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Wohn- und Pflegeeinrichtung für 80 Menschen
Friedenshort plant Neubau in Freudenberg

Besonders viel Wert hat der Architekt auf die Verbindung zwischen Innenbereich und gestaltetem Außengelände gelegt. Garten, Terrassen und Balkone sowie große Fensterflächen öffnen die Häuser zur Natur hin.
  • Besonders viel Wert hat der Architekt auf die Verbindung zwischen Innenbereich und gestaltetem Außengelände gelegt. Garten, Terrassen und Balkone sowie große Fensterflächen öffnen die Häuser zur Natur hin.
  • Foto: Architekturbüro Halbach (Grafik)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ihm Freudenberg. Ein junger Mann kann nach einem Schlaganfall nicht mehr in der eigenen Wohnung bleiben, er ist pflegebedürftig. Für ihn ist der Einzug in ein Altenheim häufig die einzige Chance – aber keine gute Lösung. Das wird sich nun endlich ändern. Im Rahmen eines Neubaus will die Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort in Freudenberg nicht nur Wohn- und Pflegeplätze für Senioren schaffen, sondern auch eine zehn Plätze umfassende Wohngruppe „Junge Pflege“.
Auf dem Friedenshortgelände wird ab Herbst 2021 ein in drei Bauteile gegliederter Komplex entstehen, der auf vier Zielgruppen ausgerichtet ist:
Solitäre Kurzzeitpflege: zehn Plätze,Stationäre Altenpflege: vier Wohngruppen mit je zehn Plätzen, Junge Pflege: zehn Plätze, Demenzerkrankte: zwei Wohngruppen mit je zehn Plätzen.

ihm Freudenberg. Ein junger Mann kann nach einem Schlaganfall nicht mehr in der eigenen Wohnung bleiben, er ist pflegebedürftig. Für ihn ist der Einzug in ein Altenheim häufig die einzige Chance – aber keine gute Lösung. Das wird sich nun endlich ändern. Im Rahmen eines Neubaus will die Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort in Freudenberg nicht nur Wohn- und Pflegeplätze für Senioren schaffen, sondern auch eine zehn Plätze umfassende Wohngruppe „Junge Pflege“.
Auf dem Friedenshortgelände wird ab Herbst 2021 ein in drei Bauteile gegliederter Komplex entstehen, der auf vier Zielgruppen ausgerichtet ist:

  • Solitäre Kurzzeitpflege: zehn Plätze,
  • Stationäre Altenpflege: vier Wohngruppen mit je zehn Plätzen, 
  • Junge Pflege: zehn Plätze, 
  • Demenzerkrankte: zwei Wohngruppen mit je zehn Plätzen. 

Initiative des Friedenshorts kommt in Freudenberg gut an

Für den Friedenshort ist das Thema Altenpflege nichts Neues, denn die Diakonissen verbringen im Mutterhaus ihren Lebensabend. Zusätzlich hat man bereits externe Bewohner aufgenommen, soweit Platz vorhanden war. Oberin Schwester Christine Killies: „Wir werden vermehrt gefragt, ob wir Menschen aufnehmen können, weil es so schön klein und gemütlich bei uns ist.“ Bisher müsse man meist ablehnen, aber das soll sich ändern.
Freudenbergs Bürgermeisterin Nicole Reschke ist hocherfreut über die Initiative des Friedenshorts, denn der Bedarf nach 80 zusätzlichen Pflegeplätzen in Freudenberg sei unstrittig.
Bei den Planungen, so berichtete Götz-Tilman Hadem, kaufmännischer Vorstand, habe man sich von der Frage leiten lassen; „Wie soll eine Pflegeeinrichtung aussehen, in der wir selbst einmal gepflegt werden wollen?“ Die Antwort fand man im Konzept der überschaubaren Wohngruppen, in denen die Bewohner familienähnlich zusammenleben.
Das eigene Zimmer – zwischen 17 und 19 Quadratmeter groß zuzüglich eigenem, rollstuhlgerechten Bad – ist der individuelle Rückzugsraum. Architekt Philipp Halbach hat ausschließlich Einzelzimmer geplant. Es gibt aber auch die Möglichkeit für Ehepaare, Zimmer mit einer Verbindungstür zu beziehen, aus denen man praktisch eine kleine Wohnung machen kann.

Gemeinschaftsräume als Raum der Begegnung

Die Gemeinschaftsräume für jeweils zehn Bewohner sind Raum der Begegnung, des Austauschs, der Geselligkeit. Hier wird gemeinsam gegessen, ferngesehen, gesungen, gespielt. Jede Wohngruppe hat eine eigene Küche, in der die Mahlzeiten großenteils auch zubereitet werden sollen. Das ist aufwendiger und teurer als die Belieferung aus der Zentralküche, aber zum Familienleben gehöre eben das Kochen auch dazu, finden die Friedenshort-Verantwortlichen. Wer mag, kann selbst den Kochlöffel schwingen – in den bisherigen Altenheim-Konzepten kommt eine solche Option nicht vor (abgesehen von Demenz-Einrichtungen).
Friedenshort-Pfarrerin Ute Riegas-Chaikowski liegt am Erhalt des sozialen Umfelds der Bewohner. „Wir wollen Familie und Freunde in das Pflegekonzept einbeziehen, sie sind nicht nur immer hier willkommen, sondern sie sollen Teil der Gemeinschaft sein.“ Dazu wird ein Café mit 30 bis 40 Plätzen beitragen, in dem auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden. 60 bis 80 zusätzliche Mitarbeiter werden für die neue Einrichtung gebraucht – die Personalakquise läuft bereits.

Neubau soll Ende 2022 fertig sein

Gelegen direkt am Wald, bietet das neue Heim viel Natur. Die Anbindung an die Stadt, an Geschäfte und Ärzte soll per Pendelverkehr erfolgen, denn zu Fuß können die Bewohner den Berg wohl nicht bewältigen. Aber schon jetzt klappe die Verbindung gut, hieß es jetzt beim Pressegespräch.
Für den 4000 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Neubau, der Ende 2022 fertig sein soll, muss allerdings ein Opfer gebracht werden: der Buchenwald auf dem Friedenshortgelände muss gefällt werden.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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