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Vier mögliche Varianten: von naturnah bis Premium
Campingplatz im Gambachtal machbar

„Wer leere Campingplätze hat, der macht was falsch“, sagt Experte Christian Rast aus Köln, der sich im Gambachtal ein solches Angebot – vom Zelt über Blockhütten bis zu Premiumstellplätzen –  ganzjährig im Gambachtal vorstellen kann: inmitten der Natur und doch nahe an der Altstadt.
  • „Wer leere Campingplätze hat, der macht was falsch“, sagt Experte Christian Rast aus Köln, der sich im Gambachtal ein solches Angebot – vom Zelt über Blockhütten bis zu Premiumstellplätzen – ganzjährig im Gambachtal vorstellen kann: inmitten der Natur und doch nahe an der Altstadt.
  • Foto: SZ (Collage)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

nja Freudenberg. Das Gambachtal eignet sich für einen Campingplatz. Das infrage kommende Areal – dort, wo vier Tennisplätze nicht mehr genutzt werden – liegt ruhig in der Natur und doch nicht unerreichbar weit weg von der Freudenberger Altstadt. Im besten Falle könnte Freudenberg seine Übernachtungszahlen mit diesem voll im Trend liegenden Urlaubsangebot verdoppeln. Von „20 000 Übernachtungen plus/minus 4000“ ist die Rede. Indes: Die 1,7 Hektar sind „gerade so ausreichend“, sagte Gutachter Christian Rast von der Freizeit- und Tourismusberatung GmbH (ift) aus Köln am Mittwoch, als er der Politik seine Machbarkeitsstudie erläuterte. Und er legte den Finger in eine Wunde: „Erweiterungsmöglichkeiten gibt es leider keine.

nja Freudenberg. Das Gambachtal eignet sich für einen Campingplatz. Das infrage kommende Areal – dort, wo vier Tennisplätze nicht mehr genutzt werden – liegt ruhig in der Natur und doch nicht unerreichbar weit weg von der Freudenberger Altstadt. Im besten Falle könnte Freudenberg seine Übernachtungszahlen mit diesem voll im Trend liegenden Urlaubsangebot verdoppeln. Von „20 000 Übernachtungen plus/minus 4000“ ist die Rede. Indes: Die 1,7 Hektar sind „gerade so ausreichend“, sagte Gutachter Christian Rast von der Freizeit- und Tourismusberatung GmbH (ift) aus Köln am Mittwoch, als er der Politik seine Machbarkeitsstudie erläuterte. Und er legte den Finger in eine Wunde: „Erweiterungsmöglichkeiten gibt es leider keine.“

Campingplatz im Gambachtal ist machbar

Ein Campingplatz – als Hauptzielgruppe sieht er Familien mit Kindern bis 14 Jahre – sei dennoch machbar, „aber kein Selbstläufer. Wenn Sie eine Chance auf dem Markt haben wollen, muss er ganzjährig geöffnet sein und professionell geführt werden.“ Ohne Grundstück und Erschließung müssten rund 1,3 Millionen Euro investiert werden.
Vier Varianten präsentierte der Experte dem Tourismusausschuss – vom Premiumplatz bis hin zur naturnahen Lösung, die dennoch Komfortverwöhnte nicht ganz außen vor lässt. Spielplätze sind in allen Varianten vorgesehen.

Verschiedene Campingplätze möglich

A: Premiumplatz
32 Premiumstellplätze teilweise mit eigenen Mietbädern, zwölf Komfortstellplätze, sechs Mobilheime (mit Duschen, Toiletten und Heizung), vier rustikale Blockhütten (ohne Sanitärbereich, aber beheizbar), das Sanitärgebäude liegt zentral in der Mitte, hinzu kommt ein Rezeptionsgebäude mit kleinem Kiosk und Bistrobereich.
Der Fokus liegt auf einem Premiumangebot für qualitätsbewusste, kaufkräftige Zielgruppen. Diese Variante hebt sich besonders von der umliegenden Konkurrenz (u. a. im Sauerland) ab.
B: ausgeglichener Campingplatz mit Zeltwiese
18 Premiumstellplätze teilweise mit Mietbädern, 29 Komfortstellplätze, Wiese für ca. 15 Zelte, sechs Mobilheime, vier rustikale Blockhütten (ohne Sanitärbereich, aber beheizbar), das Sanitärgebäude liegt zentral in der Mitte, Rezeptionsgebäude mit kleinem Kiosk und Bistrobereich.
Der Fokus liegt auf einer durchmischten Zielgruppe.
C: Campingplatz mit kombinierter Rezeption
18 Premiumstellplätze, teilweise mit Mietbädern, 29 Komfortstellplätze, Wiese für ca. 15 Zelte, sechs Mobilheime, vier rustikale Blockhütten. Das Sanitärgebäude befindet sich mit der Rezeption inklusive Kiosk und Bistro unter einem Dach.
D: naturnaher Campingplatz
Zwölf Premiumstellplätze teilweise mit Mietbädern, 37 Komfortstellplätze, ausgeprägte Zeltwiese für ca. 30 Zelte, vier Mobilheime, sechs rustikale Blockhütten. Das Sanitärgebäude liegt zentral in der Mitte, Rezeptionsgebäude mit kleinem Kiosk und Bistrobereich.
Der Fokus liegt auf naturnahen und familienfreundlichen Erlebnissen vor Ort. Dies zieht vor allem naturverbundene Abenteurer sowie qualitätsbewusste und junge Familien an. U. a. sind auch Zeltlager denkbar.

Naturnaher Campingplatz in Freudenberg empfohlen

Die Kölner empfehlen einen hochqualitativen, naturnahen Platz ohne große Versiegelung – und somit die Varianten C und D. Von Minimum 4 Sternen ist die Rede. Betriebswirtschaftlich sei es sinnvoll, Rezeption und Sanitäranlage unter einem Dach zu vereinen. Lange Wege gebe es aber ohnehin nicht.
Die Wirtschaftlichkeit
Am positivsten ist das Betriebsergebnis bei Variante D – je nach Auslastungs- und Preisgestaltung reicht es von gerundet 110.000 bis 200.000 Euro im Jahr. Das Einzugsgebiet wird als sehr attraktiv bewertet: „Der Campingplatz kann Freudenberg hin zu einem beliebten Touristenort voranbringen“, steht in der Studie. In den vergangenen zehn Jahren, so gaben die Kölner Politik und Verwaltung aber auch zu verstehen, habe sich in Freudenberg touristisch nicht viel getan.

Weiher-Stellplatz hat Potenzial Bürgermeisterin Nicole Reschke soll nun das Gespräch mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein suchen, um eine touristische oder soziale Nutzung der ehemaligen Tennisplätze zu erörtern. Die Waldritter hatten ein Naturerfahrungszentrum vorgeschlagen. Die CDU enthielt sich am Mittwoch, hat noch Beratungsbedarf bis zum Ratsentscheid. Gutachter Rast hält auch einen Ausbau der Camping-Stellplätze am Gambachsweiher für sinnvoll: „Den Platz bekommen sie auch voll. Wer heute leere Campingplätze hat, der macht was falsch.“ Das war Wasser auf die Mühlen der CDU, die die Erweiterung der Wohnmobilplätze dort – bislang ohne Erfolg – beantragt hatte. „Wir sollten das Projekt Gambachsweiher schnell vorantreiben“, betonte Christoph Reifenberger (CDU) – zumal Nicole Reschke mit Blick auf einen neuen Campingplatz im Tal die Planungsphase von rund zwei Jahren ins Gedächtnis gerufen hatte.
Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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