Gegenwind wird heftiger

Bürgerinitiative gegen interkommunales Gewerbegebiet

Freudenberg. Der Wind gegen das geplante interkommunale Gewerbegebiet Wilhelmshöhe-West weht immer heftiger. Jetzt hat sich zusätzlich eine Bürgerinitiative gegen das Areal gebildet. Aus Lindenberg, Bottenberg und Oberheuslingen haben bereits mehr als 50 Bürger ihre Mitgliedschaft in der Initiative angekündigt. Bei der Gründungsversammlung wurden mit Silke Weidt, Dieter Ohrndorf und Arno Krämer drei gleichberechtigte Sprecher gewählt.

„Der Großteil der Bürger kommt schon aus Bottenberg”, berichtete Arno Krämer auf Anfrage der SZ. „Die wären ja auch am direktesten betroffen. Schließlich müssen die auf das Gebiet draufsehen. Die Lindenberger wären durch zusätzlichen Verkehr belastet.”

Seitdem die Machbarkeitsstudie auf dem Tisch liege, sei ja bekannt, welche Stadtteile betroffen sind. Es handele sich auch nicht um irgendein Gelände, sondern um ein hochwertiges Naherholungsgebiet.

„Vor allem haben wir die Bürgerinitiative aus der Taufe gehoben, weil das Gewerbegebiet interkommunal werden soll”, erzählte Krämer. „Durch die geplante Halbierung ist doch klar, dass Freudenberg ein solch überdimensioniertes Gebiet überhaupt nicht zusteht. Warum sollen wir dann erstens ein so großes Gewerbegebiet zulassen und zweitens Siegen im Freudenberger Naherholungsgebiet ein Gewerbegebiet planen lassen?”

Grundsätzlich sei man nicht gegen das Gewerbegebiet. Es müsste nur wesentlich kleiner und eben nicht interkommunal ausgerichtet sein. Krämer: „Ideal wäre das Gebiet wegen seiner Nähe zur Autobahn natürlich für Speditionen. Aber die bringen ja nicht sonderlich viel Gewerbesteuer ein.”

Die Bürgerinitiative, aber vor allem Krämer selbst – als sachkundiger Bürger sitzt er für die SPD-Fraktion im Freudenberger Stadtentwicklungsausschuss – will noch einmal prüfen lassen, ob nicht Industriebrachen genutzt oder andere Gewerbegebiete wie z.B. Wilhelmshöhe II noch ausgedehnt werden können. „Bei dem frage ich mich sowieso, warum man nicht noch weiter Richtung Norden gegangen ist”, wundert sich Arno Krämer. „Außerdem: Wenn sich das Gebiet so aufdrängen würde, warum hat man es dann nicht schon vorher geplant?”matz

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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