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Elisabeth Mangelsdorf und Tzveta Grebe stellen aus
Puppen und Porträts im 4Fachwerk-Museum

Die Kreuztalerin Tzveta Grebe (r.) und die Freudenbergerin Elisabeth Mangelsdorf stellen seit Freitag im 4Fachwerk-Mittendrin-Museum unter der Überschrift „Schöpferische Vielfalt“ gemeinsam aus.
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  • Die Kreuztalerin Tzveta Grebe (r.) und die Freudenbergerin Elisabeth Mangelsdorf stellen seit Freitag im 4Fachwerk-Mittendrin-Museum unter der Überschrift „Schöpferische Vielfalt“ gemeinsam aus.
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la Freudenberg. Das Ambiente des 4Fachwerk-Mittendrin-Museums hätte dem Maler „Monsieur Pierre“ mit dem kecken Baskenmützchen gefallen, und er hätte genug Motive in den Museumsräumen gefunden. Dazu hätten die Nonne und der rundliche Pater wunderbar im Chor singen können, mitsamt den Schülern, die die Schulbank vor ihnen drücken. Doch „leider“ sind die lebensechten Figuren „nur“ Puppen, die Elisabeth Mangelsdorf modelliert, genäht und geschminkt hat.

Über 1000 dieser originellen Typen hat sie in ihrer künstlerischen Laufbahn geschaffen. Viele stehen heute in den USA oder in Frankreich als Souvenir aus Freudenberg. Ein ganzes Panoptikum des Homo sapiens ist seit Freitagabend im 4Fachwerk-Mittendrin-Museum zu sehen.

la Freudenberg. Das Ambiente des 4Fachwerk-Mittendrin-Museums hätte dem Maler „Monsieur Pierre“ mit dem kecken Baskenmützchen gefallen, und er hätte genug Motive in den Museumsräumen gefunden. Dazu hätten die Nonne und der rundliche Pater wunderbar im Chor singen können, mitsamt den Schülern, die die Schulbank vor ihnen drücken. Doch „leider“ sind die lebensechten Figuren „nur“ Puppen, die Elisabeth Mangelsdorf modelliert, genäht und geschminkt hat.

Über 1000 Puppen hat Elisabeth Mangelsdorf in ihrem künstlerischen Schaffen angefertigt, darunter auch den Maler, der Pinsel und Farbpalette in der Hand hält.
  • Über 1000 Puppen hat Elisabeth Mangelsdorf in ihrem künstlerischen Schaffen angefertigt, darunter auch den Maler, der Pinsel und Farbpalette in der Hand hält.
  • Foto: Jörg Langendorf
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

Über 1000 dieser originellen Typen hat sie in ihrer künstlerischen Laufbahn geschaffen. Viele stehen heute in den USA oder in Frankreich als Souvenir aus Freudenberg. Ein ganzes Panoptikum des Homo sapiens ist seit Freitagabend im 4Fachwerk-Mittendrin-Museum zu sehen. Gemeinsam mit Tzveta Grebe, gebürtige Bulgarin, die an der Akademie für Bildende Kunst in Sofia ausgebildet wurde, präsentiert die 85-jährige Freudenbergerin, die mit ihrem Mann, dem Ex-Stadtdirektor und Verwaltungschef Günter Mangelsdorf, in die Fachwerkstadt kam, ihre Puppensammlung und ihre Skulpturen. Thema der Ausstellung: „Schöpferische Vielfalt“. Sie läuft bis 15. September und ist mittwochs, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

Von-Weizsäcker-Bronze-Büste geschaffen

Was als Hobby für die heute 85-Jährige begann, mündete in künstlerische Aktivitäten. An der Schule für Gestaltung in Siegen begann sie zu töpfern und Speckstein zu bearbeiten und schloss sich der Künstlerinnengemeinschaft von acht Bildhauerinnen an, die unter dem Namen Skulptura 17 arbeiteten. Eines ihrer bekanntesten Werke ist die Büste des verstorbenen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, die sie in Ton gestaltete und die dann in Bronze gegossen wurde. Das Staatsoberhaupt bedankte sich bei ihr dafür ganz persönlich.

Tzveta Grebe bemalt u.a. Stromkästen

Die Arbeiten von Elisabeth Mangelsdorf sind eine wunderbare Ergänzung zu den Arbeiten von Tzveta Grebe. Siegenern, die mit offenen Augen durch die Stadt gehen, sind ihre Arbeiten bekannt. Seit 2004 arbeitet sie freiberuflich mit in der Initiative „Siegen sind wir“, die Martin Zielke ins Leben rief. Fassaden, Stromkästen und Trafohäuschen, überwiegend mit Motiven aus der Siegerländer Heimat- und Ortsgeschichte, hat sie bemalt und wieder restauriert, weil sie mit Schmierereien zerstört wurden. Tzveta Grebe: „Wenn ich das sehe, bricht es mir fast das Herz.“ In Freudenberg zeigt die Kreuztalerin, die 1998 in die Bundesrepublik übersiedelte, fünf Jahre Lehrerin für das Fach Kunst an der Hauptschule Achenbach war und seit 2000 dem Kunstverein Siegen angehört, die gesamte Bandbreite ihrer künstlerischen Aktivitäten: Neben ausdrucksstarken Porträts, viele aus ihrem persönlichen Umfeld, wie das ihres Großvaters, sind Federstrichzeichnungen mit Freudenberger Motiven sowie kunstvolle Webarbeiten zu sehen.

Nicht zu vergessen: Grebe ist Textildesignerin

„Tzveta Grebe“, so die 4Fachwerk-Vize-Vorsitzende Dr. Ingrid Leopold in ihrer sehr persönlichen Vorstellung der beiden Künstlerinnen, „ist stark beeinflusst von der traditionellen Webarbeit der bulgarischen Volkskunst mit Farbenreichtum und einer Vielfalt von Ornamenten.“ Ihr künstlerischer Beruf als Textildesignerin ermöglicht es ihr zu experimentieren und kreativ schöpferisch tätig zu sein. Und natürlich darf eines nicht fehlen: ein ausrangierter bemalter Schaltkasten vor dem Museum.

Am 22. August werden Volkslieder gesungen

1. Vorsitzender Dieter Siebel hatte zu Beginn die zahlreichen Besucher begrüßt. Die belgische Sopranistin Irene Carpentier, die seit 2016 in Freudenberg lebt, umrahmte die Vernissage mit Volksliedern; denn am Donnerstag, 22. August, 19 Uhr, laden sie und der Museumsverein zu einem Volkslieder-Mitsingkonzert ein. Und am Freitagabend durften die Gäste schon einmal üben bei „Viva la Musica“ und dem Sommerlied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ von Paul Gerhardt. Stimmgewaltig klang der Chor der Vernissagen-Besucher – da hätte sicher auch der Maler "Monsieur Pierre" mal gerne mitgesungen.

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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