2500 Freibad-Unterstützer

Bettina Schomers und Sabine Ackermann (3. u. 4. v. l.) bereiten, eifrig unterstützt von den Kindern, das „Rahmenprogramm“ für die Unterschriftenübergabe vor.  Foto: pebe
  • Bettina Schomers und Sabine Ackermann (3. u. 4. v. l.) bereiten, eifrig unterstützt von den Kindern, das „Rahmenprogramm“ für die Unterschriftenübergabe vor. Foto: pebe
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pebe Büschergrund. Eifrig malen Julia, Massara, Luisa und Vinzent Sonne, Wasser und fröhliche Menschen auf Papierbögen und T-Shirts. Ganz ernst und ganz bunt wollen sie ihre Mamas, Sabine Ackermann und Bettina Schomers, unterstützen, wenn die sich am Donnerstag auf den Weg zum Freudenberger Bürgermeister machen. Die beiden Frauen werden dann Gewichtiges dabei haben: viele, sehr viele Unterschriften gegen eine mögliche Schließung von Hallen- und Freibad in Freudenberg.

Das Bemerkenswerte daran: Mit der Unterschriftenaktion haben sie fast ein Siebtel aller Freudenberger erreicht, aufmerksam gemacht und überzeugt. Denn entstanden ist sie aus einer Idee, die die 41-jährige Sabine Ackermann hatte, als sie von den Sparplänen des Freudenberger Kämmerers erfuhr. „Da hat mich Panik erfasst“, erzählte sie gestern Nachmittag der SZ. Zwar werde das Freibad nun doch öffnen, sagt sie, das ändere aber nichts an dem Sinn ihrer Aktion, denn „der Herbst kommt sicher wieder“.

Sabine Ackermann nutzte Telefon und Internet und machte Freunde und Bekannte aufmerksam. Eine Woche lang stiefelte sie im März, unterstützt von Bettina Schomers, durch die Geschäfte, legte die Listen im Hallenbad, bei Ärzten und in den Schulen aus. Und ging in der Fußgängerzone „Klinken putzen“.

Mit überwältigendem Erfolg. Als am Wochenende die „Stimmauszählung“ stattfand, trauten die „Aktivistinnen“ ihren Augen nicht: Rund 2500 Unterschriften sind in zwei Monaten zusammen gekommen – ein deutlicher Bürgerwille tut sich kund. „Nur wenige hätten finanzielle Bedenken gezeigt. Und gleich darauf: „Stellen Sie sich mal vor, es gäbe keinen Schwimmunterricht mehr, die Kinder könnten im Sommer nicht täglich ins Bad.“ „Außerdem“, fügte Bettina Schomers hinzu, „hat das Schwimmen in Freudenberg Tradition. Es gibt tollere Schwimmbäder, aber es ist unser Familienbad.“

Dass die Bäder sanierungsbedürftig sind, wissen auch Sabine Ackermann und Bettina Schomers. „Aber“, wandten sie ein, „man kann nicht an den Kindern sparen.“ Dann schon eher an Anschaffungen wie einem Raucherunterstand vor dem Rathaus. Auch gegen eine moderate Preiserhöhung hätten die beiden nichts einzuwenden. Und warum, fragten sie, sollte man nicht einen Förderverein für die Bäder gründen?All dies werden sie am Donnerstag Bürgermeister Eckhard Günther vortragen. Sabine Ackermann: „Die Bürger müssen lernen, zusammen zu halten. Der Rat muss sehen, dass wir auch selbst was in die Hand nehmen können.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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