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"Aufm Heidchen" in Oberfischbach
Baugebiet rückt in weite Ferne

Die Pläne für ein mögliches Baugebiet "Aufm Heidchen" in Oberfischbach können wohl durch den Schredder gejagt werden.
  • Die Pläne für ein mögliches Baugebiet "Aufm Heidchen" in Oberfischbach können wohl durch den Schredder gejagt werden.
  • Foto: Christian Schwermer (Archiv)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ihm Oberfischbach. Es hätte so schön sein können: 25 Bauplätze Aufm Heidchen in Oberfischbach – da wären bauwillige Familien endlich zum Zuge gekommen, und eine Bauplatzreserve für die nächsten Jahre wäre wohl auch drin gewesen. Aber der Konjunktiv sagt es bereits: Das wird wohl nichts. Der Freudenberger Stadtentwicklungsausschuss musste am Mittwoch zur Kenntnis nehmen, dass der Bebauungsplan Nummer 93 wenig Chancen auf Realisierung hat.
Wohnraum für Oberfischbach
Dafür sind zwei Gründe verantwortlich; zum einen die schwierige und teure Verkehrserschließung. Ein Kreisverkehr sollte das Baugebiet an die Oberfischbacher Straße anbinden. Eine riesige Böschung und eine Steigung der Straße von 12 Prozent wären die Folge. Allein für den Straßenbau wären 1,35 Millionen Euro aufzuwenden.

ihm Oberfischbach. Es hätte so schön sein können: 25 Bauplätze Aufm Heidchen in Oberfischbach – da wären bauwillige Familien endlich zum Zuge gekommen, und eine Bauplatzreserve für die nächsten Jahre wäre wohl auch drin gewesen. Aber der Konjunktiv sagt es bereits: Das wird wohl nichts. Der Freudenberger Stadtentwicklungsausschuss musste am Mittwoch zur Kenntnis nehmen, dass der Bebauungsplan Nummer 93 wenig Chancen auf Realisierung hat.

Wohnraum für Oberfischbach

Dafür sind zwei Gründe verantwortlich; zum einen die schwierige und teure Verkehrserschließung. Ein Kreisverkehr sollte das Baugebiet an die Oberfischbacher Straße anbinden. Eine riesige Böschung und eine Steigung der Straße von 12 Prozent wären die Folge. Allein für den Straßenbau wären 1,35 Millionen Euro aufzuwenden.

Glatthafer als geschützte Pflanzenart

Zum anderen stellt der Glatthafer ein Problem dar. Diese geschützte Pflanzenart besiedelt praktisch das gesamte Plangebiet. Deshalb könne man Eingriffe nicht mit den üblichen Ökopunkten ausgleichen, hieß es von seiten der Bauverwaltung, sondern man müsse ein gleich großes Gebiet (über 3 Hektar) so herrichten, dass der Glatthafer dort eine neue Heimat finde.
Auch wenn gar keine endgültige Entscheidung vorgesehen war, starb der Bebauungsplan Aufm Heidchen in der Aula des Schulzentrums de facto einen schnellen Tod. Oberfischbachs Ortsvorsteher Achim Loos appellierte an den Stadtentwicklungsausschuss, stattdessen das Gebiet „Katzenberg“ wieder in den Fokus zu nehmen. Das biete zwar nur acht bis zehn Bauplätze, sei aber viel geeigneter.
Dieser Ansicht war auch die CDU-Fraktion, während die SPD dafür plädierte, neben dem Katzenberg noch weitere Baumöglichkeiten in Oberfischbach zu prüfen.

Auch der Baugebiet "Katzenberg" in Oberfischbach wird wohl nicht realisierbar sein

Glatt wird es wohl auch am Katzenberg nicht laufen mit dem Bauen. Baudezernent Matthias Tanger warnte vor Euphorie: „Die landesplanerische Zustimmung für den Katzenberg sehe ich in weiter Ferne.“ Die Bezirksregierung Arnsberg habe deutlich mitgeteilt, dass sie der Bebauung wahrscheinlich nicht zustimmen werde. „Wir können es noch mal probieren, aber die Antwort ist eigentlich schon klar. “
Bis zur nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses wird die Stadt trotzdem noch einen Vorstoß in Arnsberg unternehmen. Womöglich ändern die Erkenntnisse zum Baugebiet Aufm Heidchen ja die ablehnende Haltung der Landesplaner zum Katzenberg.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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