»Endlich ein Domizil für den Heimatverein«

In Oberholzklau ist der Bau eines Arbeits- und Gerätehauses mit Backes geplant

Oberholzklau. Post vom Heimat- und Verschönerungsverein Oberholzklau werden in den nächsten Tagen etwa 100 Unternehmen vor allem im Freudenberger Land erhalten. In dem Schreiben werden sie gebeten, den geplanten Neubau eines Werk-, Arbeits- und Geräteraums in direkter Nähe des Dorfgemeinschaftshauses durch den Kauf von »Bausteinen« zu unterstützen.

Der Heimat- und Verschönerungsverein hat zur Zeit über 200 Mitglieder bei einer Dorfbevölkerung von etwa 580 Einwohnern. Er verfolgt gemeinnützige Zwecke wie Natur- und Artenschutz, betreibt heimatgeschichtliche Projekte, fördert kulturelles und soziales Engagement im Ort und organisiert regelmäßige Veranstaltungen wie die Aktion »Saubere Flur«, Frühlingswanderungen, ein Kartoffelbratfest oder den Tanz in den Mai. Zur Verbesserung der Arbeit plant der Verein nun den Bau eines Arbeits- und Gerätehauses mit Backes.

»Endlich ein Domizil für den Heimat- und Verschönerungsverein – Wie wir finden, eine erstrebenswerte Sache«, heißt es in einem Faltblatt mit Hinweis auf ein entsprechendes Votum in der letzten Jahreshauptversammlung. Begründet wird dieses Ansinnen beispielsweise damit, dass die Werkzeuge des Vereins über den ganzen Ort verstreut seien, bei Arbeitseinsätzen Zeit durch das »Zusammensuchen« verloren gehe. Bei einem eigenen Arbeitsraum bestehe zudem außerhalb offizieller Einsätze die Möglichkeit, angefangene Arbeiten zu beenden. So könnten defekte Ruhebänke aus der Gemarkung schneller auf Vordermann gebracht werden. Die Restauration historischer Gegenstände erfordere viel Zeit und »nicht zuletzt auch viel Platz, den wir momentan leider nicht haben«. Für das Basteln und Werkeln für den Weihnachtsmarkt sei die Heimatstube »ein denkbar ungünstiger Ort. Gleiches gilt für unsere monatliche Vorstandssitzung. Den so gewonnenen Platz in der Heimatstube könnten wir uns sehr gut mit weiteren Exponaten vorstellen.« Zudem, so der Verein weiter, könne man in Zukunft weitere Aktivitäten für die Mitbürger anbieten oder Werk- und Bastelarbeiten mit Kindern oder Jugendlichen durchführen – mit Blick auf die 30 neuen Bauplätze im langen Feld ein wichtiger Aspekt. Fazit: Für die Nutzung gebe es »eine Vielzahl von Möglichkeiten, die sich daraus eröffnen und die Arbeit für unser Dorf und seine Bewohner effektiver und leichter machen«.

Wie Vereinsvorsitzender Wolfgang von der Linde und »Dorfchronist« Eike Hammel im Gespräch mit der SZ erläuterten, steht die Sammelaktion im Dorf bereits vor dem Abschluss. Von 200 Haushalten hätten sich bislang etwa 80 verpflichtet, Steine zu kaufen: »Die Resonanz ist sehr ordentlich.« Da das Objekt in Eigenleistung errichtet werden solle, sei man auf freiwillige Helfer angewiesen. Auch hier Positives: »Die Mannschaft ist nahezu komplett.« Von der Linde: »Wir sind auf dem richtigen Weg. Jetzt müssen Verhandlungen mit Zulieferern und Handwerkern aufgenommen werden.« Die reinen Materialkosten beziffert der Verein mit etwa 65000 DM, das Grundstück werde von der Stadt Freudenberg in Erbpacht zur Verfügung gestellt. »Der größte Teil der Summe ist durch die Haussammlung und eigene Mittel da, gleichwohl fehlt noch ein größerer Betrag«, so der Vorsitzende.

Hinsichtlich des späteren Baus eines Backes »sind wir heute schon in interessanten Verhandlungen und Gesprächen. Wir sind dabei zu prüfen, ob wir den Backes sofort einplanen können.« Falls das Projekt schnell realisiert werden könnte, so die Vereinsvertreter weiter, »könnten wir Brot backen und so zur weiteren Finanzierung beitragen«.

Wolfgang von der Linde wünscht sich hinsichtlich des Zeitrahmens, dass man im Herbst das Gesamtkonzept in einer Mitgliederversammlung präsentieren könne. Dann hänge alles davon ab, wie schnell die Baugenehmigung erteilt werde.

fr

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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