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Rahel Klein auf journalistischem Roadtrip in Thüringen (Video)
#testfahrt mit Volvo und Spitzenpolitikern

Ausweichen gilt nicht, bei den Interviews, die Rahel Klein im Vorfeld der Thüringen-Wahl in einem Volvo-Klassiker geführt hat. Auch mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.
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  • Ausweichen gilt nicht, bei den Interviews, die Rahel Klein im Vorfeld der Thüringen-Wahl in einem Volvo-Klassiker geführt hat. Auch mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.
  • Foto: Phoenix
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

ciu Bonn/Oberfischbach. Wie ein Schiff kreuzt dieses Auto durch die Landschaft. In diesem Fall durch Thüringen, denn hier spielt die Geschichte einer ungewöhnlichen Testfahrt. Am Steuer des Volvo 262C Bertone sitzt die aus Oberfischbach stammende Journalistin und Moderatorin Rahel Klein, auf dem Beifahrersitz nehmen fünf Männer und eine Frau Platz, die eines eint: Sie haben sich bei der thüringischen Landtagswahl (27. Oktober) für die Spitzenkandidatur entschieden. Auf dem jeweils gut halbstündigen Roadtrip bietet sich die Gelegenheit, Mike...

ciu Bonn/Oberfischbach. Wie ein Schiff kreuzt dieses Auto durch die Landschaft. In diesem Fall durch Thüringen, denn hier spielt die Geschichte einer ungewöhnlichen Testfahrt. Am Steuer des Volvo 262C Bertone sitzt die aus Oberfischbach stammende Journalistin und Moderatorin Rahel Klein, auf dem Beifahrersitz nehmen fünf Männer und eine Frau Platz, die eines eint: Sie haben sich bei der thüringischen Landtagswahl (27. Oktober) für die Spitzenkandidatur entschieden. Auf dem jeweils gut halbstündigen Roadtrip bietet sich die Gelegenheit, Mike Mohring (CDU), Stefan Möller (hier eingesprungen für den AfD-Spitzenkandidaten Björn Höcke, der vor der Wahl sämtliche Interview-Anfragen abgelehnt hat), den amtierenden Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke), Wolfgang Tiefensee (SPD), Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen) und Thomas L. Kemmerich (FDP) auf etwas andere Weise kennenzulernen. Denn die Gesprächssituation – zwei Menschen nebeneinander, den Blick meist nach vorn, auf einer Fahrt von A nach B und mit sauren Würmchen als Proviant – ist eine andere als die des klassischen politischen Interviews.

Zu sehen auf Phoenix und auf Youtube

Obwohl Rahel Klein, die das Konzept gemeinsam mit dem Phoenix-Redakteur Sven Thomsen entwickelt hat, nichts anderes möchte als das: herausfinden, wofür genau diese politiktreibenden Menschen stehen, was ihre Ziele sind, wo sie die größten Herausforderungen sehen und auch entsprechende Lösungsansätze. Am Ende der „#testfahrt“-Reihe, die ab diesem Mittwoch an sechs Abenden jeweils ab 23.45 Uhr auf Phoenix in der Rubrik „phoenix_freistil“ zu sehen ist und auch auf dem Youtube-Kanal des in Bonn beheimateten Gemeinschaftssenders von ARD und ZDF, soll sich, sagt Rahel Klein, „jeder seine Meinung bilden können“.

Es sei nicht an ihr, „irgendeine Tendenz durchscheinen zu lassen“, sondern sie wolle als „absolut neutrale Journalistin“ agieren, ihr Gegenüber ernstnehmen und das zunächst unabhängig von der politischen Couleur. Stoße ihr freilich im Gespräch etwas auf, sei es an ihr, nachzufragen, nachzuhaken, um politische Programme wahrnehmbar zu machen.

Fahren und Reden: "multitaskingfähig"

Allgemeinplätze, rhetorische Manöver, Floskeln – dafür war ganz offenbar im schwedischen Kult-Auto kein Platz. Dass „man sich nicht immer angucken muss“, erleichterte es dem „Testfahrt“-Team, durchaus recht schnell persönlich und vertraut miteinander zu reden. Das dokumentierten die vier im Wagen installierten Kameras (drei von vorn, eine von hinten); und damit Rahel Klein beim Fahren und Reden („ich war überrascht, dass ich doch multitaskingfähig bin“) das Ziel ihrer Reise nicht verfehlte, fuhr vorneweg ein Produktionswagen. Dem galt es, einfach zu folgen.

Erste journalistische Schritte bei der SZ

Ihre ersten journalistischen Schritte machte Rahel Klein im Kultur- und Medien-Ressort der Siegener Zeitung. 2009 machte sie ihr Abitur am Löhrtor-Gymnasium, studierte zunächst in Siegen Sozial- und Medienwissenschaften und wechselte nach dem Bachelor für den Master-Studiengang nach Bonn. Parallel zum Studium der Politikwissenschaften habe sie eine Journalisten-Ausbildung absolviert, sagt sie im Gespräch mit der Siegener Zeitung, und arbeite seit 2016 freiberuflich für Deutschlandfunk Nova, die Deutsche Welle und Phoenix.

Entspannte Atmosphäre an besonderen Orten

Politische Interviews an einem besonderen Ort zu führen, diese Erfahrung hat Rahel Klein sowohl vor der Bundestagswahl 2017 als auch vor der Europawahl 2019 schon einmal gemacht – damals traf sie Politiker und Politikerinnen an einem Kiosk am Berliner Ostkreuz zu einem Talk, der sowohl politisch als persönlich sein sollte. Auch hier war die Atmosphäre eine entspannte.

Im Ausland über den Tellerrand geschaut

Konzentrieren sich diese politischen Gespräche schwerpunktmäßig auf landes- und bundespolitische Sachverhalte, hat Rahel Klein bei ihren journalistischen Reisen ins Ausland (Kenia, Kolumbien, Nepal, Palästina … – in der Regel zu entwicklungspolitischen Themen) Chancen genutzt, um „über den Tellerrand zu schauen“, was ihr hilft, Geschehnisse zwischen globalem und lokalem Handeln einzuordnen. Es ist die Neugier, die sie voranbringt, das Interesse am Mitmenschen, die Lust, Relevantes zu berichten, und das am liebsten im Radio. Sie rede einfach gern, sagt Rahel Klein. Und man hört ihr gerne zu!

Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

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