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Hohenhain und Plittershagen
Aufwertung der Dorftreffpunkte

Das Eingangshäuschen des Bürgerhauses in Hohenhain ist bald Geschichte: Hier entsteht ein Anbau, der einen ebenerdigen Zugang zum Gebäude ermöglicht. 189 000 Euro aus dem „Dorferneuerungsprogramm“ fließen in dieses Projekt.
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  • Das Eingangshäuschen des Bürgerhauses in Hohenhain ist bald Geschichte: Hier entsteht ein Anbau, der einen ebenerdigen Zugang zum Gebäude ermöglicht. 189 000 Euro aus dem „Dorferneuerungsprogramm“ fließen in dieses Projekt.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

cs Hohenhain/Plittershagen. Zwei Dörfer, zwei Projekte und insgesamt 249 000 Euro Fördergelder – Freudenberg ist beim „Dorferneuerungsprogramm 2019“ des NRW-Heimatministeriums gut weggekommen. Die Mittel werden in Hohenhain und Plittershagen dringend benötigt, um die jeweiligen Dorftreffpunkte massiv aufzuwerten. Daran ließen alle Beteiligten im Rahmen zweier Ortstermine am Mittwoch keinerlei Zweifel aufkommen. „Ohne die tolle Vorarbeit der Ehrenamtlichen in den Dörfern würde das alles nicht funktionieren“, stellte Bürgermeisterin Nicole Reschke fest. Wie berichtet, fließen 189 000 Euro zur Erweiterung des Bürgerhauses nach Hohenhain, die Plittershagener freuen sich über Mittel in Höhe von 60 000 Euro zur Neugestaltung des Umfeldes rund um das dortige Dorfgemeinschaftshaus.

cs Hohenhain/Plittershagen. Zwei Dörfer, zwei Projekte und insgesamt 249 000 Euro Fördergelder – Freudenberg ist beim „Dorferneuerungsprogramm 2019“ des NRW-Heimatministeriums gut weggekommen. Die Mittel werden in Hohenhain und Plittershagen dringend benötigt, um die jeweiligen Dorftreffpunkte massiv aufzuwerten. Daran ließen alle Beteiligten im Rahmen zweier Ortstermine am Mittwoch keinerlei Zweifel aufkommen. „Ohne die tolle Vorarbeit der Ehrenamtlichen in den Dörfern würde das alles nicht funktionieren“, stellte Bürgermeisterin Nicole Reschke fest. Wie berichtet, fließen 189 000 Euro zur Erweiterung des Bürgerhauses nach Hohenhain, die Plittershagener freuen sich über Mittel in Höhe von 60 000 Euro zur Neugestaltung des Umfeldes rund um das dortige Dorfgemeinschaftshaus.

Neuer Eingangsbereich in Hohenhain

Im Einzelnen ist geplant: In Hohenhain ist das Gebäude, hervorgegangen aus den früheren Nutzungen als Feuerwehrgerätehaus und Jugendfreizeitheim, in die Jahre gekommen und genügt nicht mehr den heutigen Ansprüchen an einen generationsübergreifenden Dorfmittelpunkt. „19 Stufen runter zu den Toiletten – das ist deutlich zu viel“, stellte Wolfgang Bode, 1. Vorsitzender des örtlichen Heimat- und Verschönerungsvereins, fest. Abhilfe soll ein komplett neuer Eingangsbereich schaffen. „Das jetzige Häuschen kommt weg. Hier entsteht ein Anbau mit einem ebenerdigen Eingang“, erläuterte Inken Daley von der Stadtverwaltung. Im linken Bereich plane man eine Behindertentoilette, die auch von außen zugänglich sein soll. Die jetzige Außentür rechts vom Eingang werde im Zuge des Anbaus zur Zugangstür für ein Stuhllager. Die Sitzmöglichkeiten lagern gegenwärtig im Hauptraum des Gebäudes, was bei den vielfältigen Aktivitäten – genutzt wird das Bürgerhaus für Dorffeste, das Schlachtfest, Seniorennachmittage, private Feiern oder Gottesdienste – immer wieder ein Ärgernis darstellt.

