Schild an der Burgstraße sorgte für Spott
Baufirma gab falschen Ort an

Skurriles Bild an der Burgstraße in Freudenberg: Für Passanten waren beide Seiten versperrt.
  • Skurriles Bild an der Burgstraße in Freudenberg: Für Passanten waren beide Seiten versperrt.
  • Foto: Christian Schwermer
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

cs Freudenberg. Dieses Schild sorgte nicht nur in sozialen Netzwerken für eine Mischung aus Erheiterung, Spott und Unverständnis: An der Burgstraße im Freudenberger Zentrum – hier entsteht bekanntlich an der Stelle, an der einst das Haus Rheydt stand und das im Sommer 2018 abgebrochen wurde (die SZ berichtete), ein moderner Wohnkomplex – weist ein Schild die Fußgänger freundlich darauf hin, doch bitte die andere Straßenseite zu benutzen. Dumm nur, dass genau diese ebenfalls durch Bauzäune und Absperrbaken versperrt ist. Für Fußgänger besteht also faktisch keine Möglichkeit, die Gefahrenstelle sicher zu passieren.

Grabung an der Burgstraße beantragt

Für Aufklärung sorgte Baudezernent Matthias Tanger: „Die Baufirma, die mit der Grabung in der Burgstraße den Stromanschluss des dortigen Neubaus herstellt, hatte eine Grabung an der ,Burgstraße 15’ beantragt“, teilte Tanger auf SZ-Anfrage mit. Seitens der Stadt habe der zuständige Kollege „erhebliche Bedenken angemeldet und insbesondere eine sichere Verkehrsführung der Fußgänger zur Auflage gemacht und das Abstellen von Baufahrzeugen untersagt“.

An anderer Stelle wurde gearbeitet

Diese Auflagen seien in die verkehrsrechtliche Anordnung des Kreises als zuständige Behörde auch so übernommen worden. Das Unternehmen habe das Kopfloch aber an der Rückseite des Hauses „Hinter der Kirche 15“, also faktisch an der Burgstraße, geöffnet. Tangers Schlussfolgerung: „Offensichtlich hat sich die Baufirma bei der Beantragung der Grabung mit der Straßenbezeichnung vertan, sodass auch die verkehrsrechtliche Anordnung des Kreises von anderen Verkehrsverhältnissen ausging und lediglich ein Wechsel der Gehwegseite für die Fußgänger angeordnet wurde.“

Konsequenzen werden geprüft

Ordnungsbehördliche Konsequenzen würden derzeit geprüft. Fakt sei, dass die Genehmigung der Grabung am Freitag (25. Oktober) auslaufe. Der Kollege habe bereits Kontakt zur ausführenden Firma aufgenommen, damit die Grabung im Laufe des Tages geschlossen werde und der Gehweg wieder uneingeschränkt begehbar sei, so der Baudezernent abschließend.

Autor:

Christian Schwermer (Redakteur) aus Siegen

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