Budenzauber in den Gassen

Weihnachtsmarkt in Freudenberg: Über 40 Vereine, Verbände und Privatpersonen mit dabei

ole Freudenberg. Vergangenes Jahr zur gleichen Zeit versank ganz Deutschland im Schnee, von winterlich und kalt war an diesem Wochenende hingegen nichts zu vermelden. Doch die Freudenberger und ihre zahlreichen Gäste ließen sich nicht aus ihrer Feier- und Weihnachtsstimmung bringen.

Der Freudenberger Weihnachtsmarkt ist gute Tradition, ein Weihnachtsmarkt von den Bürgern und den Vereinen für sich selbst, die Nachbarn, die Freunde und die Auswärtigen, die vielfach über Nacht im »Alten Flecken« bleiben. Auch nach offiziellem Toresschluss geht es an diesen Tagen noch lange weiter, dafür sind die »Flecker« bekannt. »Wir hätten nicht gedacht«, so Arthur Schnell, Ortsvorsteher von Lindenberg, und seine »Mitkämpfer« der ARGE »625 Jahre Lindenberg« beim Reibewaffeln-Backen, »dass so lange gegessen wird. Bis zum Schluss wurden wir die Waffeln quitt. Durch die Verlängerung bis 21 Uhr hat sich alles nach hinten verlagert und auch mehr verteilt.« Auch der Nikolaus mit seinem Gefolge zog wie gewohnt durch die Gassen mit den festlich geschmückten Buden. Über 40 Vereine, Verbände und Privatpersonen waren wieder mit dabei. Viel Handwerkliches und selbst Gemachtes gab es zu erwerben, ob Hardanger Deckchen und Sterne, selbst gestrickte Wollstrümpfe, Konfitüren, Marmeladen, Krippenfiguren aus dem Erzgebirge, Holzspielzeug, Kräuter, Weihnachtsdekorationen aller Art oder Kerzen und Fensterschmuck. Wie immer mit dabei auch die Freude aus der Partnerstadt Môr in Ungarn. Bei den Pfadfindern der Siedlung St. Marien in Freudenberg konnten die Kinder Bälle filzen; Kegeln am Seil machte, genau wie Runden auf der Eisenbahn drehen, vor allem den Kleinsten riesig Spaß.

Auf der Showbühne gab es an beiden Tagen wieder ein buntes und abwechslungsreiches Programm, von Vorträgen der Musikschule Freudenberg, des MGV Liedertafel, des Posaunenchors des CVJM Bühl, des gemischten Chors aus Büschergrund und der Seniorentanzgruppe »Fröhlicher Kreis« bis zu den Aufführungen der »Dance Operation«. Gegen 21 Uhr wurde am Samstag auf der Bühne noch der »ARTventkalender« des Kulturfleckens Silberstern eröffnet. Vier der fünf Damen der Gruppe Aquabella, die an diesem Abend ein Konzert in der evangelischen Kirche gegeben hatten, ließen es sich nicht nehmen, zwei »A-capella«-Stücke zur Begeisterung des Publikums vorzutragen.

Am Sonntag ging es ab 11 Uhr weiter. Als das Jagdhornbläsercorps des Hegerings Freudenberg aufspielte, kam mit Sicherheit auch der letzte Langschläfer im »Alten Flecken« aus den Federn. Weiter ging es auf der Showbühne unter der bewährten Federführung und Moderation von Wilfried Kray unter anderem mit dem Chor »Zwischentöne«, dem Heimatquartett Niederndorf und Stephan Schulz mit Liedern zur Vorweihnachtszeit. Über 100 Aktive waren an den zwei Tagen hinter und auf der Bühne tätig.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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