Weiterer Anbau im unteren Bereich

„Im unteren Bereich des Gebäudes entsteht in Form eines zweiten Anbaus ein weiterer, reiner Lagerraum“, führte Daley aus. Außerdem auf der Agenda der Arbeiten, die noch in diesem Jahr beginnen sollen und sich voraussichtlich über drei Jahre erstrecken werden: Das Trockenlegen feuchter Kellerwände, das Anbringen einer Wärmedämmfassade, die Überarbeitung von Innenwänden, der Austausch von Fenstern und Türen sowie die Erneuerung einer Dachhälfte. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 290 000 Euro, „rund 30 000 Euro haben wir bereits als Grundstock angespart“, erklärte Wolfgang Bode nicht ohne Stolz und dankte der Spitze der Stadtverwaltung für ihren Einsatz. Um die Aufnahme eines Kredits zum „Stopfen“ der Finanzierungslücke werde man aber nicht herumkommen. Ziel sei es, das Gebäude, das der Heimatverein derzeit von der Stadt Freudenberg pachtet, nach Abschluss der Arbeiten komplett zu übernehmen.

In Plittershagen steht der Außenbereich im Fokus

Der Ansatz in Plittershagen ist ein anderer. Hier seien die Räumlichkeiten dank der Arbeit von Ehrenamtlichen über viele Jahre hinweg in einem sehr guten Zustand, erklärte Nicole Reschke. Nun gehe es darum, den Außenbereich attraktiver zu gestalten – Stichwort „Barrierefreiheit“. Ortsvorsteher Hartmut Hekter stellte das Vorhaben detailliert vor: Die Teerdecke des Innenhofes werde abgetragen und das Höhenprofil an die Mauer, die das Areal zum steilen Aufgang von der Plittershagener Straße kommend abfängt, angepasst.
Der Wall, der renoviert werden soll, wird vom Innenhof also praktisch verschwinden, sodass das Anbringen eines Geländers zwingend nötig wird. Der Aufgang von der Plittershagener Straße selbst soll ebenfalls angegangen werden, um den Weg vor allem für Senioren zu erleichtern. „Wir wollen mehr Aufenthaltsqualität, das schaffen wir jetzt“, resümierte Hekter zufrieden. Und Burkhard Leidig, 1. Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins, freute sich über ein „passendes Geschenk“ zum 40-jährigen Bestehen des Vereins.

Garage bekommt neues Gesicht und einen kleinen Nebenbau

Damit nicht genug: Die Garage neben der Immobilie bekommt ein neues Gesicht in Fachwerk-Optik sowie rechts einen kleinen Nebenanbau. So findet auch Material aus der „Alten Schule“ mehr Platz in dem Neubau. Ein Blick in die Garage genügt, um die Notwendigkeit für weiteren Stauraum zu verdeutlichen: Der Raum ist vollgepackt mit Stühlen, Bänken und Rasenmähern, die für diverse Mäharbeiten im Dorf benötigt werden. Wann immer die fleißigen Helfer von Heimatverein und Feuerwehr in den vergangenen Jahren Arbeiten in der kleinen Garage erledigen wollten, galt es zunächst, auszuräumen und Platz zu schaffen.
Auch in Plittershagen sollen die Arbeiten - die Gesamtkosten betragen rund 91 300 Euro - noch in diesem Jahr beginnen, Ende 2020 soll alles fertiggestellt sein. Feste, Zusammenkünfte und weitere vielfältige Aktivitäten finden dann auf einem deutlich aufgewerteten Außenbereich statt, der Jung und Alt zum Verweilen einlädt.

Bürgermeisterin kündigt weitere Projekte an

Für Nicole Reschke eine besondere Freude, schließlich sei Plittershagen im vergangenen Jahr bei der Förderung leer ausgegangen. „Aber wir wollten hartnäckig bleiben“, lächelte das Stadtoberhaupt und blickte bereits voraus: „Wir haben noch weitere Projekte in der Planung, die in den kommenden Jahren anstehen.“

Autor:

Christian Schwermer (Redakteur) aus Siegen

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