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Band Hörgerät gibt „Autokonzert“ auf der Wilhelmshöhe
Premiere ein voller Erfolg

Premiere gelungen: Die Band Hörgerät spielte am Freitagabend das erste „Autokino-Konzert“ bei der Diskothek OX auf der Wilhelmshöhe.
  • Premiere gelungen: Die Band Hörgerät spielte am Freitagabend das erste „Autokino-Konzert“ bei der Diskothek OX auf der Wilhelmshöhe.
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

gum Freudenberg. Hat das Coronavirus auch unser Leben grundlegend durch einen (kulturellen) Shutdown verändert, so zeigt sich, dass Spaß trotzdem möglich ist. Die Autokinos, deren Blütezeit in Deutschland zwischen den 60er- und 80er-Jahren lag, erleben momentan eine beachtliche Renaissance. Diesem Trend folgt auch das KinOX-Autokino in Freudenberg. Für den Betreiber der Diskothek OX, Karl Quante, ist das Drive-in eine gute Alternative. Eine ganze Reihe von Kinovorstellungen bietet er im Drive-in an, und inzwischen auch Musikevents, so lange, bis die Diskothek wieder öffnen darf. Es gibt es nicht nur jeden Samstag einen Disco-Abend, sondern auch am kommenden Mittwoch, dem Tag vor Himmelfahrt, können die Fans die Musik genießen.

gum Freudenberg. Hat das Coronavirus auch unser Leben grundlegend durch einen (kulturellen) Shutdown verändert, so zeigt sich, dass Spaß trotzdem möglich ist. Die Autokinos, deren Blütezeit in Deutschland zwischen den 60er- und 80er-Jahren lag, erleben momentan eine beachtliche Renaissance. Diesem Trend folgt auch das KinOX-Autokino in Freudenberg. Für den Betreiber der Diskothek OX, Karl Quante, ist das Drive-in eine gute Alternative. Eine ganze Reihe von Kinovorstellungen bietet er im Drive-in an, und inzwischen auch Musikevents, so lange, bis die Diskothek wieder öffnen darf. Es gibt es nicht nur jeden Samstag einen Disco-Abend, sondern auch am kommenden Mittwoch, dem Tag vor Himmelfahrt, können die Fans die Musik genießen. Bei den Veranstaltungen legen namhafte DJs auf und sorgen für Stimmung mit Schlagern, Hardrock, Elektro-Mainstream und Black Music.

Rund 100 Pkw bei der Konzertpremiere

Am Freitagabend lotste der Platzanweiser des OX in Warnweste und mit Mundschutz die Autofahrer über die Betonfläche des Parkplatzes. Penibel wurde darauf geachtet, die Corona-Regeln einzuhalten. Rund 100 Pkw, darin Familien, Paare, Singles aller Altersklassen, waren zur Konzertpremiere ins Autokino auf der Wilhelmshöhe gekommen. Die Besucherinnen und Besucher konnten der heimischen Band Hörgerät mit Abstand und guter Sicht auf die toll illuminierte Bühne und die riesengroße Leinwand während des rund dreistündigen Auftritts aus dem Auto heraus zujubeln.

Hupkonzert statt Applaus

Obwohl die Zuhörer getrennt in Autos saßen, war die Premiere ein voller Erfolg. Kurz vor 21 Uhr schalteten alle das Autoradio an und suchten die Tonfrequenz des Autokinos. Dann konnte gelauscht werden, den eigenen Stücken und den Cover-Songs der 2003 gegründeten Deutsch-Rock-Band, die für eine ganz besondere Atmosphäre sorgte und die Gäste in ihren Pkw ermunternd immer wieder auf die musikalische Reise mitnahm. Statt Applaus gab es nach jedem Titel ein lautstarkes Hupkonzert. Mit der Lichthupe antworteten die Teilnehmer dem Bandleader auf den Songtext „Wenn wir uns begegnen, leuchten wir wie Kometen“ und sangen aus den teilweise halb geöffneten Autofenstern mit. Das war mitunter schon Gänsehaut pur. Der Aufforderung mitzutanzen, aus jedem Auto eine Person und mit Mundschutz, wurde allerdings nur sehr begrenzt nachgekommen.

Hörgerät trat ohne Gage auf

Erst vor einigen Tagen konnte mit entsprechendem Sicherheitsabstand die Hörgerät-Besetzung zum ersten Mal wieder gemeinsam im Proberaum zu den Instrumenten greifen und für das Konzert in Freudenberg proben. Robert, ein Mitglied der Hörgerät-Fangruppe aus Wilnsdorf, war sichtlich froh über die Möglichkeit, die Band live zu erleben: „Ohne im Pkw zu sitzen wäre es allerdings noch schöner.“
Karl Quante ist nicht nur Disco-Betreiber, sondern auch Schausteller, so dass es ihn gleich doppelt hart getroffen hat. Wie der soziale Zusammenhalt in Corona-Zeiten ist, zeigte sich daran, dass Hörgerät von Quante keine Gage für das Konzert verlangte: „Alles, was heute reinkommt, soll für die sein, die davon leben“, sagte Bandmitglied Andy Link unter dem begeisterten Hupen der Autofahrer.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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