Hackathon in Freudenberg
Entdecker von morgen

Zehn junge Männer mit Programmierkenntnissen und Interesse an den Themen neuronale Netze, künstliche Intelligenz und Reinforcement Learning tüftelten jetzt in Freudenberg.  Foto: hema
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  • Zehn junge Männer mit Programmierkenntnissen und Interesse an den Themen neuronale Netze, künstliche Intelligenz und Reinforcement Learning tüftelten jetzt in Freudenberg. Foto: hema
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hema Freudenberg. Wer das Wort Hacker hört, der denkt schnell an Klischees von dunklen Gestalten, die sich bei heruntergezogener Kapuze verstohlen vor Computern hockend in die Privatsphäre Fremder einschleichen. Das ein Hackathon aber kein Treffen von Cyberkriminellen, sondern ein spannender Tech-Wettbewerb ist, zeigte jetzt das mittelständische Hard- und Softwareentwicklungs-Unternehmen Lachmann & Rink an der Freudenberger Hommeswiese. Die zehn jungen Männer, die das Unternehmen für das Wochenende aus ganz Deutschland eingeladen hatte, waren keine böswilligen Internetgauner, sondern Schüler, Studenten und Berufstätige mit Programmierkenntnissen und Interesse an den Themen neuronale Netze, künstliche Intelligenz und Reinforcement Learning.

Was für den Laien kaum verständlich scheint, lässt sich auch einfacher formulieren: Ziel des Hackathons war es, virtuell simulierten Autos das selbstständige Fahren beizubringen. Ein Entwicklungsszenario also, das bei jedem großen Autohersteller aktuell allgegenwärtig sein dürfte. Nach der Anreise aller Teilnehmer bot das Experten-Team von Lachmann & Rink den Teilnehmern eine Einführung in das Thema maschinelles Lernen und gab den in Zweierteams organisierten Wettstreitern das benötigte Arbeitswerkzeug an die Hand: Laptops und die entsprechende Entwicklungs-Software.

Bis in die Abendstunden des ersten Tages programmierten, analysierten und tüftelten die Teilnehmer an ihren virtuellen Boliden. Wie verhältnismäßig einfach der Einstieg in das doch recht abstrakte Thema bereitet wurde, gefiel dabei auch Kai Haase. Der Softwareentwickler und Projektmanager aus Lennestadt lobte am Rande der Veranstaltung im SZ-Gespräch die spielerische und explorative Aufbereitung des Wettbewerbs. „Die Veranstaltung zeigt dabei auch das Potenzial der IT- und Softwarebranche in Südwestfalen, es muss nicht immer Köln oder eine andere Großstadt sein”, so Haase, der mit 39 Jahren zu den ältesten Teilnehmern zählte.

Eine Aussage, die auch den Verantwortlichen von Lachmann & Rink gefallen haben dürfte: Mit über 30-jähriger Expertise für kundenspezifische Hard- und Software-Entwicklungen in verschiedensten Branchen gehört die GmbH mit 120 Mitarbeitern zu Südwestfalens größten und erfahrensten Entwicklungszentren. Als Sparring-Partner und technologischer Berater für viele Weltmarktführer bei der Entwicklung von maßgeschneiderter Steuerungs-Software und Hardware im industriellen Kontext ist das Unternehmen immer auf der Suche nach Mitarbeiter-Nachwuchs: „Die zweitägige Veranstaltung ist auch ein Zeichen an Schüler, Studenten und Berufstätige aus der IT-Branche: Wir brauchen euch!”, so Katrin Anhuth, Personalreferentin des Unternehmens.

Am zweiten Tag war noch bis zum Nachmittag Zeit, um die Autos so gut wie möglich auf das autonome Fahren vorzubereiten. Was sich hinter den kompliziert anmutenden Programmen und Grafiken, die auf den Laptops der Teams flimmerten, verbirgt, brach Dr. Matthias Hebbel, Dipl.-Informatiker und Entwicklungsleiter Innovation & Beratung bei Lachmann & Rink, leicht verständlich für den Laien herunter: Letztendlich funktioniere die Entwicklung der künstlichen Intelligenz der Autos ähnlich wie das Erziehen von Kindern. Durch Loben oder Bestrafung lerne die künstliche Intelligenz, was sie zu tun habe – und was nicht.

Also lobten die Teilnehmer ihre auf der virtuellen Teststrecke simulierten Flitzer per Tastatureingabe, was das Zeug hielt: für gefahrene Kurven, rechtzeitige Bremsmanöver und generell dafür, nicht von der Strecke abzukommen. Am besten gelang das zwei Informatik-Studenten aus Dortmund, die, wie alle anderen Teilnehmer zwar auch, das Ziel erreichten und ihre Autos selbstständig über den Parcours fahren ließen, dabei aber am schnellsten und innovativsten vorgegangen waren.

Ziemlich zufrieden dürften aber auch alle anderen Parteien über den Verlauf der Veranstaltung gewesen sein: Für die Teilnehmer gingen anregende Tage mit Einblicken in die Branche und einem unterhaltsamen Einstieg in die Thematik zu ende, Lachmann & Rink freute sich über einen erfolgreichen ersten Hackathon – und möglicherweise auch über das ein oder andere Talent, das sich nun auch eine berufliche Zukunft am Standort Südwestfalen vorstellen kann.

Zehn junge Männer mit Programmierkenntnissen und Interesse an den Themen neuronale Netze, künstliche Intelligenz und Reinforcement Learning tüftelten jetzt in Freudenberg.  Foto: hema
Die Teilnehmer und das Orga-Team des Unternehmens nach dem erfolgreichen Abschluss der Veranstaltung. Foto: Unternehmen
Autor:

Heiner Manderbach (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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