Anlieger sagen »Nein« zum »Neubau« des Buschebornweges

Betroffene wünschen Wiederherstellung des Urzustandes

sz Oberholzklau. Im Dorfgemeinschaftshaus fand kürzlich eine Anliegerversammlung der Bewohner des Buschebornweges in Oberholzklau statt. Anlass des Treffens war der in der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses der Stadt Freudenberg am 18. September abgehandelte Punkt »Vorstellung der Straßenausbauplanung ,Buschebornweg’ in Oberholzklau«.

Dort wurde erläutert, dass die Stadtwerke die Durchführung von Kanalbauarbeiten im Buschebornweg beabsichtigen. Nach Abschluss der Kanalbauarbeiten soll der Weg zu einer 5,5 Meter breiten Straße zuzüglich einem 0,5 Meter breiten Schrammbord bergseits und einem 1,5 Meter breiten Gehweg talseits ausgebaut werden. Die Gesamtkosten der Maßnahme sollen rund 532000 e betragen.

Die Anwohner des Buschebornweges verabschiedeten daraufhin auf ihrer Versammlung eine Resolution. In ihr bringen sie zum Ausdruck, lediglich die Wiederherstellung der Asphaltdecke zu wünschen, um den ursprünglichen Zustand der Straße, wie er vor den Kanalbauarbeiten bestand, wieder zu erreichen.

Weiter heißt es in der Resolution, die Anwohner hätten dies auf der Versammlung vor allem damit begründet, dass die bisherigen nach dem Kanalbau wiederhergestellten Straßen (Am Löh, Bruchbergweg, Eschenbachweg, Alte Straße) entsprechend der Anpassung an das bisherige Ortsbild ebenfalls mit einer Asphaltdecke in den vorherigen Zustand versetzt worden seien.

Darüber hinaus sähen sie die große Gefahr, dass im Buschebornweg eine »Rennstrecke« entstünde und Autofahrer ermutigt würden, hier eine willkommene Abkürzung durch den Ort zu nutzen. Im Übrigen seien Straßen dieser Art im dörflichen Bereich eher unüblich.

In der Resolution wird außerdem erläutert, dass es sich bei der von der Stadt geplanten Baumaßnahme nicht um eine Erschließung handelt, wie sie üblicherweise bei Bebauungsplänen erstellt wird, sondern dass stattdessen offensichtlich das kommunale Abgabengesetz greife.

Der Buschebornweg, so der befragte Anlieger Mario McCoy gegenüber der SZ, sei im Rahmen des kommunalen Abgabengesetzes als Anliegerstraße anzusehen. Dies bedeute, dass die anzuwendende Quotierung, welche die durch das Projekt entstehende prozentuale Kostenbelastung der Anlieger regelt, hier im unteren Bereich liegen würde.

Grundsätzlich, so McCoy, könne die Bürgerschaft die Notwendigkeit eines »Neubaus« des Buschebornweges nicht nachvollziehen. Eher sei eine Verkehrsberuhigung wünschenswert.

McCoy: »Die Anlieger drücken im Rahmen des Votums ihren politischen Willen gegen das Projekt aus. Der Rat hat zu entscheiden, ob er das Projekt gegen den politischen Willen der hauptsächlich betroffenen Bürger durchsetzen will.«

Am 26. November findet zum Thema eine Info-Veranstaltung der Stadt im Dorfgemeinschaftshaus statt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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