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Kreisel im Zentrum laut Experten umsetzbar
Drei Kreisverkehre für Freudenberg

Der Verkehr auf der Bahnhofstraße läuft bekanntermaßen meist stockend. Kreisverkehre könnten die Lösung bringen.
  • Der Verkehr auf der Bahnhofstraße läuft bekanntermaßen meist stockend. Kreisverkehre könnten die Lösung bringen.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

cs Freudenberg. Läuft es schon bald richtig rund im Freudenberger Zentrum? „Aus fachlicher Sicht würde es funktionieren“, fasste jetzt Dr. Sigrid Westphal vor dem Bau- und Verkehrsausschuss die zentrale Erkenntnis ihrer umfangreichen Untersuchung zusammen. Es, damit meint die Fachfrau von Brilon Bondzio Weiser, einer Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen aus Bochum, die Errichtung von Kreisverkehren im Bereich der Olper bzw. der Bahnhofstraße im Kerngebiet der Stadt. SPD und FDP hatten, wie berichtet, bereits im vergangenen Jahr per Antrag gefordert, die L 512 in diesem Bereich zur ampelfreien Zone zu erklären – eine Idee, deren Umsetzung bis vor Kurzem jedoch in weiter Ferne zu sein schien.

cs Freudenberg. Läuft es schon bald richtig rund im Freudenberger Zentrum? „Aus fachlicher Sicht würde es funktionieren“, fasste jetzt Dr. Sigrid Westphal vor dem Bau- und Verkehrsausschuss die zentrale Erkenntnis ihrer umfangreichen Untersuchung zusammen. Es, damit meint die Fachfrau von Brilon Bondzio Weiser, einer Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen aus Bochum, die Errichtung von Kreisverkehren im Bereich der Olper bzw. der Bahnhofstraße im Kerngebiet der Stadt. SPD und FDP hatten, wie berichtet, bereits im vergangenen Jahr per Antrag gefordert, die L 512 in diesem Bereich zur ampelfreien Zone zu erklären – eine Idee, deren Umsetzung bis vor Kurzem jedoch in weiter Ferne zu sein schien. Mit der aufwändigen Analyse der Experten aus dem Ruhrgebiet aber hat die Freudenberger Politik nun erstmals eine fundierte Grundlage zur Verbesserung des Verkehrsflusses im Zentrum. Autofahrer werden hier bekanntlich besonders zu den Stoßzeiten vor eine echte Geduldsprobe gestellt. Dr. Sigrid Westphal: „Die Entscheidung, ob hier der große Wurf gewagt wird, liegt nun bei der Stadt.“

Gleich drei Kreisverkehre könnten entstehen

Nach den ersten Überlegungen der Ingenieurgesellschaft könnten gleich drei Kreisel entstehen. Aus Richtung der Peimbach kommend, müssten Autofahrer dann zunächst an der Kreuzung Olper Straße / Fließenhardstraße / Siegener Straße kräftig am Lenkrad drehen. Auch am Abzweig der Bahnhofstraße auf „Zum Kurpark“ bzw. zur Kuhlenbergstraße könnte es in Zukunft rund laufen, ebenso wie an der Kreuzung zur Krottorfer Straße.

Bahnhofstraße im Fokus

Übrigens: Dass zwischen Theorie und Praxis oftmals eine große Lücke klafft, gab Dr. Sigrid Westphal ohne große Umschweife zu. „Die Messwerte sind viel besser als das, was man in der Realität sieht“, staunte die Ingenieurin über die gesammelten Resultate im Rahmen einer Verkehrszählung nicht schlecht. Tatsächlich kommt der Bereich hinsichtlich der ermittelten Wartezeiten überwiegend ziemlich gut weg – eine Einschätzung, der die meisten Autofahrer wohl vehement widersprechen dürften.

Defensives Fahren in Freudenberg

Eine Teilschuld an den gegenwärtigen Verhältnissen gibt Sigrid Westphal dabei allerdings den Verkehrsteilnehmern selbst, „in Freudenberg wird sehr defensiv gefahren – das ist schon eine Besonderheit“, wunderte sich die Fachfrau darüber, dass sich die Menschen mit ihren Pkw unbewusst wohl längst mit dem permanenten Stop-and-go-Verkehr angefreundet haben und langsamer fahren, als dies eigentlich nötig wäre.
Wenig überraschend: In Zeiten des zunehmenden Gebrauchs von E-Bikes und dem damit einhergehenden Ringen um ein kreisweites Radverkehrwegekonzeptes steht natürlich die Frage nach der Sicherheit für Zweiradfahrer im Fokus. Denn eigene Radwege sieht das erste Konzept der Planer (noch) nicht vor. „Das ist aber nicht so schlimm, wie es sich anhört“, versuchte Sigrid Westphal das Gremium zu beruhigen. Es sei keine unsichere Lösung, wenn die Radler die neu entstehenden Kreisverkehre als „normale“ Verkehrsteilnehmer mitnutzten. Baudezernent Matthias Tanger gab dabei zu bedenken, dass sich bei den vorgestellten Entwürfen lediglich um „ganz grobe Skizzen“ handele. Im Zuge von Kreisverkehren fielen schließlich die Linkgsabbiergerspuren weg, „die könnte man für durchgehende Radwege nutzen“, überlegte Tanger.

Grünphasen der Ampeln sollen optimiert werden

Ob und wann im Freudenberger Zentrum tatsächlich die Bagger anrollen, um drei Kreisverkehre zu bauen, steht allerdings noch in den Sternen – weil es sich bei der Olper bzw. der Bahnhofstraße um eine Landesstraße handelt, muss die Verwaltung zunächst das Gespräch mit dem Landesbetrieb Straßen NRW suchen. Dafür sprach sich der Bau- und Verkehrsausschuss aus. Bis dahin sollen die Grünphasen der bestehenden Ampelanlagen optimiert werden.

Autor:

Christian Schwermer (Redakteur) aus Siegen

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