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Jahresempfang der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine
Ehrennadel für ein Quintett

Das Gruppenfoto des diesjährigen Jahresempfangs der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine: Jochen Utsch (Oberfischbach), Bürgermeisterin Nicole Reschke, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Friedhelm Röcher (Lindenberg), Reinhard Wüst (Freudenberg), Dieter Schmidt (Freudenberg) Heimatgebietsleiter Dieter Tröps, Heinz Fischbach (ARGE), Karl-Heinz Molsbeck (Oberfischbach) und ARGE-Vorsitzender Bernd Brandemann (v. l.)
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  • Das Gruppenfoto des diesjährigen Jahresempfangs der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine: Jochen Utsch (Oberfischbach), Bürgermeisterin Nicole Reschke, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Friedhelm Röcher (Lindenberg), Reinhard Wüst (Freudenberg), Dieter Schmidt (Freudenberg) Heimatgebietsleiter Dieter Tröps, Heinz Fischbach (ARGE), Karl-Heinz Molsbeck (Oberfischbach) und ARGE-Vorsitzender Bernd Brandemann (v. l.)
  • Foto: Christian Schwermer
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

cs Freudenberg. Der Freudenberger Ratssaal soll an dieser Stelle nicht geschmälert werden – mit dem Ambiente der altehrwürdigen ev. Kirche im Stadtzentrum vermag der Raum jedoch nicht mitzuhalten. So fand der diesjährige Jahresempfang der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine (ARGE) in einer festlichen Atmosphäre statt, die fast schon ein wenig weihnachtliche Stimmung aufkommen ließ. Traditionell ehrt die ARGE am 7. November – an diesem Tag übergab Graf Johann von Nassau 1456 den Bürgern ihre Freiheitsrechte – besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich in herausragender Art und Weise für ihre Heimat einsetzen.

cs Freudenberg. Der Freudenberger Ratssaal soll an dieser Stelle nicht geschmälert werden – mit dem Ambiente der altehrwürdigen ev. Kirche im Stadtzentrum vermag der Raum jedoch nicht mitzuhalten. So fand der diesjährige Jahresempfang der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine (ARGE) in einer festlichen Atmosphäre statt, die fast schon ein wenig weihnachtliche Stimmung aufkommen ließ. Traditionell ehrt die ARGE am 7. November – an diesem Tag übergab Graf Johann von Nassau 1456 den Bürgern ihre Freiheitsrechte – besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich in herausragender Art und Weise für ihre Heimat einsetzen.

Gedenken an Opfer von Alchen

ARGE-Vorsitzender Bernd Brandemann dankte der Kirchengemeinde in seiner Begrüßung für ihre Gastfreundschaft, dem CVJM-Posaunenchor unter Leitung von Karl-Otto Bäumer für die musikalische Untermalung sowie dem Heimatverein Bühl, der für einen Imbiss sorgte. Brandemann nutzte die Gelegenheit auch, um nachdenkliche Töne anzustimmen. „Ein Ort stand und steht still. Die Betroffenheit hält an“, erinnerte er an den schrecklichen Unfall im Rahmen des Alcher Backesfestes. Zwei Frauen verloren bekanntlich auf tragische Art und Weise ihr Leben. Der Vorsitzende richtete einen besonderen Dank an den Alcher Heimatvereins-Vorsitzenden Martin Lucke für „seine unsagbar schwere Arbeit“. Da brandete im gut besetzten Gotteshaus warmer Applaus auf.

