Faulbrut und Varroatose: Gefahrenquellen aufgezeigt

Kreisveterinär beim Imkerverein zu Gast

sz Niederndorf. Der Imkerverein Niederndorf hatte jetzt die Imkerinnen und Imker zu einem Vortrag von Kreisveterinär Dr. Paul über die Amerikanische Faulbrut und die Varroatose ins Sängerheim Niederndorf eingeladen. Vor 38 Imkerinnen und Imkern führte Dr. Paul aus, dass die Amerikanische Faulbrut (AFB) eine bakterielle Erkrankung der Bienenbrut sei, die durch ein sporenbildendes Bakterium verursacht werde. Der Erreger dieser in Deutschland anzeigepflichtigen Tierseuche sei erstmals 1901 in Amerika beschrieben worden – daher der Name Amerikanische Faulbrut. Die AFB stelle mittlerweile weltweit eine ernst zu nehmende Bedrohung der Honigbiene und damit auch der Imkerei dar.

In Deutschland würden derzeit große Anstrengungen unternommen, die Seuche ohne die Anwendung von Medikamenten effektiv zu bekämpfen. Sehr wichtig für die Früherkennung der AFB sei das Diagnoseverfahren zum Faulbrutsporennachweis in Futterkranzproben. Bei Ausbruch der Seuche würden Sperrgebiete festgelegt, in denen der Amtstierarzt die zu treffenden Maßnahmen und Untersuchungen regele. Dr. Paul appellierte an die Imker, eine Betriebsweise zu praktizieren, die der AFB entgegenwirke, sowie die Bienenbrut mehrmals im Jahr genauestens auf Lückenhaftigkeit und eingesunkene, löchrige Zelldeckel zu untersuchen (Streichholzprobe).

Zum Thema Varroatose stellte der Referent anhand einer Dia-Serie die biologische Entwicklung der Varroamilbe dar. Anschließend wurde ein Film über die Varroabekämpfung gezeigt: Ein Bekämpfungskonzept müsse an die Betriebsweise sowie an das Bienenjahr angepasst werden. Sehr wichtig sei eine Überprüfung des Befallgrades duch den Imker, um das Erreichen der Schadensschwelle zu erkennen. Eine weitere große Bedrohung für die Bienenvölker sei der kleine Bienenbeutekäfer. Der aus Afrika stammende Käfer habe sich in den USA schon weit verbreitet und könne auch nach Europa eingeschleppt werden.

Zum Schluss der Veranstaltung wies Dr. Paul noch einmal auf die vorschriftsmäßige Anwendung der Behandlungsmittel hin, um Rückstände im Honig und Wachs zu vermeiden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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