Heimatverein baut Feuerwehrhaus um
Dorfgemeinschaftshaus macht sich

Statt 3 Meter musste der Anbau 5 Meter vom Gewässer (links) entfernt stehen. Deswegen hat sich die Form des Gebäudes im Laufe der Planungen verändert.
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  • Statt 3 Meter musste der Anbau 5 Meter vom Gewässer (links) entfernt stehen. Deswegen hat sich die Form des Gebäudes im Laufe der Planungen verändert.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sos Oberfischbach. 5000 bis 6000 ehrenamtliche Arbeitsstunden hätten die Oberfischbacher ganz sicher schon in das neue Dorfgemeinschaftshaus gesteckt, schätzt Jochen Utsch. Er ist 2. Vorsitzender des Heimatvereins und kennt den aktuellen Stand der Umbaumaßnahmen des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses ganz genau. Am Freitag führten er und weitere Vereinskollegen die Unterstützer des Projekts über die Baustelle.

Kleine "Überraschungen" erschwerten Arbeit

„Das ist ein hartes Stück Arbeit, das fliegt einem nicht so zu“, wusste Ortsvorsteher Achim Loos zu berichten. Vor allem einige „Überraschungen“ hätten den Zeitplan durcheinandergewirbelt, ergänzte Utsch. Noch vor dem eigentlichen Start habe man feststellen müssen, dass der gewünschte Anbau zu nah an dem nebenfließenden Gewässer geplant gewesen sei. Alle seien von 3 Metern Abstand ausgegangen, 5 Meter hätten es dann aber sein müssen. „Wir sind immer weiter zurückgehüpft“, erinnerte sich Jochen Utsch. „Deswegen sieht es ein bisschen gewöhnungsbedürftig aus, aber wir kriegen das alles hin.“
Auch sei ihnen nicht klar gewesen, dass noch mehrere schwere Stahlträger ersetzt und neu eingezogen werden mussten. „Vielleicht waren wir manchmal ein bisschen blauäugig“, blickte Rolf Kray als 1. Vorsitzender des Heimatvereins zurück. Aber vielleicht müsse man das auch sein.

Einige Dachziegel fehlen noch

Diese Hindernisse sind jedenfalls überwunden; inzwischen ist auch der Estrich gegossen und das Dach gedeckt. Apropos Dach: „Als wir die Dachziegel im Internet bestellt haben, konnten wir nur grob schätzen, wieviel wir brauchen“, so Utsch. Etwa 10 Quadratmeter fehlten jetzt leider noch – „falls also jemand zufällig ähnliche Ziegel vorrätig hat, nehmen wir sie gerne an“, sagte er lachend. Einen richtigen Hingucker gibt es schon jetzt: die Gaube. Eine solche sei auf den Häusern hier üblich gewesen, so Rolf Kray. „Einige glauben schon, die war immer da. Das ist das beste Zeichen.“

Platz für 40 Gäste

In der unteren Etage sollen bei Geburtstagen oder Konfirmationen künftig rund 40 Menschen Platz finden, je nach Bestuhlung. In einer kleinen Küche kann Essen vorbereitet werden und gegenüber wird ganz bestimmt das ein oder andere Bier über die Theke gehen. Bei dem Bau der Toiletten wurde darauf geachtet, dass eine davon barrierefrei ist.
„Bis auf den Estrich haben wir alles selbst gemacht“, zeigte Utsch sich stolz auf die geleistete Arbeit, nur die Sanitär- und Elektroeinrichtung hätten Fachfirmen übernommen. Viele hätten kaum Erfahrung in solchen Dingen, aber alle hätten viel gelernt, so Björn Siebert vom Heimatverein. „Das hat viel Spaß gemacht.“

Treffpunkt für Jugendliche

„Und jetzt gehen wir in den schönsten Raum im ganzen Gebäude, und zwar nach oben“, kündigte der Bauleiter an. Hier entsteht ein Raum, den die Dorfjugend sich so einrichten darf, wie sie möchte. Mit einem Kicker- oder Billardtisch, Tischen, Stühlen und Sofas. „Das wird ein guter Anlaufpunkt. Sie sollen sagen: Hier fühlen wir uns wohl, hier gehen wir gerne hin.“
Inzwischen habe sich ein Jugendausschuss innerhalb des Vereins gegründet, der die Verantwortung weitestgehend übernehmen werde.

Fertigstellung Ende des Jahres

Bis zum Kartoffelfest wird das Haus vermutlich nicht fertig sein, jedenfalls nicht die Außenanlage, die noch befestigt werden muss. Spätestens Anfang des kommenden Jahres können aber die ersten Feste stattfinden. Insgesamt rechne er mit rund 120 000 Euro Gesamtkosten, sagte Utsch, genau könne man das aber nie sagen. Finanziert wird das Projekt aus Ikek-Mitteln und dank der Unterstützung der NRW-Stiftung, der Freudenberger Bürgerstiftung, der Sparkasse, der Volksbank und privaten Spenden.
Der Heimatverein habe außerdem vor einiger Zeit eine Dorf- und Straßensammlung initiiert, bei der sich viele Oberfischbacher beteiligt hätten, zeigte Jochen Utsch sich dankbar. Und Achim Loos fügte hinzu: „Wir brauchen die Leute aber auch für die Zukunft. Das Haus soll mit Leben gefüllt sein. Sonst war all die Arbeit umsonst“.

Autor:

Sonja Schweisfurth (Redakteurin) aus Siegen

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