Hans-Josef Vogel mit drei Glückwünschen im Gepäck

Das Wort übergab Brandemann sodann an den Ehrengast des diesjährigen Empfangs. Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg, referierte über „die Neuentdeckung von Heimat“ und hatte zuvor gleich drei Glückwünsche im Gepäck: Für die urkundliche Ersterwähnung der Stadt Freudenberg vor 630 Jahren, für den 563. Jahrestag der „Flecken- und Freiheitsrechte“ und nicht zuletzt für das 50-jährige Bestehen der ARGE, deren Gründung eng mit der kommunalen Neugliederung 1969 zusammenhängt (die SZ berichtete). Vogel: „Vielen Dank für Ihr bürgerschaftliches Engagement!“
Die fünf diesjährigen Preisträger der Ehrennadel hatten zu diesem Zeitpunkt längst im Altarraum des historischen Gotteshauses Platz genommen. Für jeden einzelnen fanden Heinz Fischbach, Ortsvorsteher Hohenhain, und Dirk Peiniger, Ortsvorsteher Dirlenbach, die passenden Worte. Erneut oblag es Mario Topol als stellv. Vorsitzendem der ARGE, dem Quintett die Ehrennadel an die Brust zu heften.

  • Karl-Heinz Molsbeck (Oberfischbach): Wenn er im Dorf gebraucht wird, steht Karl-Heinz Molsbeck sofort parat – mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit. Als Experte in seinem Malerhandwerk liegt ihm der Erhalt von Baudenkmälern am Herzen, aktuell ist der 80-Jährige beim Innenausbau des neuen Dorfgemeinschaftshauses aktiv mit dabei.
  • Friedhelm Röcher (Lindenberg): Als Dorf-Chronist beschrieb die Siegener Zeitung Friedhelm Röcher in einem Artikel über den Abbruch von „Arnolds Haus“. Seit der Gründung des Heimatvereins 1967 war der Heimatkundler aktiv für den Verein tätig. Seine große Leidenschaft gilt der Erforschung der Geschichte „seines“ Dorfes. Die Vorstandsarbeit in der ev. Gemeinschaft sowie jahrelange kommunalpolitische Tätigkeit runden sein vielfältiges Engagement ab. 
  • Dieter Schmidt (Freudenberg): 125 Bänke betreut der Heimat- und Verschönerungsverein Freudenberg, um ganze 18 davon kümmert sich Dieter Schmidt. Die bestens gepflegten Sitzgelegenheiten rund um den Trulich sind dabei eine echte Visitenkarte für die Stadt. 
  • Jochen Utsch (Oberfischbach): Seitdem die Heimatfreude Oberfischbach aus der Taufe gehoben wurden, bekleidet Jochen Utsch ein Amt im Vorstand, aktuell als stellv. Vorsitzender. Mittendrin statt nur dabei ist Utsch auch im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr, wirkte maßgeblich an dem Ende der 1990er-Jahre errichteten Gerätehaus mit. Auch die Jubiläumsfeierlichkeiten 2017 organisierte Jochen Utsch federführend mit. 
  • Reinhard Wüst (Freudenberg): Seit einigen Jahren organisiert Reinhard Wüst die alljährlichen Kurkonzerte, pflegt zudem die Pflanzbeete am Kinderspielplatz beim Feuerwehrgerätehaus. Als „Brunnenpate“ kümmert sich der Freudenberger um die Instandhaltung des Rebecca-Brunnens. 

„Sie sind dabei, Sie sind die Antreiber, die Macher“, lobte Bürgermeisterin Nicole Reschke die Preisträger. Die Ausgezeichneten stünden beispielhaft für die vielen Menschen, die dafür sorgten, die hohe Lebensqualität in den Ortschaften zu erhalten. Pfarrer Thomas Ijewski nutzte in seiner Rolle als Gastgeber des kurzweiligen Abends indes die Gelegenheit, um weiter um Spenden für den Umbau der ev. Kirche zu werben (die SZ berichtete ausführlich).Zum Abschluss hatte Dieter Tröps eine besondere Überraschung parat: Der Heimatgebietsleiter hatte die Walter-Oerter-Medaille – eine Auszeichnung, die nicht allzu oft verliehen wird – mitgebracht und verlieh diese der ARGE für ihre erfolgreiche Arbeit in der Heimatpflege.

Autor:

Christian Schwermer (Redakteur) aus Siegen

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