Gedenktafel enthüllt

Auch Dirlenbacher kehrten aus dem Krieg nicht zurück

Dirlenbach. 56 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde am Volkstrauertag in Dirlenbach eine Gedenktafel für die Opfer enthüllt. Nachdem 1997 die Friedhofshalle fertiggestellt worden war, bot sich diese auch für die Anbringung einer Gedenktafel an. Die Initiative ging vom anlässlich des Baus der Friedhofshalle gegründeten »Verein zur Erneuerung und Verschönerung des Ortsbildes Dirlenbach« aus.

Der Vorsitzende, Ortsvorsteher Günter Fischbach, konnte zur Enthüllung der Gedenktafel zahlreiche Bürger an und in der Friedhofshalle willkommen heißen. Die Bronzetafel, an der Außenwand der kleinen Friedhofshalle angebracht, erinnert an den Blutzoll, den Dirlenbach im Zweiten Weltkrieg zahlen musste.

Die Tafel wurde von der bekannten Sinner Glockengießerei hergestellt. Sie zeigt die zwölf Namen der Opfer aus dem 400-Seelen-Dorf, die aus dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder heimkehrten. Leider, so der Ortsvorsteher, konnte man die Personalien der Opfer des Ersten Weltkrieges nicht mehr vollständig auflisten. Die Kosten in Höhe von 3800 DM wurden vom Verein, der Haubergsgenossenschaft sowie von Sponsoren und dem Kreisverband des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge getragen. Kreisverbands-Vorstandsmitglied des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Waldemar Weishaupt aus Eisern, überreichte Günter Fischbach einen Scheck und freute sich über die neue »Begegnungsstätte mit der Vergangenheit«.

»Alle Kriegsteilnehmer sind letztendlich Verlierer«, resümierte Weishaupt und appellierte an die Anwesenden, für den Frieden einzutreten. Die Gedenktafel erinnere daran, dass viele Menschen für eine verrückte Idee ihr Leben hätten lassen müssen. Die Namen signalisierten Tod, Gericht und Ewigkeit, erinnerte Pastor Martin Braukmann u.a. auch daran, dass wir heute nicht auf einer Insel der Glückseligkeit lebten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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