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Neuer Waldkindergarten für Freudenberg
„Flecker Waldwichtel“ startklar

In den vergangenen Jahren wurde hier bereits das Naturerfahrungszentrum durch den Verein Waldritter etabliert, bald soll eine Waldkita das Angebot im Freudenberger Gambachtal bereichern.
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  • In den vergangenen Jahren wurde hier bereits das Naturerfahrungszentrum durch den Verein Waldritter etabliert, bald soll eine Waldkita das Angebot im Freudenberger Gambachtal bereichern.
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cs Freudenberg. Waldkindergärten liegen voll im Trend. Gerade in Zeiten emotionaler Debatten um einen gewissenhaften Umgang mit Umwelt und Natur setzen viele Eltern darauf, bei ihren Sprösslingen frühzeitig ein Bewusstsein zu schaffen. Kindergärten, in denen der Nachwuchs die meiste Zeit draußen verbringt und vor allem Bäume und Wiesen zum Klettern sowie Spielen nutzt, erfreuen sich daher großer Beliebtheit. Als „absolute Bereicherung“ bezeichnet Nicole Reschke die derzeit laufenden Planungen des Vereins Waldritter, im Gambachtal eine solche Einrichtung an den Start zu bringen. Als Stadtverwaltung und Eigentümer des betreffenden Grundstücks habe man dem Vorhaben „sehr gerne“ zugestimmt, so Freudenbergs Bürgermeisterin weiter.

cs Freudenberg. Waldkindergärten liegen voll im Trend. Gerade in Zeiten emotionaler Debatten um einen gewissenhaften Umgang mit Umwelt und Natur setzen viele Eltern darauf, bei ihren Sprösslingen frühzeitig ein Bewusstsein zu schaffen. Kindergärten, in denen der Nachwuchs die meiste Zeit draußen verbringt und vor allem Bäume und Wiesen zum Klettern sowie Spielen nutzt, erfreuen sich daher großer Beliebtheit. Als „absolute Bereicherung“ bezeichnet Nicole Reschke die derzeit laufenden Planungen des Vereins Waldritter, im Gambachtal eine solche Einrichtung an den Start zu bringen. Als Stadtverwaltung und Eigentümer des betreffenden Grundstücks habe man dem Vorhaben „sehr gerne“ zugestimmt, so Freudenbergs Bürgermeisterin weiter.

Einrichtung unter dem Namen "Flecker Waldwichtel"

Zu Beginn des Kita-Jahres 2020/2021 sollen sich in der neuen Einrichtung mit dem Namen „Flecker Waldwichtel“ zwölf Kinder austoben können, geplant sind zunächst sieben Ü-3- und fünf U-3-Plätze. „Eine Konzeption für den Waldkindergarten in Freudenberg ist aktuell in Arbeit. Diese soll dann dem Jugendhilfeausschuss vorgelegt werden“, erklärt Torsten Manges auf Anfrage. Das vorgesehene Gelände befinde sich am Gamsbachsweg, Eigentümerin sei die Stadt, als Träger fungiere der Verein Waldritter, führt der Kreispressesprecher aus. Schwierigkeiten mit der unteren Naturschutzbehörde dürfte es keine geben, denn die vorgesehene Fläche ist nicht Teil eines Naturschutzgebietes. Die Installation eines speziell konstruierten Bauwagens befinde sich derzeit in Planung. Torsten Manges: „Das Bauamt des Kreises sieht keine Probleme, die das Projekt in dieser Form infrage stellen würden. Entsprechend positive Vorgespräche hat es bereits gegeben. Wir erwarten in Kürze den entsprechenden Bauantrag.“ Die Frage des Personalschlüssels werde derzeit noch mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe abgestimmt.

"Waldritter" bereits voller Vorfreude

Die „Waldritter“ nutzen das Gelände im Gambachtal bereits seit geraumer Zeit, etablierten hier ein Naturerfahrungszentrum. Kleinere Differenzen mit den Nachbarn des TV Freudenberg, deren Tennisplätze sich in unmittelbarer Nähe zu dem Areal befinden, hatte es durchaus gegeben, scheinen aber inzwischen ausgeräumt zu sein. Nicole Reschke berichtete jedenfalls von guten Gesprächen mit den Sportlern, im Zuge der neuen Entwicklungen rund um die Waldkita werden diese in der Zukunft ein kleineres Areal nutzen.

Evelyn Alishiri vom Verein Waldritter blickt bereits voller Vorfreude auf das neue Angebot voraus, auch wenn es in den kommenden Wochen noch viele Dinge zu klären gilt. Aktuell liefen etwa Gespräche hinsichtlich der Kosten sowie der Finanzierung des neuen Bauwagens, auch Spendengelder seien jederzeit willkommen. Das „Gefährt“ muss dabei besondere Anforderungen erfüllen, „U-3-Kinder benötigen eine Ruhezone, auch die Wärmeversorgung, ob per Gas oder Strom, muss geklärt werden“, führt Alishiri aus. Bewusst habe man sich dazu entschieden, zunächst mit einer kleinen Besetzung von zwölf Kindern zu starten, im zweiten Jahr solle die Gruppe auf derer 20 aufgestockt werden.
Hinsichtlich der personellen Ausstattung liefen bereits erste Gespräche, es sei gar nicht so einfach, Erzieher oder Erzieherinnen zu finden, die über entsprechende wald-naturpädagogische Qualifikationen verfügten. „Ich selbst habe das, bin aber keine gelernte Erzieherin“, erklärt die Naturtrainerin.

Initiative ging von zwei Müttern aus

Die Initiative zur Gründung einer Waldkita im Freudenberger Stadtgebiet sei übrigens aus der Elternschaft selbst gekommen, berichtet Evelyn Alishiri weiter. Zwei Mütter, Julia Gerhard und Nadja Serapinas-Schmidt, seien mit dem Wunsch zur Etablierung einer solchen Einrichtung auf den Verein zugekommen. Da dieser als gemeinnützige Organisation und freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt sei, habe man zum Ende des vergangenen Jahres direkt auf Stadt- und Kreisverwaltung zugehen können.
Nun nimmt die Freudenberger Waldkita konkrete Formen an und soll nach SZ-Informationen in der Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport, Familie und Soziales (Mittwoch, 12. Februar, 17.30 Uhr) erstmals öffentlich thematisiert werden.

Info-Veranstaltung am 19. Februar Zu einer Infoveranstaltung laden die „Waldritter“ für Mittwoch, 19. Februar, ein. „Hier sind alle Willkommen, die sich für die Waldkita interessieren“, erklärte Evelyn Alishiri und bittet um Anmeldung per E-Mail an waldkindergarten-freudenberg@gmx.de. Treffpunkt und Uhrzeit werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Autor:

Christian Schwermer (Redakteur) aus Siegen

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