»Freudenberg ist etwas Besonderes«

Gestern offizieller Festakt zur »550. Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte«

fr Freudenberg. Der erste Bürger der Stadt war auch der erste Gratulant: »Herzlichen Glückwunsch Freudenberg.« So eröffnete gestern vor zahlreichen Ehrengästen in der Aula des Büschergrunder Schulzentrums Bürgermeister Eckhard Günther »auf den Tag genau« den offiziellen »Festakt zur 550. Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte«. Sein besonderer Gruß galt Altbürgermeister Hermann Vomhof und dem Festredner, Pfarrer i.R. Bernd Steinseifer, »der nicht nur in der Lage ist, 550 Jahre Stadt Freudenberg in Versform zu fassen, sondern der auch Jahre für das Jubiläum gelebt hat«. Hintergrund: Steinseifer übergab dem Stadtoberhaupt das erste, noch druckfrische Exemplar eines neuen stadtgeschichtlichen Buches (die SZ berichtet noch von der offiziellen Präsentation). Eine besondere Überraschung hatte Heimatfreund Erich Scheuermann aus Ferndorf parat: Er überreichte Günther einen Schlüssel aus dem früheren Schloss Freudenberg, »ein wertvolles Zeugnis der Freudenberger Zeitgeschichte«.

Bis jetzt habe es im Jubiläumsjahr schon viele Höhepunkte wie den Festumzug zu Pfingsten, die Simulation des Stadtbrandes oder den mittelalterlichen Herbstmarkt gegeben, so Günther. 550 Jahre Stadtgeschichte seien es »wert, im Verbund mit den Ortsteilen gefeiert zu werden, und sie berechtigen auch, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken«, trotz großer Probleme. Es gelte heute, den Weg für zukünftige Generationen zu ebnen und »den eingeschlagenen Pfad der Gemeinsamkeit weiterzugehen«. »Ich gratuliere den Bürgern Freudenbergs zu diesem stolzen Jubiläum«, so Landrat Paul Breuer. Und er fuhr fort: »Freudenberg ist schon etwas Besonderes.« Es sei Oranierstadt, Bindeglied zu den Kreisen Altenkirchen und Olpe, eine historisch anmutende Stadt und Tourismusmagnet, vielfältig mit seinen 17 Ortsteilen sowie reizvoll. Er sei immer stolz, wenn er bei Reisen das Freudenberger Stadtbild sehe und »viele neugierig sind, was da drin ist«. Sein Kompliment: »Sie haben das, was drin ist, dieses Jahr in würdigem und vielfältigem Rahmen präsentiert.«

Freudenberg sei heute eine prosperierende Kommune mit Lebensqualität, nicht zuletzt durch eine gute städtebauliche Entwicklung und die Ausweisung von Gewerbegebieten in verkehrsgünstiger Lage. Zudem zeichne sich ab, dass die Stadt weiter wachsen werde: »Ich habe den Wunsch, dass die Gremien erkennen, welche Chance darin liegt. Machen Sie weiter so.« Auf die Kultur seien die Freudenberger »zu Recht stolz und selbstbewusst«. Auch habe die Stadt bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht, die Spuren in der Welt hinterlassen hätten: »Ich freue mich auf viele interessante Ideen und Entwicklungen, die aus Freudenberg kommen.« Er wünsche, so der Landrat, »all seinen Bürgern Gottes Segen für eine freie und friedliche Zukunft«. Breuer überreichte abschließend eine Ehrengabe sowie als Vorsitzender des Kreisheimatbunds eine Urkunde zu »550 Jahre Stadtrechte«.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Streichquartett der Philharmonie Südwestfalen. Im Anschluss wurde ein kleiner Imbiss gereicht – laut Bürgermeister Günther »etwas ganz Besonderes«. Das komplette Catering und die Dekoration lag in den Händen von Jugendlichen, darunter acht Freudenberger Hauptschüler, aus dem Projekt »Hoga« (»Hotel und Gaststätten«) des Berufsbildungszentrums der IHK Siegen (die SZ berichtete). Sie bewiesen eindrucksvoll, was sie seit Juli praktisch und theoretisch neben dem Schulalltag gelernt haben.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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