Ritt auf dem Eisbären zum Mond
"Peterchens Mondfahrt" feierte Weltpremiere auf der Freilichtbühne

Auf die Suche nach dem sechsten Maikäferbein machten sich in „Peterchens Mondfahrt“ am Samstag auf der Freudenberger Freilichtbühne das Sandmännchen (Kersten Schaab), Anneliese (Sinah Schreiber), Sumsemann (Christina Schaab) und Peterchen (Joshua Hundt, v. l.).
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  • Auf die Suche nach dem sechsten Maikäferbein machten sich in „Peterchens Mondfahrt“ am Samstag auf der Freudenberger Freilichtbühne das Sandmännchen (Kersten Schaab), Anneliese (Sinah Schreiber), Sumsemann (Christina Schaab) und Peterchen (Joshua Hundt, v. l.).
  • Foto: Jörg Langendorf
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

la Freudenberg. Vor 50 Jahren landeten die Astronauten Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin mit dem US-Raumschiff „Apollo“ auf dem Mond, ein halbes Jahrhundert später Peterchen, Anneliese und Sumsemann. In „Peterchens Mondfahrt“ machen sie sich auf die Suche nach dem sechsten Bein des Maikäfers und fanden es schließlich am Samstagnachmittag in der futuristischen Mondlandschaft der Freudenberger Freilichtbühne. Weltpremiere für ein Stück, das noch nie so auf der Freilichtbühne aufgeführt wurde. Das über 100 Jahre alte Manuskript entstaubte Katrin Krämer, aktualisierte es, und heraus kam ein Treffen von kleinen Häschen und Lebkuchenmännern und ein Besuch des Weihnachtsmannes, und das mitten im Sommer. Und außerdem: ein Ritt auf einem riesigen „lebendigen“ Eisbären, auf dem das Sandmännchen den Ton angab.

Viel Applaus für alle auf, vor und hinter der Bühne

Standing Ovations am Ende der zweistündigen Abenteuerreise durch den geheimnisvollen Nachthimmel für das 82-köpfige Ensemble, aber auch für alle Helfer und Techniker vor und hinter der Bühne. Da strahlten nicht nur die kleinen Hasen und Sternenkinder, als sie sich für den Beifall verbeugten, sondern auch Christina Schaab, die so herzzerreißend den kleinen Sumsemann spielte, fiedelte und sang. Peterchen (Joshua Hundt) und Anneliese (Sinah Schreiber) waren wieder zurück in ihrem Schlafzimmer, und das Sandmännchen (Kersten Schaab mit dem Kiekser in der Stimme und dem Temperament eines Pumuckels) konnte noch einmal das Fernrohr putzen.

Freilichtbühnen-Urgestein Ruth Homrich als Weihnachtsmann

Bei der Premiere von „Peterchens Mondfahrt“ waren außerdem folgende Schauspieler zu erleben: Sternchen (Jenny Bäumer), Sonne (Luisa Assing), Sternchen/Lebkuchenmann (Johanna Bosch), Nachtfee (Tabea Wagener), Mutter (Nina Büdenbender), Windliese (Anika Niwar-Kretzer), Blitzhexe (Silke Unbehauen), Hagelhanna (Leonie Knipp), Donnermann/Mondmann/Holzfäller (Christian Wallhäuser), Frau Holle/Urgroßmutter (Kathrin Reppel-Köster), Regenfritz/Urgroßvater (Henning Vehse), Milchstraßenmann (Markus Klappert), Weihnachtsmann (Ruth Homrich), kleines Häschen (Matti Bertelmann), Morgenröte (Lea-Janina Bäumer) und Abendstern (Rieke Unbehauen). Regie führten Andrea Geldsetzer, Katrin Krämer (auch Spielleitung) und Britt Löwenstrom. Das Bühnenbild besorgte Arke Zeiß, die Musik Jan Ackerstaff, und um die Tanz-Choreografie kümmerten sich Lara Flender und Janina Schmiedeke.

Viel Pyrotechnik und eine tolle eisblaue Mondkulisse

Es ist immer wieder faszinierend, wie die Freudenberger es schaffen, sich auch in der 65. Spielzeit zu steigern, mit Spielwitz, einer Geschichte im Heute, mit viel Pyrotechnik, wunderschönen Kostümen und einer eisblauen Mondkulisse, die einen begeisterte. Hier treffen sich Windliese, Blitzhexe, der Regenfritz, die Hagelhanna und Frau Holle zum Eiskaffee bei der Nachtfee. Der Milchstraßenmann darf rappen und der Donnermann poltern. Doch bei allem optischen Spektakel ging auch die Moral dieser Geschichte nicht verloren: Kinder mit reinem Herzen, wie sie der Maikäfer finden musste, sind in der Lage, Probleme zu lösen, wenn sie bereit sind, anderen selbstlos und ohne Furcht zu helfen. Nur so geht Miteinander. Immer wieder bezieht das Ensemble das Publikum mit in die Handlung ein. Wenn sich Hasen und Lebkuchenmänner zum olympischen Wettstreit treffen, wenn das olympische Feuer angezündet und alle gemeinsam die Nationalhymne der Milchstraße, „Oh, Tannenbaum“, singen, dann ist Ostern und Weihnachten zugleich. Und man freut sich schon auf die Einladung des Weihnachtsmannes: „Wir sehen uns zu Weihnachten wieder…“. Doch davor stehen erst einmal die nächsten Aufführungen an, wie am Sonntag, 23. Juni, um 15 Uhr.

Geburtstags-Ständchen für zwei Vereinsmitglieder

2. Vorsitzender Michael Krämer hatte zu Beginn der Premiere das Publikum begrüßt, den Sponsoren gedankt, der Stadt und allen ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern, die sich monatelang auf diesen Tag vorbereitet haben. Stellv. Bürgermeister Daniel Knie wünschte eine tolle Saison, und ganz am Ende gab es für zwei Geburtstags-Mitglieder – Lotte Gieseler (Häschen) und Doris Königsdorf (seit 52 Jahren Mitglied) ein Geburtstags-Ständchen. Da sangen wieder alle Beteiligten mit, und das begeisterte Publikum stimmte ein.

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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