein „Erfahrungsfeld der Sinne“.
Von Hugo Kükelhaus inspiriertImpulse für die Entwicklung der Idee gab Vorstandsmitglied Brigitte Limper zufolge unter anderem die Beschäftigung mit dem Künstler und Pädagogen Hugo Kükelhaus (1900–1984). Der konzipierte ein solches Erfahrungsfeld. Dabei handelt es sich laut Verein um eine Erlebnisausstellung, bei der alle Sinne angeregt werden.

pebe/sz Freudenberg. Viel vorgenommen hat sich der Verein Kulturflecken Silberstern in Freudenberg. Nach dem erfolgreichen Mammutprojekt des „Kulturfleckenwegs“, der vor etwas mehr als einem Jahr seiner Bestimmung übergeben wurde, arbeiten die rührigen Aktiven des Vereins bereits an einer Erweiterung dieses „künstlerischen“ Wanderwegs rund um die Kernstadt. Entstehen soll ein „Erfahrungsfeld der Sinne“.

Von Hugo Kükelhaus inspiriert

Impulse für die Entwicklung der Idee gab Vorstandsmitglied Brigitte Limper zufolge unter anderem die Beschäftigung mit dem Künstler und Pädagogen Hugo Kükelhaus (1900–1984). Der konzipierte ein solches Erfahrungsfeld. Dabei handelt es sich laut Verein um eine Erlebnisausstellung, bei der alle Sinne angeregt werden. Die unterschiedlichen Ausstellungsobjekte sollen den Besucher inspirieren, selbst damit zu experimentieren, sie wie in einem Park der Sinne zu erforschen. Kükelhaus konstruierte 32 Spielgeräte für Schulen der Stadt Dortmund und führte einen Teil dieser Geräte u. a. bei der Weltausstellung Expo 67 in Montreal vor.

Förderung der lokalen Identität

Konkret besteht das Ziel des Freudenberger Projektes laut Vereinsangaben in der Förderung der lokalen und regionalen Identität durch ein inklusives Wahrnehmungs-, Lern- und Kommunikations-Angebot für Familien, besonders aber auch für Sehbehinderte und Blinde. Kind- und seniorengerechte Aufenthaltsmöglichkeiten am Ende des Kulturflecken-Weges, die besondere Inszenierung des Fotoblicks auf den Alten Flecken, einem Ort mit besonderer lokaler und regionaler Bedeutung, und damit letztendlich auch die Belebung des Fleckens selbst seien weitere Ziele.

Oktoskop, Summstein und Tastmodell

„Wir fangen bei unserem Erfahrungsfeld mit drei Objekten an“, erläuterte Brigitte Limper auf SZ-Nachfrage. Diese Erfahrungs-„Stationen“ sollen im neugestalteten Bürgerpark ihren Ort finden. Genauer gesagt, sollen dort ein Oktoskop, ein Summstein und ein Tastmodell aus Bronze des Alten Fleckens aufgestellt werden. Es gehe also um „Hören, Sehen und Fühlen“, die einem nicht vergehen, sondern wieder zugänglicher werden sollen.

Kassiererin Barbara Misselwitz, Christiane Stötzel-Ditsche als Regionalbeauftragte der Stiftung und Dr. Brigitte Limper (Projektleiterin; v. l.) hatten Grund zur Freude: 15 000 Euro für das Erlebnisfeld sind sicher.
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Beim Fotoblick auf den Alten Flecken

Ein Oktoskop, erklärte Limper, sei eine Art teleskopartiges Kaleidoskop mit Spiegeln, das eine andere (prismatische) Wahrnehmung des Fleckens ermögliche. Nahe dabei und dem Fotoblick zugeordnet, soll das Tastmodell der Altstadt seinen Platz finden. „Tastmodelle gibt es in vielen Städten, auch in Siegen“, so Limper, sie ermöglichten sehbehinderten Menschen zum Beispiel die bessere Vorstellung von Größen, Formen und Strukturen der Stadt und des Geländes.
Ein sogenannter Summstein ist ein hoher Steinblock, in den eine oder mehrere Aushöhlungen gearbeitet sind. Steckt man den Kopf hinein und experimentiert mit der Stimme, dann können die Töne in Resonanz geraten und Vibrationen bilden, die den Körper erfassen – so erläutert der Verein den Erfahrungspunkt in seiner Beschreibung des Projekts.

Kosten von rund 60000 Euro

Ohne Moos nix los – die saloppe Redewendung gilt natürlich auch für ein solches Vorhaben. Etwa 60000 Euro, schätzt der Verein, müssten in die Hand genommen werden, um die Objekte anzufertigen und sicher verankert aufzustellen. Ein Viertel der benötigten Mittel, 15 000 Euro, wurde den Verantwortlichen jetzt schon zugesichert: Die NRW-Stiftung in Person der Regionalbeauftragten Christiane Stötze-Ditsche überreichte kürzlich eine entsprechende Urkunde. Die Gelder sollen zur Finanzierung des Tastmodells eingesetzt werden.
Die weitere Finanzierung des Projektes, so der Verein, sei zum Beispiel über Eigenmittel, Sponsoren, die Stadt und den Kreis Siegen-Wittgenstein vorgesehen. Auch gebe es eine Förder-Anfrage beim Land NRW, so Limper.

Umsetzung im Sommer/Herbst 2022

Bei der zeitlichen Planung des Projektes seien schon einige Hürden (Planung mit Jürgen Wagner, dem Landschaftsarchitekten des Kurparks in Freudenberg, Vorstellung durch die Vereinsvorsitzende, Conny Corthym-Klein, und sie selbst im Kultur- und Touristikausschuss) genommen worden, sodass für die konkrete Umsetzung der Sommer bis Herbst 2022 angedacht sei.

Im Kurpark Freudenberg soll ein „Erfahrungsfeld der Sinne“ entstehen.
Kassiererin Barbara Misselwitz, Christiane Stötzel-Ditsche als Regionalbeauftragte der Stiftung und Dr. Brigitte Limper (Projektleiterin; v. l.) hatten Grund zur Freude: 15 000 Euro für das Erlebnisfeld sind sicher.
Autor:

Peter Barden (Redakteur) aus Siegen

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